20. Oktober 2019 / 07:56 Uhr

Cacau kritisiert Salut-Jubel: Fußball darf nicht "für Ideologien missbraucht" werden

Cacau kritisiert Salut-Jubel: Fußball darf nicht "für Ideologien missbraucht" werden

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Der DFB-Integrationsbeauftrage Cacau hat klar Stellung gegen den umstrittenen Salut-Jubel türkischer Spieler bezogen.
Der DFB-Integrationsbeauftrage Cacau hat klar Stellung gegen den umstrittenen Salut-Jubel türkischer Spieler bezogen. © imago images/Hartenfelser/PanoramiC
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Der Salut-Jubel türkischer Nationalspieler sorgte international für Kritik. Auch Cacau, Integrationsbeauftragter des DFB, verurteilte die Aktion und forderte Maßnahmen gegen Nachahmer. Zudem positionierte sich der Ex-Nationalspieler klar gegen Rassismus. 

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Der DFB-Integrationsbeauftragte und frühere Nationalspieler Cacau hat mit Blick auf den umstrittenen Salut-Jubel betont, dass der Fußball "nicht für Ideologien missbraucht" werden dürfe. Der 38 Jahre alte Ex-Nationalspieler gab im "Sportstudio" des ZDF am Samstagabend an, dass die Bestrafung der Nachahmer auf den Amateurplätzen nicht direkt Sache des DFB, sondern die der Landesverbände sei. Es sei "wichtig zu sagen, dass man das verurteilt".

UEFA ermittelt wegen Salut-Jubel

Türkische Nationalspieler hatten in der EM-Qualifikation wiederholt beim Torjubel einen militärischen Gruß gezeigt. Ihr politisches Bekenntnis zum Militäreinsatz türkischer Streitkräfte in Nordsyrien zur Bekämpfung der Kurdenmiliz YPG wird international kritisiert, die Europäische Fußball-Union UEFA untersucht den Fall. In Deutschland gab es in den unteren Spielklassen bereits Nachahmer, die Landesverbände kündigten im Anschluss an, diese Fälle vor die Sportgerichte bringen zu wollen.

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"Der Fußball ist ein Spiegelbild der Gesellschaft", sagte der gebürtige Brasilianer Cacau, der während seiner erfolgreichen Karriere 23 Länderspiele im DFB-Trikot absolviert hat. "Es ist wichtig, verantwortungsvoll mit diesen Themen umzugehen." Die türkischstämmigen deutschen Nationalspieler Ilkay Gündogan und Emre Can waren in die Kritik geraten, nachdem sie einen Instagram-Post, der den Salut-Jubel zeigt, geliked hatten. Der DFB verzichtete auf eine Strafe und verwies darauf, dass beide den Like zurückgenommen haben.

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Im Fall der rassistischen Anfeindungen gegen englische Nationalspieler im EM-Qualifikationsspiel in Bulgarien sprach Cacau von "krassen" Verfehlungen, nach denen als Sanktion auch Punktabzüge ausgesprochen werden sollten. "Sowas will man nicht in den Stadien sehen", sagte der 38-Jährige. Im Stadion in Sofia waren unter anderem Affenlaute zu hören und der Hitler-Gruß zu sehen. Es kam im Anschluss bereits zu Festnahmen vermeintlicher Täter. Auch hier ermittelt die UEFA. Als Reaktion waren zahlreiche Funktionäre des bulgarischen Verbandes zurückgetreten.

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