26. September 2020 / 18:47 Uhr

Akanji kritisiert BVB-Leistung nach Blamage gegen Augsburg: "Offensiv und defensiv zu wenig"

Akanji kritisiert BVB-Leistung nach Blamage gegen Augsburg: "Offensiv und defensiv zu wenig"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Manuel Akanji kritisierte seine Mannschaft für die Leistung gegen den FC Augsburg.
Manuel Akanji kritisierte seine Mannschaft für die Leistung gegen den FC Augsburg. © imago images/MIS/Montage
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Früher Rückschlag in der noch jungen Bundesliga-Saison für Borussia Dortmund. Der BVB kassierte beim FC Augsburg am Samstag eine 0:2-Pleite. Dortmunds Innenverteidiger Manuel Akanji übte im Nachgang Kritik. Sein Abwehr-Kollege Mats Hummels sah trotz der Niederlage dagegen eine ordentliche Leistung der Westfalen.

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Schon am zweiten Spieltag der neuen Bundesliga-Saison kassierte Vizemeister Borussia Dortmund einen ersten herben Dämpfer. Beim 0:2 gegen den FC Augsburg enttäuschten die Westfalen über weite Strecken, könnten schon früh in der Spielzeit Boden auf Meisterschaftsfavorit FC Bayern verlieren - vorausgesetzt die Münchner gewinnen am Sonntag bei der TSG Hoffenheim (15.30 Uhr/Sky). Innenverteidiger Manuel Akanji kritisierte seine Mannschaft. "Offensiv und defensiv war das zu wenig heute", sagte der 25-Jährige nach dem Spiel am Sky-Mikrofon.

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Die Dortmunder starteten mit ihrer ballgewandten Offensive dominant. Mit vereinten Abwehr-Kräften hielten die Augsburger die ganz große Gefahr im von Rafal Gikiewicz sicher behüteten Tor jedoch weitestgehend weg. Dazu fehlte es bei der klar überlegenen Borussia zu oft an der Präzision beim letzten Pass. Für Rekordnationalspieler Lothar Matthäus setzt sich beim BVB damit eine Entwicklung fort: "Sie haben auch gegen Gladbach nicht überragend gespielt. Das 3:0 (am ersten Spieltag; d. Red.) war etwas Augenwischerei aus meiner Sicht. Es war ein vollkommen verdienter Sieg und ein Weckruf für die Dortmunder", befand der Sky-Experte.

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Hamann kritisiert Einstellung der BVB-Spieler

Dass der BVB regelmäßig gegen vermeintlich schwächere Gegner stolpert, könnte den Westfalen bei der Jagd auf den FC Bayern Steine in den Weg legen. Für Dietmar Hamann haben die Punktverluste gegen Underdogs einen einfachen Grund. "Die Dortmunder scheinen nicht in der Lage zu sein, dass sie diese Spiele auf Biegen und Brechen gewinnen wollen", sprach der 47-Jährige der Borussia den nötigen Siegeswillen ab.

Trotz der Kritik von den Experten sahen einige Dortmunder, inklusive des Trainers Lucien Favre, "kein schlechtes Spiel", wie der Coach meinte. "Ich denke, wenn die anderen warten, müssen wir noch mehr Geduld haben. Wir müssen die Mannschaft noch mehr müde machen", forderte Favre. Auch Abwehrchef Mats Hummels war mit der BVB-Leistung gegen Augsburg nicht komplett unzufrieden: "Wir haben in vielen Bereichen ein sehr gutes Spiel gemacht", meinte der Ex-Nationalspieler. "Wir hatten nicht weniger gute Chancen, als Augsburg." Stimmt: Denn die Dortmunder bestimmten tatsächlich über 90 Minuten das Spiel. In der Offensive um den blassen Erling Haaland fehlten allerdings Ideen und die Durchschlagskraft.

Die Tore schossen andere, nämlich die Augsburger. Der Ex-Schalker Daniel Caligiuri war an beiden Treffern beteiligt. Erst bereitete er das 1:0 durch Felix Uduokhai in der 40. Minute per Freistoß vor, dann erzielte er das 2:0 nach einem Traumpass von Florian Niederlechner selbst: "Es ist immer schön, gegen den BVB zu treffen, vor allem als Ex-Schalker", jubelte der im Sommer ablösefrei verpflichtete Neu-Augsburger. Sein Team habe "Wille, Mentalität und Kompaktheit" gezeigt - ganz anders als der BVB ...