07. Mai 2022 / 18:31 Uhr

BVB-Trainer "sowieso schon geschwächt": Matthäus kritisiert Kehl für fehlendes Rose-Bekenntnis

BVB-Trainer "sowieso schon geschwächt": Matthäus kritisiert Kehl für fehlendes Rose-Bekenntnis

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Lothar Matthäus hat Sebastian Kehl für dessen fehlendes Bekenntnis zu Marco Rose kritisiert.
Lothar Matthäus hat Sebastian Kehl für dessen fehlendes Bekenntnis zu Marco Rose kritisiert. © IMAGO/Langer/dpa/Montage
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Wie fest sitzt Marco Rose bei Borussia Dortmund im Sattel? Der designierte Sportdirektor Sebastian Kehl hat am Samstagnachmittag ein klares Bekenntnis zum Trainer vermieden – dafür gab es wenig später scharfe Kritik von Rekordnationalspieler Lothar Matthäus.

Viele Gründe für sportliche Negativ-Schlagzeilen lieferte Borussia Dortmund am Samstagnachmittag – anders als in der vergangenen Woche – nicht: Der BVB hat Platz zwei hinter Meister FC Bayern mit einem 3:1-Sieg bei Greuther Fürth fixiert. Dagegen sorgte eine Aussage des aktuellen Lizenzspielerchefs und designierten Sportdirektors Sebastian Kehl vor dem Spiel für Verwunderung. Auf mehrmalige Nachfrage von Sky-Reporter Patrick Wasserziehr vermied der 42-Jährige ein klares Bekenntnis zu Trainer Marco Rose – zum völligen Unverständnis von Rekordnationalspieler Lothar Matthäus: "Klarheit hört sich anders an", urteilte der Sky-Experte und kritisierte Kehl im Folgenden.

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So wiederholte Kehl lediglich, dass er heute davon ausgehe, dass der erst zu Saisonbeginn für fünf Millionen Euro von Borussia Mönchengladbach verpflichtete Coach auch in der kommenden Saison für den BVB an der Seitenlinie stehe. "Es ist für mich keine Aussage, die Marco Rose hundertprozentig an Dortmund bindet im nächsten Jahr", stellte Matthäus fest. Vor dem Hintergrund, dass der in dieser Saison titellos gebliebene Rose ohnehin in der Kritik stehe, stärke den Trainer die Kehl-Aussage "null", so Matthäus deutlich. "Er ist sowieso schon geschwächt, wenn (Ex-BVB-Interimstrainer Edin; d. Red.) Terzic die ganze Zeit auf der Tribüne sitzt."

Terzic führte die Dortmunder in der vergangenen Saison als Nachfolger von Lucien Favre in die Champions League und zum DFB-Pokalsieg, ehe er schließlich im Sommer nach der Rose-Verpflichtung auf eigenen Wunsch Technischer Direktor wurde. Eigentlich sollte der 39-Jährige ins Trainerteam von Rose rücken. Terzic besitzt beim BVB einen Vertrag bis 2025. Zwischenzeitlich gab es immer wieder Gerüchte, dass er Rose bei Misserfolg ersetzen könnte. "Man weiß auch: Matthias Sammer ist ein Fan von Terzic und hat Einfluss in Dortmund auch in diesen Planungen", sagte Matthäus nach den vagen Kehl-Aussagen.

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Der Weltmeister von 1990 glaubt, dass Kehl dem BVB mit seinem fehlenden Bekenntnis keinen Gefallen getan habe: "Ich glaube, dass es durch diese Aussage schon wieder Diskussionen gibt, die man mit einer klareren Aussage wegwischen hätte können. Ich bin überrascht, was Sebastian Kehl hier von sich gegeben hat", sagte Matthäus.