03. Oktober 2018 / 18:28 Uhr

C-Junioren-Landespokal: JFV Bremen und Blumenthal qualifizieren sich für direktes Duell

C-Junioren-Landespokal: JFV Bremen und Blumenthal qualifizieren sich für direktes Duell

Karsten Hollmann
Weser-Kurier
1. Kreisklasse Nord
Symbolfoto. © dpa
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Während der JFV Bremen mit 2:0 beim Habenhauser FV gewinnt, schlägt der Blumenthaler SV den FC Oberneuland mit 4:1 / 1. FC Burg unterliegt Eiche Horn mit 1:9

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Der Blumenthaler SV sowie der JFV Bremen haben die dritte Runde im Bremer Landespokal der Fußball-C-Junioren erreicht und treffen nun direkt aufeinander. Während sich die Blumenthaler beim FC Oberneuland mit 4:1 durchsetzten, behauptete sich der einzige Nordbremer Vertreter aus der Verbandsliga, JFV Bremen, mit 2:0 beim Habenhauser FV. Für den 1. FC Burg war die zweite Runde hingegen gleichbedeutend mit der Endstation – der Vertreter aus der 2. Bezirksklasse unterlag Horn mit 1:9.

Habenhauser FV – JFV Bremen 0:2 (0:2): „Wir waren der klare Favorit im Spiel der zweiten Pokalrunde. Deshalb wurde auch nicht groß gewechselt“, teilte JFV-Trainer Thorsten Minke mit. Den verhinderten Torwart Johannes Engel vertrat Dayar Alshwish, der somit zu seinem ersten Pflichtspieleinsatz kam und ohne große Mühe sein Tor sauber hielt. Zudem rückte Daniel Hergert in die Startelf und krönte seine gute Leistung mit dem Führungstor nach einem Pass in die Schnittstelle der Viererkette von Elias Schmitz (17.). „Bis zu diesem Zeitpunkt hielten wir das Tempo hoch und ließen den Gegner ordentlich laufen. Allerdings fehlte meistens der letzte Pass“, sagte Minke. Rene Korfesmeyer staubte nach einer Unachtsamkeit im gegnerischen Strafraum ab und markierte so das vorentscheidende zweite Tor aus dem Gewühl heraus (27.).

„Im Gefühl des sicheren Vorsprungs spielten wir die zweite Halbzeit herunter und vergaben dabei reihenweise Chancen“, bedauerte Thorsten Minke. Alan Abdo, Justin Lübber, Saqeef Irfan, Dayan Pukal und Dominik Minke hätten das Ergebnis in die Höhe treiben können, waren aber zu unkonzentriert und scheiterten zumeist am eigenen Unvermögen. Am Ende war der Erfolg aber dennoch nie in Gefahr, zumal der Gastgeber nach einer Tätlichkeit die letzten zehn Minuten in Unterzahl spielen musste. „Wir haben uns etwas bewegt, den Gegner komplett dominiert und teilweise vergessen, unsere Tore zu erzielen. Somit bleibt einzig der Arbeitssieg und die Vorfreude auf die dritte Pokalrunde im November mit dem Ortsderby gegen den Blumenthaler SV", meinte Minke.

FC Oberneuland – Blumenthaler SV 1:4 (1:1): Mit dem Sieg beim Verbandsligisten stellten die Gäste unter Beweis, dass sie wohl auch in der Verbandsliga Bremen gut mithalten könnten. Vor allem in der Defensive präsentierte sich der Bezirksligist sehr stark. Dazu trugen auch die Innenverteidiger Blend Masawar und Feres Dhifalla bei. Dhifalla löste bereits früh Ole Schneider im Abwehrzentrum ab, der nach einem Tritt an den Kopf seines Gegenspielers den Platz verlassen musste. Lucas Schiller nutzte nach 17 Minuten eine Vorlage von Ilko Ilkov zum 1:0 für die Blau-Roten. Ilkov selbst schob auf Pass von Schiller nach einer Stunde das 2:1 nach.

Der FCO hatte mit einem umstrittenen Tor egalisiert. Anas Eboazatan schubste Blumenthals Rechtsverteidiger Florian Brathz mit dem Ball über die Linie (22.). „Wenn das Tor zählt, dann hätte es als Eigentor gewertet werden müssen“, betonte Blumenthals Übungsleiter Markus Wegner. Er wurde nach dem Seitenwechsel wegen Meckerns von der Seitenlinie verbannt. Aus größerer Entfernung sah er das 3:1 und 4:1 von David Adigbolo Jebose – Enes Corogli und Janik Wigard fädelten diese Treffer toll ein. Der BSV war insgesamt bestens auf die vielen langen und hohen Bälle der Oberneulander eingestellt. Oftmals pflückte BSV-Schlussmann Nico Jan Kuchta das Leder herunter. „Wir wollten auch die nicht so schnellen Außenverteidiger des FCO auf den Flügeln überlaufen“, sagte Wegner.

1. FC Burg – TV Eiche Horn 1:9 (1:4): Gleich drei Ligen trennen die beiden Mannschaften. Von daher waren die Rollen bereits vor dem ungleichen Duell klar verteilt. Dennoch warteten die Gastgeber mit dem unerwarteten 1:0 nach sechs Minuten auf. Jaro Tegtmeyer produzierte bereits sehr früh die Führung für den krassen Außenseiter und ließ somit zunächst Hoffnung auf eine Überraschung aufkommen. Die Freude über diesen Treffer währte aber gerade einmal 120 Sekunden. Dann glich der Goliath zum 1:1 aus. In den folgenden 13 Minuten stellte der Gast die Weichen mit drei weiteren Treffern zum 4:1 auf Sieg.

Von der 22. Minute an ließen die Platzherren für lange Zeit hinten nichts mehr anbrennen. Erst 20 Minuten später machte Horn mit dem 5:1 endgültig alles klar. Angesichts nachlassender Kräfte bei den Schützlingen von Coach Michael Scholz gestaltete das Schlusslicht der Bremer Verbandsliga die Niederlage in den letzten Minuten noch ein wenig schmerzhafter für den Underdog. Dennoch verkaufte sich Burg recht teuer.