08. Februar 2022 / 21:16 Uhr

BVB-Transfer von Süle zum Nulltarif: Auch diese Bundesliga-Stars sind am Saisonende ablösefrei zu haben

BVB-Transfer von Süle zum Nulltarif: Auch diese Bundesliga-Stars sind am Saisonende ablösefrei zu haben

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Niklas Süle (l.) verlässt den FC Bayern ablösefrei. Auch die Verträge von Matthias Ginter (Mitte) und Corentin Tolisso laufen im Sommer aus.
Niklas Süle (l.) verlässt den FC Bayern ablösefrei. Auch die Verträge von Matthias Ginter (Mitte) und Corentin Tolisso laufen im Sommer aus. © IMAGO/imagebroker/Langer/Sportfoto Rudel/Andreas Gora (Montage)
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Der FC Bayern verliert mit Niklas Süle zum Saisonende einen Stammspieler nach Vertragsende ablösefrei. Der BVB bekommt dagegen inmitten der Corona-Pandemie eine absolute Verstärkung zum Nulltarif dazu. Wo können die Klubs noch kostengünstig zuschlagen? Der SPORTBUZZER blickt auf Bundesliga-Stars, deren Verträge zum Saisonende auslaufen.

Borussia Dortmund hat mit der Verpflichtung von Bayern-Star Niklas Süle zur kommenden Saison einen Überraschungs-Coup gelandet. Könnten noch weitere ablösefreie Wechsel anstehen? Möglich ist es. Denn gleich bei mehreren Top-Profis laufen die Verträge aus. Neben einem weiteren Bayern-Spieler sind nach aktuellem Stand auch zwei BVB-Akteure im Sommer günstig zu haben. Der SPORTBUZZER stellt neun Bundesliga-Stars vor, die die Konkurrenz auf dem Radar haben sollte.

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Dan-Axel Zagadou (Borussia Dortmund)

Beim BVB hat Zagadou eine schwere Zeit hinter sich. In der aktuellen Spielzeit fiel der Franzose zunächst nach einer Knie-Operation aus, kämpfte sich anschließend aber auch über Einsätze in der Reserve zurück und absolvierte sieben Bundesliga-Partien. Zuletzt stand er gegen Bayer Leverkusen (2:5) über 90 Minuten auf dem Platz. Trainer Marco Rose hatte sich noch im Dezember positiv über seinen Schützling geäußert: "Ich würde es sehr begrüßen, wenn er sich entscheiden würde, weiter beim BVB zu bleiben", so der BVB-Coach. Nun werden die Karten durch den Süle-Transfer jedoch neu gemischt. Die Konkurrenz wird nicht weniger: Auch Mats Hummels und Manuel Akanji melden Ansprüche auf einen Stammplatz in der Abwehrzentrale an. Die Bundesliga-Klubs dürften ihre Fühler nach einem kostengünstigen, jungen Spieler (22 Jahre) mit Deutschland-Erfahrung ausstrecken, sollte er bei den Westfalen aussortiert werden.

Axel Witsel (Borussia Dortmund)

Was passiert mit Axel Witsel? Unangefochtener Stammspieler bei Borussia Dortmund ist der 33 Jahre alte Routinier nicht mehr. Vermehrt kamen Spekulationen über einen Wechsel zum Saisonende auf – dann endet der Vertrag des Belgiers bei den Westfalen. Innerhalb der Bundesliga wird wohl kaum ein Team das üppige Gehalt des Mittelfeldspielers stemmen können und wollen. Die Sport Bild berichtete aber, dass der BVB zu Gesprächen bereit wäre. Abnehmer gibt es dann wohl eher auf dem internationalen Markt. So wird Witsel schon seit Wochen mit einem Transfer zum italienischen Spitzenklub Juventus Turin in Verbindung gebracht.

