15. Januar 2022 / 15:41 Uhr

So reagieren die BVB-Bosse Michael Zorc und Sebastian Kehl auf die Kritik von Top-Stürmer Erling Haaland

So reagieren die BVB-Bosse Michael Zorc und Sebastian Kehl auf die Kritik von Top-Stürmer Erling Haaland

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
BVB-Manger Michael Zorc (links) und Lizenspielerchef Sebastian Kehl (rechts) reagieren auf die umstrittenen Aussagen von Erling Haaland.
BVB-Manger Michael Zorc (links) und Lizenspielerchef Sebastian Kehl (rechts) reagieren auf die umstrittenen Aussagen von Erling Haaland. © Getty Images (Montage)
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Erling Haaland verdirbt mit einem brisanten Interview die gute Stimmung bei Borussia Dortmund. Nach dem furiosen 5:1-Sieg gegen den SC Freiburg sorgen die Aussagen des norwegischen Angreifers für viel Wirbel. BVB-Manager Michael Zorc und Lizenzspielerchef Sebastian Kehl beziehen Stellung.

Die kritischen Interview-Aussagen von Erling Haaland haben bei der Klub-Führung von Borussia Dortmund für gewisse Verwunderung gesorgt. "Ich weiß nicht, warum Erling das so gesagt hat", sagte Lizenzspielerchef Sebastian Kehl gegenüber Bild.

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"Vielleicht war ein bisschen Frust dabei, weil er sich im Spiel sehr über die späte Gelbe Karte geärgert hat und dann anschließend ziemlich emotional war", so Kehl weiter. Haaland hatte nach dem 5:1-Sieg gegen den SC Freiburg das Verhalten des Vereins im Poker um die Zukunft des Superstars mit deutlichen Worten bemängelt: "Die letzten sechs Monate habe ich beschlossen, aus Respekt vor Dortmund nichts zu sagen. Nun hat der Klub begonnen, mich zu drängen, eine Entscheidung zu treffen. Aber alles was ich will, ist Fußball spielen", klagte er.

Kehl suchte nach Gründen für den Frust des norwegischen Torjägers: "Vielleicht hat es ihn gestört, dass zuletzt so viel darüber geredet und geschrieben wurde - vieles davon entbehrte ja jeder Grundlage. Wir hatten und haben ein sehr gutes Verhältnis zu Erling, seinem Vater Alf-Inge und Mino Raiola."


Der 21 Jahre alte Ausnahmestürmer verschaffte seinen Unmut über die Forderung der Klub-Spitze Luft, bis März seine Zukunft zu klären. "Sie wollen eine Antwort. Es ist also an der Zeit, die Dinge in Angriff zu nehmen", kommentierte Haaland mit fast drohendem Unterton. Aufgrund einer Ausstiegsklausel kann er den Bundesliga-Zweiten trotz eines bis 2024 datierten Vertrags dem Vernehmen nach in diesem Sommer für 75 Millionen Euro verlassen.

Sportdirektor Michael Zorc wollte von dem angesprochenen Druck seitens des Klubs auf den Stürmer-Star derweil nichts wissen: "Es gibt keinen Druck, keine Gespräche, keine Fristen oder Deadlines", wird der 59-Jährige von der Bild zitiert. Klar sei aber auch, "dass wir nicht erst im Sommer wissen wollen, wie seine Entscheidung ausfällt, das wird er auch verstehen, das ist im Fußball völlig normal."

Kaum vorstellbar allerdings, dass die angeblich noch für Januar vorgesehenen ersten Gespräche zwischen Haaland, seinem Berater Raiola und dem BVB nun noch in entspannter Atmosphäre stattfinden. Auf die Frage, wann der ideale Zeitpunkt für eine Entscheidung gekommen sei, antwortete Haaland: "Jetzt nicht, weil wir mitten in einer schwierigen Phase mit vielen Spielen sind. Ich will mich auf Fußball konzentrieren. Denn dann bin ich am besten. Nicht, wenn mir andere Dinge durch den Kopf gehen."