24. November 2019 / 13:41 Uhr

BVB-Boss Hans-Joachim Watzke gesteht Transfer-Fehler: Das haben wir "falsch bewertet"

BVB-Boss Hans-Joachim Watzke gesteht Transfer-Fehler: Das haben wir "falsch bewertet"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
BVB-Boss Hans-Joachim Watzke hat auf der Mitgliederversammlung Transfer-Fehler eingestanden.
BVB-Boss Hans-Joachim Watzke hat auf der Mitgliederversammlung Transfer-Fehler eingestanden. © (c) Copyright 2019, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Anzeige

Hans-Joachim Watzke hat den Verzicht auf die Verpflichtung eines zweiten Mittelstürmers als Fehler eingestanden. Der BVB-Boss äußerte sich auf der Mitgliederversammlung zu dem Transfer-Versäumnis.

Anzeige
Anzeige

Unter dem Applaus der Fans hat Hans-Joachim Watzke auf der Mitgliederversammlung von Borussia Dortmund am Sonntag eingestanden, dass der BVB in der vergangenen Transfer-Periode trotz der Ausgaben von insgesamt knapp 130 Millionen Euro einen Fehler begangen habe. "Wir hätten definitiv eine zweite Nummer 9 verpflichten müssen. Wohl wissend, dass es auch Argumente dagegen gibt", sagte der Geschäftsführer bei der Analyse der derzeit schwierigen sportlichen Situation. Man habe dies "falsch bewertet". Mehr als "dies einzuräumen", könne man aber "nicht machen". Damit dürfte auch klar sein: Der BVB legt im Winter nach.

Mehr vom SPORTBUZZER

Der Klubchef merkte zudem an, dass "noch nicht jeder Neuzugang" seine "volle Leistungsstärke" zeige. Zudem würden sich "viele Leistungsträger aktuell nicht in ihrer besten Form befinden". Auf dem Platz sei derzeit "keine stabile Einheit" zu sehen. Dennoch sprach Watzke dem im Umfeld zunehmend umstrittenen Trainer Lucien Favre das Vertrauen aus. Er betonte jedoch auch, dass sich der Fußball immer über Ergebnisse definiere. Jetzt komme es auf die Spiele in Barcelona und Berlin an.

Trotz Watzke-Bekenntnis: Druck auf Trainer Favre wächst

Eine Aussage, die verdeutlicht: Sollte es am Mittwoch in der Champions League und am darauffolgenden Wochenende in der Bundesliga nicht die erhofften Ergebnisse gibt, dürfte es für Favre eng werden. Sportdirektor Michael Zorc hatte der Funke Mediengruppe bereits am Samstag gesagt: "Wir gehen mit Lucien Favre in das Spiel in Barcelona und erwarten, dass wir da eine deutliche Leistungssteigerung sehen." Der Druck auf den Coach wächst also weiter.

Dortmund in der Krise: Die Zahlen der BVB-Misere

Daran ändert auch das Watzke-Eingeständnis zur nicht vollends gelungenen Transfer-Politik nichts. Den Verzicht auf die Verpflichtung eines weiteren Mittelstürmers neben dem verletzungsanfälligen Paco Alcacer hatte Zorc im vergangenen Monat erklärt und gesagt: "Natürlich kann man immer darüber diskutieren, es geht aber auch immer über Verfügbarkeiten und Möglichkeiten."

BVB-Transfers: Kein Schick, kein Mandzukic

Das sind die Vertragslaufzeiten der BVB-Stars

Reus, Sancho, Witsel & Co. - Das sind die Vertragslaufzeiten der BVB-Stars! Zur Galerie
Reus, Sancho, Witsel & Co. - Das sind die Vertragslaufzeiten der BVB-Stars! ©

Im Sommer hatte es beim BVB Überlegungen gegeben, einen klassischen Stoßstürmer zu verpflichten. Unter anderem Patrick Schick, seinerzeit noch bei der AS Rom, galt als Option, wechselte dann aber zu RB Leipzig. Auch Mario Mandzukic von Juventus Turin soll ein Kandidat gewesen sein, kam aber ebenfalls nicht nach Dortmund. Stattdessen musste zwischenzeitlich unter anderem Julian Brandt in der Sturmspitze aushelfen, obwohl er eigentlich auf der Außenbahn oder im offensiven Mittelfeld beheimatet ist.