Andrej Kramaric (TSG Hoffenheim)

Andrej Kramaric ist seit der vergangenen Saison der Kroate mit den meisten Bundesliga-Toren (85). Der vorherige Rekordhalter Ivica Olic (72 Tore) spielte unter anderem für den FC Bayern. Und die Münchener dürften auch auf eine Verpflichtung von Kramaric, der die TSG nach Ablauf seines Vertrags im Sommer ablösefrei verlassen könnte, schielen. Denn der 30-Jährige stellt seinen Wert (mit 18 Millionen Euro Marktwert laut transfermarkt.de der zweitwertvollste Spieler im Hoffenheim-Kader) auch in der laufenden Spielzeit unter Beweis. Bislang verpasste der am Dienstag positiv auf das Coronavirus getestete Angreifer erst ein Bundesliga-Spiel und war an 13 Pflichtspieltoren der Kraichgauer direkt beteiligt. Die Münchener sollen in der Vergangenheit mehrfach am Kroaten gebaggert haben. Schlecht für den FCB und mögliche Mitbuhler: Laut eines Berichts der Bild hat sich der Torjäger zuletzt dazu entschieden, seinen Kontrakt bei der TSG langfristig zu verlängern.

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Florian Grillitsch (TSG Hoffenheim)

Mit Abgängen zum Nulltarif innerhalb der Bundesliga kennt sich Florian Grillitsch aus. Bereits für seinen Wechsel von Werder Bremen nach Hoffenheim zur Saison 2017/18 wurde keine Ablöse fällig. Inzwischen gehört der 26-Jährige zu den absoluten Leistungsträgern im Team von Trainer Sebastian Hoeneß. Bereits im vergangenen Sommer wollte er die TSG jedoch verlassen, ein Wechsel zur AC Mailand platzte in letzter Sekunde.  "Es ist jetzt so, ich kann es nicht ändern. Jetzt bleibe ich noch ein Jahr bei Hoffenheim, werde meinen Vertrag erfüllen und denke, dass ich im Sommer den nächsten Schritt machen werde", kündigte der 33-malige österreichische Nationalspieler an. Wohin es geht, blieb offen. Ein erneuter Transfer innerhalb der Bundesliga ist jedoch unwahrscheinlich: Die Serie A war zumindest im Vorjahr das bevorzugte Ziel des Mittelfeldspielers.

Niklas Stark (Hertha BSC)

Seit 2015 spielt Niklas Stark für die Hertha. Geht der gemeinsame Weg im Sommer zu Ende? Der Vertrag des Innenverteidigers bei der "Alten Dame" läuft aus. Medienberichten zufolge stocken die Gespräche zwischen dem 26-Jährigen und dem Hauptstadt-Klub. Laut Sport Bildhatte sich der BVB mit einer Verpflichtung des Defensivmanns beschäftigt. Nach dem Süle-Transfer würde er sich bei den Westfalen jedoch in eine nicht unerhebliche Konkurrenzsituation begeben. Der Daily Mirror berichtet zudem von einem angeblichen Interesse aus England. Demnach soll Champions-League-Kandidat West Ham United an Stark interessiert sein. Auch einige Bundesligisten dürften gerade mit Blick auf das eigene Portemonnaie an eine ablösefreie Verpflichtung des zweimaligen deutschen Nationalspielers denken. Der Sprung zu einem Champions-League-Kandidaten wäre für Stark ein Fortschritt.

John Anthony Brooks (VfL Wolfsburg)

Für 17 Millionen Euro sicherte sich Wolfsburg 2017 die Dienste von Brooks (kam von Hertha BSC), im Sommer könnte der Innenverteidiger aufgrund der Vertragssituation ablösefrei gehen. Bei entsprechenden Verhandlungen gibt es laut Wolfsburg-Manager Schmadtke "keinen neuen Stand." Brooks unterschrieb sein aktuelles Arbeitspapier, als beim VfL noch andere Gehälter gezahlt wurden, er soll bei rund vier Millionen Euro Jahressalär liegen. Und bleiben kann er nur für weniger. Eine ähnliche Ausgangslage hatte 2020 schon zur Trennung von Abwehr-Eigengewächs Robin Knoche geführt. Und je länger eine Einigung mit Brooks aussteht, desto realistischer wird die Möglichkeit, dass er zum Saisonende geht. Sein potenzieller Nachfolger Micky van de Ven wird nun jedoch offenbar langfristig ausfallen.

