29. März 2020 / 12:03 Uhr

Watzke schließt "Schnäppchen"-Transfers beim BVB aus - und würde in der Not auch Schalke helfen

Watzke schließt "Schnäppchen"-Transfers beim BVB aus - und würde in der Not auch Schalke helfen

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
BVB-Boss Hans-Joachim Watzke (l.) spricht über Jadon Sancho und etwaige Solidarität mit Schalke 04.
BVB-Boss Hans-Joachim Watzke (l.) spricht über Jadon Sancho und etwaige Solidarität mit Schalke 04. © imago images/Sven Simon/MIS
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Hans-Joachim Watzke schließt Notverkäufe beim BVB aus, spricht über die Zukunft von Jadon Sancho und erwartet auf dem Transfermarkt Profiteure mit "tiefen Taschen". Zudem macht er klar: In der Not steht Solidarität über Rivalität.

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Trotz der wirtschaftlich belastenden Spielpause in der Bundesliga hat Hans-Joachim Watzke ausgeschlossen, dass Borussia Dortmund den einen oder anderen Star unter Marktwert abgeben wird. "Klar sagen kann ich, dass selbst die ganz reichen Klubs trotz der existenziellen Krise jetzt nicht glauben müssen, dass sie bei uns auf Schnäppchentour gehen können. Wir müssen niemanden unter Wert verkaufen", sagte der BVB-Boss in der Bild am Sonntag. Dass der von zahlreichen Top-Klubs umworbene Jadon Sancho definitiv bei der Borussia bleiben werde, wollte Watzke aber nicht garantieren.

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"Wir haben schon vor Corona gesagt, dass es unsere liebste Vorstellung ist, dass Jadon weiter bei uns bleibt. Am Ende des Tages muss man aber immer auch respektieren, was der Spieler will", meinte der Dortmunder Geschäftsführer, der davon ausgeht, dass sich Transferaktivitäten aufgrund eines neuen "Kostenbewusstseines" zumindest kurzfristig verändern werden.

Transfers: BVB-Boss Watzke warnt vor Profiteuren mit "tiefen Taschen"

Dabei gab er jedoch auch zu bedenken, dass es möglicherweise Profiteure der Situation geben könnte, bei denen finanzeillen Aspekte auch weiterhin keine große Rolle spielen. "Ich weiß aber auch, dass es ein paar Klubbesitzer gibt, die ziemlich tiefe Taschen haben und die versuchen werden, die Lage einiger Vereine zu ihrem Vorteil auszunutzen", meinte der 60-Jährige.

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Watzke äußerte sich außerdem zu dem vom BVB, dem FC Bayern, RB Leipzig und Bayer Leverkusen eingerichteten und mit 20 Millionen Euro gefüllten Hilfsfond, der kleinere Vereine in der derzeit schwierigen finanziellen Lage entlasten soll. Der Borussen-Boss erklärte, dass die Maßnahme auf Initiative seines Münchner Kollegen Karl-Heinz Rummenigge zu Stande gekommen sei.

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"Ehre, wem Ehre gebührt: Die Grundidee dazu kam von Karl-Heinz Rummenigge. Es war sofort ein Schulterschluss dieser vier Klubs. Das ist alles an einem Nachmittag entschieden worden", berichtete Watzke und betonte, dass die Verteilung der Gelder einzig in den Händer der DFL liege. Auf die Frage, ob er einschreiten würde, wenn der Dortmunder Erzrivale Schalke 04 um Gelder aus dem Top bitten würde, antwortete Watzke mit solidarischen Worten.

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"Wenn Schalke 04 - und ich glaube nicht, dass das am Ende nötig sein wird - als unser direkter Nachbar auf uns zukommen würde und um Hilfe bittet, dann werden wir immer Mittel und Wege finden, dies zu tun", meinte er: "Umgekehrt das sicher genauso. Bei aller Rivalität: Wir sprechen hier über zwei echte Traditionsvereine, die die Liga bereichern."