25. Oktober 2020 / 07:57 Uhr

BVB-Star Mats Hummels über "Late Night Shows" von Jürgen Klopp und die Zusammenarbeit mit Lucien Favre

BVB-Star Mats Hummels über "Late Night Shows" von Jürgen Klopp und die Zusammenarbeit mit Lucien Favre

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
BVB-Verteidiger Mats Hummels vergleicht Jürgen Klopp und Lucien Favre.
BVB-Verteidiger Mats Hummels vergleicht Jürgen Klopp und Lucien Favre. © imago images/DeFodi/Osnapix/Getty/Montage
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Mats Hummels kann die Kritik an BVB-Trainer Lucien Favre nicht nachvollziehen und erklärt, warum dessen öffentliches Auftreten anders - aber keinesfalls schlechter - als jenes von Jürgen Klopp ist. Auch Julian Brandt verteidigt seinen Coach.

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Abwehrchef Mats Hummels und Mittelfeldspieler Julian Brandt haben den zuletzt erneut in die Kritik geratenen BVB-Trainer Lucien Favre verteidigt. "Er ist ein sehr guter Trainer. Wir arbeiten sehr gern mit ihm zusammen", sagte Hummels über den Schweizer, dessen Vertrag am Saisonende ausläuft, im Sky-Interview nach dem 3:0 im Revierderby gegen Schalke 04. Auch Mäkeleien an vermeintlich wenig aussagekräftigen Auftritten des Coaches auf Pressekonferenzen wollte Hummels auf konkrete Frage nicht gelten lassen und zog einen Vergleich zum ehemaligen Dortmunder Trainer Jürgen Klopp, der die Medienarbeit weitaus extrovertierter absolvierte.

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Die Pressekonferenzen mit dem heutigen Coach des FC Liverpool seien eben eher mit "Late Night Shows" vergleichbar gewesen, meinte Hummels. Favre wolle hingegen "nicht so viel preisgeben und ist eher in sich gekehrt. Aber wenn man unterhalten werden möchte, muss man um 20.15 Uhr ProSieben einschalten." Auch Brandt stellte sich vor Favre. Er hoffe auf "eine erfolgreiche Saison" mit dem Trainer. Schließlich habe man im Derby gesehen, dass die Zusammenarbeit funktioniere.

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Zu den sich wiederholenden Debatten um Favre meinte der 24-Jährige: "In der Zeit, in der ich in Dortmund bin, habe ich mich daran gewöhnt. Nach einer Niederlage oder einem schlechten Spiel entsteht schnell Unruhe. Aber die Jungs und der Staff können das ab." Die Kritik an Favre war vor allem nach der 1:3-Niederlage zum Champions-League-Auftakt bei Lazio Rom wieder aufgekommen.

Besonders Ex-Nationalspieler und Sky-Experte Dietmar Hamann war in einer Kolumne deutlich geworden."Das Interview mit Lucien Favre hat mir gezeigt, dass er ratlos ist." So klagte Favre nach der Pleite in Rom unter anderem: "Ich habe heute nicht viel Gutes gesehen. Wir waren nicht da und nicht bereit, gemeinsam zu verteidigen. Ich bin sehr enttäuscht.“ Angesichts dessen kommt Hamann zum Schluss: "Der Trainer versteht seine Mannschaft nicht mehr." Für die Dortmunder Niederlage gebe es trotz der Ausfälle von zahlreichen Abwehr-Spielern wie Manuel Akanji oder Emre Can "keine Erklärung".