Marcel Halstenberg (RB Leipzig)

Bei der EM gehörte er noch zum DFB-Aufgebot von Ex-Bundestrainer Joachim Löw. In der laufenden Saison kam Halstenberg bei RB Leipzig dagegen noch nicht zum Einsatz. Eine hartnäckige Kapselverletzung zwingt den 30-Jährigen seit Sommer zur Pause. Der nach der Saison auslaufende Kontrakt des eigentlichen Stammspielers bei den Sachsen wurde noch nicht verlängert. Schlägt ein Bundesliga-Klub kostengünstig zu? Der BVB zeigte bereits im Anschluss an die EM Interesse. "Es gab Kontakt, aber das Ganze war vor allem wegen meiner Verletzung nicht umsetzbar. Ich wollte nicht unbedingt weg von RB", sagte Halstenberg dazu im SPORTBUZZER-Interview im Oktober. Seither wurde es ruhig um den am Comeback arbeitenden Linksverteidiger.

Corentin Tolisso (FC Bayern München)

Niklas Süle geht zum Saisonende ablösefrei. Folgt mit Tolisso der nächste Verlust eines Leistungsträgers zum Nulltarif? Ex-Klub Olympique Lyon buhlt jedenfalls um seinen ehemaligen Schützling, dessen Vertrag ausläuft. "Der Trend, Verträge auslaufen zu lassen, könnte eine Option für uns sein, ehemalige Spieler wieder zurückzuholen. Wenn es eine Möglichkeit gibt, müssen wir diese auch wahrnehmen", wird Vincent Ponsot, Technischer Direktor von Lyon, zitiert. Auch Real Madrid soll Interesse an Tolisso, der 2017 für die damalige Rekordsumme von 41,5 Millionen Euro aus der Ligue 1 nach München kam, bekundet haben. Bei den Königlichen würde der 27-Jährige auf Trainer Carlo Ancelotti (zwischen 2016 und 2017 Bayern-Coach) treffen, mit dem er bereits beim FCB zusammenarbeitete.

Allerdings scheint auch eine Verlängerung Tolissos beim FC Bayern nicht ausgeschlossen. "Nach den ganzen Verletzungen, die er hatte, ist es erstaunlich, auf welchem Leistungsniveau er jetzt im Moment Fußball spielt", hatte Vorstandschef Oliver Kahn den Franzosen kürzlich gelobt und ergänzt: "Es kann uns ja nichts Besseres passieren, als wenn die Spieler Top-Leistungen bringen und sich dann immer wieder ins Spiel bringen." Offen bleibt, ob Tolisso nach Süle (BVB), David Alaba (Real), Jérôme Boateng (Lyon) und Javi Martinez (SC Qatar) der fünfte Leistungsträger wird, der die Bayern binnen kürzester Zeit ablösefrei verlässt.

Matthias Ginter (Borussia Mönchengladbach)

Dass die Wege von Innenverteidiger Ginter und Gladbach sich trennen, ist bereits länger klar. Der 28-Jährige kündigte schon im Dezember an, seinen auslaufenden Vertrag im Sommer nicht verlängern zu wollen. Doch wohin geht es für den deutschen Nationalspieler? Laut italienischen Medienberichten gibt es bereits Kontakt zum amtierenden Serie-A-Champion Inter Mailand. Eine Entscheidung steht aber noch aus. Auch der FC Bayern wurde regelmäßig als möglicher Abnehmer ins Spiel gebracht. Nach dem FCB-Abgang von Abwehrmann Süle ist diese Option nicht unwahrscheinlicher geworden.

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