18. Oktober 2019 / 19:02 Uhr

Caroline Siems nach starkem Comeback: Turbine jetzt in München gefordert

Caroline Siems nach starkem Comeback: Turbine jetzt in München gefordert

Christoph Brandhorst
Märkische Allgemeine Zeitung
Caroline Siems (l.) im Laufduell mit Greta Stegemann.
Caroline Siems (l.) im Laufduell mit Greta Stegemann. © Jan Kuppert
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Caroline Siems hat sich nach einer langen Verletzungspause eindrucksvoll zurückgemeldet. Auch Trainer Matthias Rudolph lobt die 20-Jährige, die man jetzt aber weiter dosiert aufbauen müsse. Am Sonntag ist Turbine Potsdam zu Gast beim FC Bayern.

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Sie sprintete, grätschte und kämpfte als wäre sie nie weg gewesen. Caroline Siems war am vergangenen Wochenende trotz der 4:5-Niederlage gegen den SC Freiburg die heimliche Gewinnerin. Vor fast zwei Jahren, im Dezember 2017, hatte die 20-Jährige zuletzt in einem Bundesliga-Spiel auf dem Platz gestanden. Wochenlang fiel sie danach aus – bis ein Knorpelschaden im rechten Knie diagnostiziert wurde. Jetzt endlich ist die Leidenszeit vorbei.

Siems: "Müssen etwas Positives mitnehmen"

„Man denkt schon noch ab und zu an die Verletzung“, gab Caroline Siems nach ihrem eindrucksvollen Comeback zu. „Aber sobald man auf dem Platz steht, ist auch ganz viel Adrenalin dabei, man freut sich einfach – das gibt einem nochmal den Extrakick.“ Jetzt hat die gebürtige Berlinerin, die 2015 nach Potsdam kam, Lust auf mehr. „Wir müssen etwas Positives mitnehmen, vor allem aus der zweiten Halbzeit“, sagte das Eigengewächs nach der Niederlage im „Karli“.

"Sie hat eine tolle Leistung geboten und die Mannschaft richtig mitgerissen", lobt Turbine-Coach Matthias Rudolph. Trotzdem müsse man die junge Spielerin, die in Potsdam zusammen mit Mitspielerin Gina Chmielinski in einer WG lebt, nach so einer langen Verletzungspause behutsam an die Belastung in der Bundesliga heranführen. "Wir dürfen nichts übertreiben, müssen weiter schauen, wie das Knie reagiert." Die engagierte Außenspielerin, die links wie rechts zum Einsatz kommen kann, wird also wohl weiter sehr dosiert eingesetzt werden.

In Bildern: Turbine Potsdam unterliegt dem SC Freiburg.

Enttäuschung bei Sara Agrez. Zur Galerie
Enttäuschung bei Sara Agrez. © Jan Kuppert
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Den Mut, den Caroline Siems gleich im ersten Einsatz nach ihrer langen Verletzungspause zeigte, werden die Turbinen aber auch am Sonntag (Anpfiff 14 Uhr) auf dem FC Bayern-Campus brauchen, wenn sie dort auf den Champions League-Teilnehmer aus München treffen. Der FCB hatte sich vor der Saison personell einmal mehr gut verstärkt, etwa mit Ex-Turbine Amanda Ilestedt, die zuletzt aber wegen muskulärer Probleme ausfiel. "Wir haben wahrgenommen, dass sie zuletzt in der Champions League mit einem relativ kleinen Kader unterwegs waren. Aber ich bin trotzdem sicher, dass da am Sonntag elf hochklassige Fußballerinnen auf dem Platz stehen werden", warnt Rudolph. Auch ihm geht es darum, dass seine Elf die "positive Energie" aus der zweiten Halbzeit gegen Freiburg diesmal von Beginn an auf den Platz bringt. Besser werden müsse auch die Zuordnung im Mittelfeld.

Caroline Siems kennt noch einen Potsdamer Trumpf: „Unsere große Stärke ist der Teamgeist.“ Sie weiß aber auch: „Wir wollen in dieser Saison etwas erreichen, haben Potenzial. Aber wir müssen jetzt auch Punkte holen.“ Vielleicht gelingt in München ja die Überraschung. Ob Vanessa Fischer dort wieder im Tor stehen kann, ist noch unsicher. Ansonsten bleibt es personell weiter eng bei den Turbinen.

Während Potsdams Trainer Matthias Rudolph nach der Rückkehr von Caroline Siems immerhin wieder eine Option mehr in der Defensive hat, haben die Münchnerinnen einen schwerwiegenden Ausfall zu beklagen. Giulia Gwinn, die bei der WM im Sommer als beste junge Spielerin ausgezeichnet worden war, verletzte sich bereits in der vorigen Woche im Training und musste nun an der Schulter operiert werden. Voraussichtlich wird die 20-jährige Nationalspielerin bis zum Jahresende ausfallen.

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