06. Oktober 2022 / 12:23 Uhr

BVB klagt über rassistischen Vorfall in der Youth League: "Das Ergebnis rückt heute in den Hintergrund"

BVB klagt über rassistischen Vorfall in der Youth League: "Das Ergebnis rückt heute in den Hintergrund"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Abdoulaye Kamara kam im Sommer 2021 von PSG zu Borussia Dortmund.
Abdoulaye Kamara kam im Sommer 2021 von PSG zu Borussia Dortmund. © IMAGO/Patrick Ahlborn
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Das Spiel der Nachwuchs-Mannschaft von Borussia Dortmund in der Youth League gegen den FC Sevilla wurde offenbar von rassistischen Beleidigungen überschattet. Der BVB zog sogar einen Abbruch der Partie in Erwägung. 

Ein Nachwuchsfußballer von Borussia Dortmund soll während der Youth-League-Partie beim FC Sevilla rassistisch beleidigt worden sein. Einem Bericht der Ruhr Nachrichten zufolge wurde der U19-Spieler Abdoulaye Kamara während des Spiels am Mittwoch mehrmals beleidigt, Gegenspieler sollen gegenüber dem 17-Jährigen Affenlaute und verächtliche Gesten gemacht haben.

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Die Partie, die 1:1 endete, wurde in der ersten Halbzeit wegen Streitigkeiten der Spieler kurzzeitig unterbrochen. Der Schiedsrichter soll aber die Beleidigungen auf dem Platz nicht gehört haben, wie die Zeitung unter Berufung auf den BVB berichtete. Eine offizielle Stellungnahme des Vereins lag zunächst nicht vor.

"Das Ergebnis rückt heute in den Hintergrund, weil wir wieder hier stehen und über rassistische Äußerungen vom Gegner sprechen müssen. Heute haben wir erneut mehrere Situationen mit Beleidigungen der Hautfarbe und Geräuschen erlebt. Da fehlen mir die Worte", sagte BVB-Coach Mike Tullberg der Zeitung. Der BVB habe überlegt, in der zweiten Hälfte nicht mehr anzutreten, aber "in der Halbzeit haben wir gemeinsam mit den Jungs entschieden, weiterzuspielen."

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