17. Juli 2019 / 09:07 Uhr

Beim BVB aussortiert: Jetzt spricht André Schürrle - "Habe ich mir so nicht vorgestellt"

Beim BVB aussortiert: Jetzt spricht André Schürrle - "Habe ich mir so nicht vorgestellt"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
André Schürrle steht noch bis 2021 beim BVB unter Vertrag.
André Schürrle steht noch bis 2021 beim BVB unter Vertrag. © imago images / Sportimage
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André Schürrle steht vor einer ungewissen Zukunft. Beim Training von Borussia Dortmund ist der Weltmeister derzeit nicht erwünscht. Bei "Sky" verriet der 28-Jährige, wie er sich stattdessen fit hält und wie es nach dem Karriere-Knick in der kommenden Saison weitergehen soll.

André Schürrle macht derzeit die wohl schwierigste Phase seiner Karriere durch. Nach einem verkorksten Jahr beim Premier-League.Absteiger FC Fulham plante der Weltmeister eigentlich einen Neustart bei Borussia Dortmund. Doch beim BVB hat der 28-Jährige keine Zukunft. Schürrle muss sich einen neuen Verein suchen - und hält sich aktuell in Berlin fit. Denn beim Mannschaftstraining von Dortmund ist er nicht erwünscht.

"Ich saß eigentlich schon auf gepackten Koffern auf dem Weg nach Dortmund", erklärte Schürrle nun bei Sky. "Dann kam der Anruf mit dem Hinweis, dass Dortmund das nicht wollte, weil ohnehin schon sehr viele Spieler da sind." Die Situation sei "natürlich nicht so, wie ich es mir vorgestellt habe", sagte der Offensivspieler, der im vergangenen Jahr zwar sechs Tore für Fulham schoss, insgesamt jedoch eine enttäuschende Saison hinlegte.

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Frankfurt-Gerüchte um André Schürrle - Berater dementiert

Er sei nun in der Lage, "mit Vereinen konkrete Gespräche zu führen", sagte der Weltmeister von 2014, der im Endspiel von Rio de Janeiro den Siegtreffer für Mario Götze auflegte. Gerüchte gab es zuletzt über Engagements in Italien und der Türkei. Auch bei Bundesligist Eintracht Frankfurt war Schürrle im Gespräch, Berater Ingo Haspel wies die Meldungen von Zeitungen aus Dortmund und Frankfurt jedoch zurück und sagte dem Kicker: "Es gibt keine Gespräche mit Eintracht Frankfurt. André hat heute in Berlin trainiert, er war jedenfalls nicht in Frankfurt."

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Dass Dortmund ihn aussortiert hat, habe "sicher nichts mit Mangel an Respekt zu tun", erklärte Schürrle. "So läuft halt das Geschäft. Da muss man auch versuchen, alle Seiten zu verstehen. Lucien Favre will mit dem Kader trainieren, den er für die Saison einplant. Und der BVB will halt nicht, dass Chaos entsteht." Der einstige Rekordtransfer der Dortmunder (30 Mio. im Juli 2016) steht noch bis 2021 beim BVB unter Vertrag.

Privat-Training in Berlin: So hält Schürrle sich jetzt fit

Statt sich mit dem BVB und seinen neuen Offensivstars Julian Brandt und Thorgan Hazard auf die neue Saison vorbereiten, muss Schürrle improvisieren. Aktuell trainiert er in Berlin mit Fitnesscoach Erik Jäger, hat überdies nach einer schweren Virusinfektion im Vorjahr seine Ernährung umgestellt. Schürrle: "Wir trainieren auf einem sehr hohen Level und haben uns auch noch ein paar Fußballer dazugeholt, um spielnahe Situationen darzustellen und nicht zu weit weg vom Mannschaftstraining zu sein." Auch der aktuell vereinslose Dennis Aogo war dabei.

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Auch ein weiteres Engagement in England ist für Schürrle denkbar. "Ich hab in England ein gutes Standing, die Leute mögen mich dort", sagte der 28-Jährige. Mit interessierten Vereinen habe es "immer mal wieder Gespräche" gegeben, konkrete Verhandlungen waren jedoch noch nicht dabei. Schürrle: "Das wichtigste in dieser Situation ist Geduld - das habe ich gelernt. Auf dem Transfermarkt ist bislang noch nicht so viel los - alles, was kommt, werde ich sorgsam abwägen."