28. Juni 2020 / 09:37 Uhr

C-Junioren: Striesener Jungs feiern Finalerfolg im Dresdner Stadtpokal

C-Junioren: Striesener Jungs feiern Finalerfolg im Dresdner Stadtpokal

Jochen Leimert
Dresdner Neueste Nachrichten
Die Mannschaft von Co-Trainer Karl Stiefel (l.), Cheftrainer Tom Raue (r.) und Kapitän Marlon Lackner genießt den Moment des Erfolges.
Mit einem 3:1-Erfolg im Finale des Stadtpokals ergattert sich die SG Striesen II den Titel im C-Junioren-Bereich. © Jochen Leimert
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Die 2. Mannschaft der SG Striesen setzt sich im Steyer-Stadion mit 3:1 gegen die Spielgemeinschaft Hellerau/Rähnitz durch.

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Dresden. Die von der Corona-Krise überschattete Saison hat für die C-Junioren der SG Striesen II noch ein versöhnliches, ja sogar richtig tolles Ende gefunden: Die Mannschaft von Trainer Tom Raue und seinem Assistenten Karl Stiefel beschloss die außergewöhnliche Spielzeit auch außergewöhnlich - als Stadtpokalsieger. Bei brütender Mittagshitze setzten sich die in Weiß spielenden Striesener am Sonnabend mit 3:1 (1:0) gegen die Spielgemeinschaft aus Hellerau und Rähnitz durch. So durften sie hinterher den “Pott” in den leicht bewölkten Juni-Himmel recken.

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Die SG Striesen macht sich vor dem Finale im Steyer-Stadion warm. Zur Galerie
Die SG Striesen macht sich vor dem Finale im Steyer-Stadion warm. © Jochen Leimert

SGS-Kapitän Marlon Lackner besorgt die frühe Führung

Dem Jubel vorausgegangen war allerdings ein hartes Stück Arbeit - allein schon wegen der 33 Grad im Schatten, die um diese Uhrzeit unweit der Elbe herrschten. Auf dem Rasen des altehrwürdigen Steyer-Ovals, wo früher der alte Dresdner SC große Erfolge feierte, Dynamo seine ersten Spiele austrug und sogar Länderspiele stattfanden, war es über weite Strecken noch heißer, denn die Wolken gewannen erst gegen Ende der Partie etwas die Oberhand gegen die pralle Sonne. Doch auch der Gegner machte es den Raue-Schützlingen nicht leicht, denn trotz der frühen SGS-Führung durch ein schönes Solo von Kapitän Marlon Lackner, der die Pille flach ins lange Eck schob (6.), wehrte sich Hellerau/Rähnitz mächtig.

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So hatten die Striesener in der ersten Halbzeit einige bange Szenen zu überstehen, denn vor allem mit langen Bällen sorgten die Blauen aus dem Norden der Stadt für Gefahr. SGS-Keeper Luis Birkner reagierte mehrfach stark im Herauslaufen, hatte auch zweimal das Glück des Tüchtigen auf seiner Seite, als Lupfer über ihn hinweg auch am Tor vorbei gingen. Das Fehlen des robusten Abwehrspielers Leonard Wange, der im Halbfinale (3:0 gegen die SpVgg Löbtau) eine sehr umstrittene Gelb-Rote Karte gesehen hatte und so im Endspiel leider nur zuschauen konnte, machte sich bei der SGS II in einigen Momenten schon bemerkbar. Doch Chancen hatten auch die Weißen, vor allem Torjäger Lackner war mehrfach seinem zweiten Treffer nahe, brachte die Kugel aber nicht noch einmal im Netz unter. Die vielleicht beste Chance vergab der dribbel- und zweikampfstarke Spielführer in der 32. Minute, als sein Schuss über die Latte ging.

Gerry Ghuman sorgt für das 2:0

Nach dem Seitenwechsel versuchte Striesen weiter, das Spiel zu kontrollieren, die Hellerauer und Rähnitzer ohne Ball marschieren zu lassen. Den Jungs von Trainer Torsten König fiel es jetzt auch immer schwerer, läuferisch mitzuhalten. Die Hitze verlangte beiden Teams eine Menge ab, doch Striesen bekam die zweite Luft, als Gerry Ghuman allein vorm gegnerischen Tor die Nerven behielt und flach zum 2:0 einschob (46.). Das war ein schwerer Schlag für Hellerau/Rähnitz, doch Königs Jungs probierten noch einmal alles, kämpften verbissen um ihre Chance.

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Noch war das Spiel nicht entschieden, viel Zeit übrig. Ein Freistoß führte dann auch zum Anschlusstreffer: Birkner konnte den hohen Ball zunächst noch wegfausten, doch ein Hellerauer köpfte ihn zurück in die Gefahrenzone, ein anderer nickte die Kugel aus Nahdistanz ein (63.). Jetzt wurde es erst recht kampfbetont in der sonst sehr fairen Partie. Die König-Truppe schmiss noch einmal alles in die Waagschale, eine echte Ausgleichschance erarbeitete sich Hellerau/Rähnitz aber nicht mehr.

Matteo Schuch knockt den Gegner aus

Striesen konterte derweil einige Male aussichtsreich, kam vereinzelt auch zum Abschluss, doch erst Matteo Schuch gelang in der Nachspielzeit (70.+3) das erlösende 3:1, als er einen herrlichen Heber auspackte und die Partie endgültig entschied. Der Jubel bei den Striesenern war dementsprechend groß, bei der Siegerehrung leerten sie die letzten verbliebenen vollen Wasserflaschen über den Köpfen der Mitspieler. Auch das Duo Raue/Stiefel wurde nass gemacht. Beide Coaches setzten nach dem Pokalsieg die nächste Trainingseinheit am Montag ab und luden ihre Helden stattdessen zum Döner-Essen ein. Guten Appetit!