20. August 2022 / 18:18 Uhr

BVB-Trainer Edin Terzic kocht nach spektakulärer Pleite gegen Werder: "Brutal dämlich"

BVB-Trainer Edin Terzic kocht nach spektakulärer Pleite gegen Werder: "Brutal dämlich"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
BVB-Trainer Edin Terzic zeigte sich nach der Niederlage gegen Werder höchst unzufrieden.
BVB-Trainer Edin Terzic zeigte sich nach der Niederlage gegen Werder höchst unzufrieden. © IMAGO/Team 2
Anzeige

Borussia Dortmund hatte die drei Punkte gegen Werder Bremen eigentlich schon auf dem Konto verbucht - dann wurde es bitter, dreifach bitter. In Trainer Edin Terzic brodelt es angesichts des Rückschlags. Er zieht ein knallhartes Fazit.

Edin Terzic war um Fassung bemüht. Innerlich brodelnd analysierte der Trainer von Borussia Dortmund die spektakuläre 2:3-Heimpleite seiner Mannschaft gegen Aufsteiger Werder Bremen. Bis zur 89. Minute hatte der BVB mit 2:0 geführt, dann traf Werder noch dreimal. Eine derartige Aufholjagd im Schlussspurt hatte es in der Bundesliga-Geschichte zuvor noch nie gegeben. Und Terzic hätte wohl vieles dafür gegeben, am Samstag nicht Teil dieses historischen Ereignisse gewesen zu sein. Mit bösem Blick krallte sich der 39-Jährige am Sky-Mikrofon fest und schloss seine Ausführungen mit knallharten Worten: "Wie wir uns dann die Tore fangen, ist brutal dämlich und brutal ärgerlich."

Anzeige

In der Tat. So richtig hatten die Dortmunder gegen Werder nie ins Spiel gefunden und trotzdem den Weg in Richtung Dreier eingeschlagen. Julian Brandt traf zum 1:0 (45.+2), Raphael Guerrero zum 2:0 (77.). Wäre es so geblieben, hätte man im Nachklapp wohl davon gesprochen, dass sich die Borussia zu einem absoluten Top-Team entwickeln und dem FC Bayern endlich mal wieder die Stirn bieten könnte. Nach dem Motto: Schlecht gespielt, trotzdem gewonnen, solche Siege sind besonders wichtig. Doch Werder-Trainer Ole Werner hatte andere Pläne und bewies ein Händchen, das goldener kaum hätte sein können.

Die eingewechselten Lee Buchanan (89.), Niklas Schmidt (90.+3) und Oliver Burke (90.+5) drehten das Spiel und veränderten die Bewertung des Geschehenen grundlegend. So wird Dortmund jedenfalls nicht zum ernsthaften Herausforderer des Branchenprimus aus München. "Es war eine verdiente Niederlage. Wir haben kein gutes Spiel gemacht. Es war eine sehr schwache Leitung von uns", bilanzierte Terzic ehrlich und fügte der Mängelliste seiner Mannschaft Weiteres hinzu: "Wir haben es nicht geschafft, das Spiel zu kontrollieren und immer wieder viele Chancen zugelassen."

Während Werder am Ende also den verdienten Lohn für eine couragierte Leistung einfuhr, nun erst einmal schütteln und berappeln müssen. "Wenn man bis zur 88. Minute 2:0 führt, dann muss man das Spiel einfach gewinnen. Jetzt stehen wir mit leeren Händen da", meinte Terzic, während das bemitleidenswerte Mikro tief in seiner zur Faust geballten Hand versank.

Anzeige: Erlebe die gesamte Bundesliga mit WOW und DAZN zum Vorteilspreis