06. Februar 2020 / 13:44 Uhr

Giovanni Reyna als Ersatz für Marco Reus? Das sagt BVB-Trainer Lucien Favre

Giovanni Reyna als Ersatz für Marco Reus? Das sagt BVB-Trainer Lucien Favre

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
BVB-Trainer Lucien Favre (links) könnte Giovanni Reyna als Ersatz für den verletzten Marco Reus (rechts) bringen.
BVB-Trainer Lucien Favre (links) könnte Giovanni Reyna als Ersatz für den verletzten Marco Reus (rechts) bringen. © Getty Images/Montage
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Nach dem Pokal-Aus in Bremen und der bitteren Diagnose von Marco Reus geht es für Borussia Dortmund in der Bundesliga bei Bayer Leverkusen weiter. BVB-Trainer Lucien Favre spricht vor der Partie über den Ausfall seines Kapitäns, die Startelf-Chancen von Giovanni Reyna und Neuzugang Emre Can.

Auf BVB-Trainer Lucien Favre warteten einige Fragen bei der Pressekonferenz am Donnerstagmittag. Die Pokal-Pleite in Bremen und die Verletzung von Marco Reus beschäftigen Borussia Dortmund aktuell neben dem anstehenden Match bei Bayer Leverkusen (Samstag, 18.30 Uhr).

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Kapitän Reus hatte sich in Bremen eine Muskelverletzung zugezogen und kann nach Vereinsangaben erst in rund vier Wochen wieder ins Training einsteigen. "Ich bedauere, dass Marco einen Monat ausfällt. Er ist sehr wichtig für unsere Mannschaft, aber das können wir jetzt nicht ändern. Wir haben andere Alternativen, die viel Qualität haben", sagte Favre über den Ausfall des Nationalspielers.

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Eine Alternative im Angriffsspiel könnte Giovanni Reyna sein. Der 17-Jährige avancierte zulettz mit seinem Treffer zum jüngsten Torschützen der Pokal-Historie. Der US-Amerikaner belebte nach seiner Einwechslung die Dortmunder Offensive zusammen mit dem Norweger Erling Haaland. Auf die Frage nach einem möglichen Start-Elf-Einsatz des 17-Jährigen antwortete Favre: "Warum nicht? Es ist möglich. Er kann viele Positionen in der Offensive bekleiden."

Favre über Haaland: "Würde ihn gerne alle Spielen machen lassen"

Nach der Pleite in Bremen fragten sich nicht nur viele Fans, warum Neuzugang Erling nicht von Anfang an gehabt habe. Favre begründet dies mit der mangelnden Fitness des Norwegers. "Ich bin der erste, der ihn von Anfang an bringen will. Aber sie kennen seinen körperlichen Zustand nicht so wie ich. Ich würde ihn gerne alle Spielen machen lassen, aber man muss aufpassen", so der Schweizer. Favre will den Youngster nicht verheizen und ihn langsam aufbauen. "Er ist 19 und ich spreche auch von Vorbereitungen und frühere Verletzungen. Wenn er in englischen Wochen 90 Minuten spielt und dann am Samstag schon wieder, dann geht das schnell. Er hat einmal gegen Union angefangen, das war geplant. Wenn er da ist, dann ist das wichtig für die Mannschaft. Er wird mit der Zeit fast immer spielen", so Favre.

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Favre lobt Neuzugang Can: "Macht sehr gute Fortschritte"

Einen defensiveren Part könnte in Leverkusen Winterneuzugang Emre Can einnehmen. Der Nationalspieler Emre Can kam in Bremen zu seinem ersten Kurzeinsatz für Dortmund und probierte in der Schlussphase alles, um das Spiel noch in die richtige Richtung zu lenken. Mit seiner Erfahrung und seiner Körpersprache kann er zum Schlüsselspieler werden. "Emre wird peu à peu mehr machen können, er hatte in Italien zuletzt wenig gespielt. Er macht in den letzten Tagen sehr gute Fortschritte. Wir wissen, dass er in der Dreierkette und auch im Mittelfeld spielen kann", so Favre.

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Michael Zorc wollte Debatten um fehlende Führungsspieler im Kader, die es schon in der Vergangenheit gegeben hatte, nicht aufkommen lassen. "Wir sollten aus dieser ersten Halbzeit kein generelles Problem ableiten. Die erfahrenen Spieler sind sehr wichtig für uns, auch wenn es in dem Fall nicht gut war", so der Sportdirektor. Die Niederlage im Pokal gegen Werder hatte vor allem bei ihm Spuren hinterlassen. Die Niederlage tue "sehr weh, es ist nicht zu reparieren", grollte der Sportchef noch am Mittwoch und ging in die Analyse. "Wir sind dafür bestraft worden, dass wir in der ersten Hälfte lahmarschig, bequem und langsam gespielt haben". Sein vernichtendes Fazit: "Wir haben nicht so gewirkt, als wüssten wir, worum es geht." Ähnlich hatten sich unmittelbar nach der Niederlage schon Abwehrchef Mats Hummels und Julian Brandt geäußert.