03. Mai 2021 / 11:56 Uhr

Vierer "fit und stark": Olympiafahrerin Carlotta Nwajide rudert zum Weltcupsieg

Vierer "fit und stark": Olympiafahrerin Carlotta Nwajide rudert zum Weltcupsieg

Stefan Dinse
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Auf dem Weg zum Weltcup-Sieg: Der Vierer mit Franziska Kampmann (von links), Daniela Schultze, Carlotta Nwajide und Frieda Hämmerling.
Auf dem Weg zum Weltcup-Sieg: Der Vierer mit Franziska Kampmann (von links), Daniela Schultze, Carlotta Nwajide und Frieda Hämmerling. © Detlev Seyb
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Die Konkurrenz war nicht groß, die Dominanz des deutschen Vierers hingegen schon: Carlotta Nwajide vom DRC hat mit ihren drei Mitstreiterinnen den Weltcup in Zagreb souverän gewonnen. "Ich habe den Vierer fit und stark gesehen", freute sich Bundesstützpunkttrainer Thorsten Zimmer. 

Wieder einen Sieg einfahren, die Konkurrenz klar abhängen, Selbstvertrauen holen. Darum ist es für den deutschen Doppelvierer der Frauen beim Weltcup in Zagreb gegangen. Und das hat gut geklappt, wenngleich die Konkurrenz schon schwach war. „Es war auf jeden Fall ein Schritt nach vorne“, sagte Carlotta Nwajide vom DRC, die zuletzt in diesem Boot EM-Bronze gewonnen hatte.

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Nur gegen Frankreich und die Schweiz musste sich die DRV-Crew behaupten, kurzfristig hatte Polen abgesagt. Die Polinnen gelten sogar als Medaillenkandidat bei den Olympischen Spielen und hätten ernsthaften Widerstand erwarten lassen. Vermutlich wegen einer verletzten Athletin startete das Boot nicht, auch Europameister Niederlande und Vize Großbritannien fehlten – sie dürften erst bei nächsten Weltcup in Luzern in drei Wochen dabei sein. „Allerdings haben wir noch nicht entschieden, ob wir dann dabei sind oder die Zeit zum Training nutzen“, so Nwajide.

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So fuhr das deutsche Quartett mit Franziska Kampmann am Schlag deutlich voraus. „Ich bewerte den Auftritt als überschäumend vor Motivation“, attestierte Thorsten Zimmer, Trainer am Bundesstützpunkt Hannover. Nach dem Bahnverteilungsrennen am Freitag siegte der DRV auch am Samstag vor Frankreich und der Schweiz. Die Finals waren wegen einer Schlechtwetterwarnung für den Sonntag vorgezogen worden.

„Es hat auf jeden Fall Spaß gemacht, einen Weltcup zu gewinnen. Deshalb war der Start die richtige Entscheidung“, sagte Nwajide zufrieden. Großes Ziel bleibt eine Medaille in Tokio. „Ich habe den Vierer fit und stark gesehen. Aber technische Reserven gibt es noch, an denen man arbeiten kann“, so Zimmer und fügte hinzu: „Etwas mehr Gelassenheit wäre bestimmt gut.“

Der deutsche Riemen-Achter mit Marie-Cathérine Arnold vom Hannoverschen RC und Frauke Hundeling vom DRC verzichtete auf den Start in Zagreb. Der Achter bereitet sich auf die Olympia-Qualifikation in zwei Wochen in Luzern vor, zwei Tickets für Tokio sind noch zu vergeben.