02. Juli 2020 / 06:58 Uhr

BVB-Trainer Lucien Favre über Meister-Ambitionen: "Platz zwei zu holen, ist kein Selbstläufer"

BVB-Trainer Lucien Favre über Meister-Ambitionen: "Platz zwei zu holen, ist kein Selbstläufer"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
BVB-Trainer Lucien Favre hat sich erneut zurückhaltend zu möglichen Titel-Ambitionen geäußert.
BVB-Trainer Lucien Favre hat sich erneut zurückhaltend zu möglichen Titel-Ambitionen geäußert. © Beautiful Sports/Wunderl/Pool/Imago Images/Montage
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Trainer Lucien Favre von Borussia Dortmund hat sich gegenüber der "Bild" zurückhaltend zu möglichen Meister-Ambitionen geäußert. "Platz zwei zu holen, ist kein Selbstläufer", meinte der Schweizer über die Resultate der abgelaufenen Saison.

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Folgt nach zwei Vize-Titeln in Folge in der neuen Saison der Groß-Angriff von Borussia Dortmund auf die Meisterschale und den FC Bayern München? BVB-Trainer Lucien Favre hat sich im Interview mit der Bild gewohnt zurückhaltend zu den Ambitionen geäußert. "Ich bin der Letzte, der sich gegen einen Titel wehrt, aber Ziele müssen realistisch bleiben", sagte Favre. Mit Blick auf die beiden zurückliegenden Jahre seit seiner Amtsübernahme in Dortmund sagte der Schweizer: "Ich finde, dass wir diese und in der vergangenen Saison nahe dran waren." Er verwies jedoch auf die starke Rückrunde des FC Bayern, in der die Münchener 49 von 51 möglichen Punkten sammelten und auch deshalb ihre achte Meisterschaft in Folge feierten.

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Für Favre ist offenbar auch Rang zwei ein großer Erfolg. "Jeder sieht, dass sich Mannschaften wie Gladbach, Leipzig und Leverkusen auch extrem entwickelt haben", verwies der 62-Jährige auf die Teams, die der BVB in der Abschlusstabelle hinter sich gelassen hatte. "Platz zwei zu holen, ist kein Selbstläufer", ergänzte der BVB-Trainer, der mit der Art und Weise, wie seine Elf sich direkt für die Champions League qualifiziert hat, "insgesamt zufrieden" ist.

Favre über Sancho-Verbleib beim BVB: "Nicht in meiner Hand"

Geärgert haben Favre nach eigener Aussage jedoch die Heimniederlagen auf der Saison-Zielgeraden gegen den FSV Mainz 05 (0:2) und die TSG Hoffenheim (0:4). Insbesondere nach der schwachen Vorstellung am letzten Spieltag gegen die Kraichgauer war um die Dortmunder einmal mehr eine Debatte um mangelnde Mentalität und vermeintliche Wettbewerbsverzerrung entstanden, weil die Hoffenheimer durch ihren Sieg in Dortmund noch am VfL Wolfsburg vorbei auf Platz sechs sprangen und damit direkt in die Gruppenphase der Europa League einzogen. Favre selbst war in vor allem in der abgelaufenen Spielzeit immer wieder öffentlich in Frage gestellt worden. Jedoch habe er die Rückendeckung von den Bossen um Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke gespürt. Zuletzt hatte auch Sebastian Kehl, Leiter der Lizenzspielerabteilung des BVB, dem Coach im SPORTBUZZER-Interview gelobt.

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Auch zu einem möglichen Verbleib von Youngster Jadon Sancho nahm Favre gegenüber der Bild Stellung. "Natürlich würde ich mich sehr, sehr glücklich schätzen, wenn er weiter für uns spielt, aber das liegt leider nicht in meiner Hand", so der Schweizer. Der 20 Jahre alte Sancho hat bei den Westfalen einen Vertrag bis 2022 und war in der abgelaufenen Saison mit 17 Treffern und 16 Torvorlagen Topscorer des BVB. Der Engländer wird jedoch seit Monaten immer wieder mit einem möglichen Wechsel vor allem in die Premier League in Verbindung gebracht. Vor allem Manchester United soll den Offensivspieler verpflichten wollen. Auch über ein angebliches Interesse des FC Bayern war zwischenzeitlich spekuliert worden.