08. Februar 2019 / 10:44 Uhr

Watzke macht BVB-Profis klare Transfer-Ansage: "Der Nächste, der es versucht, ist dran"

Watzke macht BVB-Profis klare Transfer-Ansage: "Der Nächste, der es versucht, ist dran"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
BVB-Boss Hans-Joachim Watzke will sich von wechselwilligen Profis nicht mehr unter Druck setzen lassen
BVB-Boss Hans-Joachim Watzke will sich von wechselwilligen Profis nicht mehr unter Druck setzen lassen © imago/Thomas Bielefeld
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BVB-Boss Hans-Joachim Watzke erklärt die Lehren aus den Transfers von Dembele und Aubameyang. Zudem spricht er über die Entwicklung der Ablösesummen und übt harte Kritik am englischen Fußball.

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Nach den turbulenten Abgängen von Ousmane Dembele zum FC Barcelona und Pierre-Emerick Aubameyang zum FC Arsenal will sich BVB-Boss Hans-Joachim Watzke von wechselwilligen Profis nicht mehr auf der Nase herumtanzen lassen. Im Rahmen einer Veranstaltung der Industrie- und Handelskammer in Dortmund machte der 59-Jährige den Spielern am Donnerstagabend eine klare Ansage. "Der nächste Spieler, der Zicken macht oder streiken will, den lassen wir schmoren. Das ist zwar populistisch, weil wir natürlich auch eine wirtschaftliche Verantwortung haben", wird Watzke in den Ruhr Nachrichten zitiert.

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Der Geschäftsführer von Borussia Dortmund weiter: "Wir konnten Dembele nicht halten und auf über 140 Millionen Euro verzichten. Und bei Aubameyang war es auch nicht möglich. Aber durch diese Fälle ist eine Situation entstanden, die Ordnungspolitik verlangt. Und deswegen sage ich: Der nächste, der es versucht, ist dran. Und das wissen die Spieler auch. Wir werden dann ein Zeichen setzen.“ Hintergrund: Dembele war im Sommer 2017 in den Streik getreten, um seinen Wechsel zu erzwingen. Aubameyang nervte die BVB-Bosse vor seinem Transfer im Winter 2018 mit einer Reihe von Undiszipliniertheiten.

BVB-Boss Watzke über Ablösen: "Dem Wahnsinn sind keine Grenzen gesetzt"

Der Verkauf der beiden Stürmer brachte den Dortmundern Ablösen in Höhe von insgesamt 200 Millionen Euro ein. Ein gutes und in dieser Größenordnung vor wenigen Jahren noch unvorstellbares Geschäft. Nach Ansicht von Watzke werden die Transfersummen in der Zukunft aber noch weiter steigen: "Fakt ist, dass dem Wahnsinn keine Grenzen gesetzt sind. Deswegen wage ich die Prognose, dass auch mit den Ablösesummen noch nicht aller Tage Abend ist."

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Die Erklärung des BVB-Chefs: "Das liegt aber nicht an Borussia Dortmund. Wenn wir gegen Manchester City spielen, spielen wir eigentlich nicht mehr gegen einen anderen Verein oder ein anderes Unternehmen, wir spielen gegen einen Staat. Gegen Paris ist es dasselbe. Dann spielen wir gegen Katar. Und das führt dann beispielsweise dazu, dass der Personaletat von Manchester City viermal so hoch ist wie der von Borussia Dortmund. Für uns muss entscheidend sein, dass wir sportlich stark, aber eben auch wirtschaftlich gesund sind."

BVB-Boss Watzke findet Modell des englischen Fußballs "zynisch"

Überhaupt kann Watzke dem Modell des englischen Fußballs, in dem zahlreiche milliardenschwere Investoren den Ton angeben, wenig abgewinnen. "Es ist zynisch - und ich möchte es in Deutschland nicht haben. Die Eintrittskarten werden verteuert, man treibt die Normalverdiener aus dem Stadion, die sich den Fußball dann nur noch im Fernsehen angucken können und sich ein Pay-TV-Abo kaufen müssen", sagte der Boss des Bundesliga-Tabellenführers: "Das führt dann dazu, dass in England fast 15 Millionen Menschen Bezahlfernsehen haben - und die Klubs höhere TV-Einnahmen. Dieses Modell ist zynisch - und schafft die Gesellschaft aus dem Stadion. Aber es funktioniert natürlich, wenn man es rein ökonomisch betrachtet."

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