13. April 2016 / 09:16 Uhr

CFC erstmals ohne Torerfolg gegen Loks Abwehrriegel

CFC erstmals ohne Torerfolg gegen Loks Abwehrriegel

Carsten Gottlieb
SPORTBUZZER-Nutzer
Loks D1 erkämpft Punkt und vergibt Elfmeter USER-BEITRAG
Loks D1 erkämpft Punkt und vergibt Elfmeter © CaGo
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Loks D1 erkämpft Punkt und vergibt Elfmeter

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*Leipzig. *In einer intensiven und spannenden Partie trennten sich die D1-Junioren des 1. FC Lok Leipzig und des CFC mit einem torlosen Unentschieden voneinander. Damit blieben die Probstheidaer als erstes Team der Talenteliga ohne Gegentor gegen die spielstarken Chemnitzer und behalten Platz vier im Visier.

Im Gegensatz zum Hinspiel wollten die Blau-Gelben sofort in das Spiel finden und den Gegner von Anfang an mit einem Mittelfeldpressing agieren, um den erwarteten Druck der Himmelblauen, die diesmal in rot-schwarz antraten, zu begegnen. In den ersten 10 Minuten bekamen die Gastgeber aber keinen Zugriff auf die Chemnitzer, weil u.a. die ballentfernten äußeren Mittelfeldspieler nicht schnell genug einrückten. Dadurch stand die Defensivreihe enorm unter Druck und die Chemnitzer besaßen größte Chancen, als u.a. ein Ball für den schon geschlagenen Lok-Torhüter von der Linie geschlagen bzw. ein Ball von ihm mit einem starken Reflex gehalten wurde. Erst danach schafften es die Leipziger einen Nutzen aus den Ballgewinnen im Mittelfeld zu ziehen. In dieser Phase kamen auch die Gastgeber zu verheißungsvollen Chancen: eine Doppeltorchance nach einem Ballverlust des Gegners im Defensivdrittel und einen Elfmeter, nachdem der tief geschickte blau-gelbe Stürmer im Strafraum zu Fall gebracht worden war. Doch diese Möglichkeit zur Führung vergaben die Probstheidaer. Lok-Trainer Rom war trotzdem mit der ersten Halbzeit zufrieden: "Wir haben immer wieder versucht, ruhig aufzubauen. Allerdings waren wir heute nicht so ballsicher, weil es dem CFC durch sein intensives Spiel immer wieder gelang, Druck auf den Ball bekommen." Besonders gefallen habe ihm, dass die Trainingsinhalte gerade in diesem Spiel unter hohem Druck des Gegners umgesetzt worden seien: die Außenverteidiger hätten sich immer wieder ins Offensivspiel eingeschaltet, er habe oft das Hinterlaufen und auch Flügelwechsel in der 1. HZ gegeben.

Der Chemnitzer Trainer Daniel Wölfel war hingegen nicht zufrieden mit dem Auftritt seiner Himmelblauen. Dem Umstand, dass es auf dem extrem harten Platz schwierig sei, Fussball zu spielen, seien seine Spieler nicht mit den dafür sinnvollen Möglichkeiten begegnet. Er gab in der Pause der Mannschaft den klaren Ansatz mit, dass sie eben auch einmal einfach, mit einem langen Ball hinter die Abwehr spielen sollten. Und der CFC begann wieder mit großem Druck und spielte ein Angriffspressing, so dass sich die Probstheidaer oft mit langen hohen Bällen befreien mussten, auch weil deren Ballsicherheit heute nicht so hoch war wie in den letzten Spielen. Zwischen der 30. und 45. Minute besaß der CFC eine klare Feldüberlegenheit und die Leipziger hatten die Ballkontrolle verloren. Vor allem über die Außenbahnen brachen die Chemnitzer nun mehrfach durch und hatten eine Serie von Ecken und zwei Riesenchancen zur Führung. Laut Trainer Rom, habe man in dieser Phase "die Null" etwas glücklich gehalten. Die Gastgeber kämpften sich aber zurück ins Spiel, gewannen wieder mehr Zweikämpfe im Mittelfeld und trugen so das Spiel von ihrem Strafraum weg. Die Spitzen schafften es, lange Bälle festzumachen, den Mitspieler zu finden, um dann wieder Bälle tief gesteckt zu bekommen. Im letzten Drittel des Spiels hatten dann die Probstheidaer drei 1-zu-1-Situationen, die zum Torerfolg hätten führen können und blieben auch bei Standards eine Gefahr für den Chemnitzer Torhüter. Am Ende trennten sich aber beide Mannschaften in einem intensiven, auch mit harter Zweikampfführung gespielten, aber niemals unfairen – bemerkenswert der Umgang der Spieler beider Seiten miteinander – Partie mit 0:0, die auch hätte 3:3 enden können.

Zusammenfassend stellte Trainer Wölfel fest, dass man die Großchancen zur Führung gerade zu Beginn der erste und zweiten Halbzeit nicht nutzen konnte, aber auch in Rückstand hätte geraten können. Daher wäre es aus seiner Sicht ein gerechtes Unentschieden, auch wenn es enttäuschend für uns sei. Nach der Ansprache in der Halbzeit fehlte das Umsetzen des auf dem Platz notwendigen, einfacheren Spiels und es sei zu wenig mit langen Bällen hinter die Abwehr agiert worden. Sein Fazit: ein enttäuschender Auftritt! Und man müsse sich wieder mit dem Wesentlichem beschäftigen-"Nicht so viel Gerede auf dem Feld- mehr Fussballspielen". Für Trainer Marc Rom hat sich seine Mannschaft ab der 15. Minute an die taktischen Vorgaben gehalten und man habe sich mit dem Punktgewinn für den Aufwand belohnt. Zu verdanken sei dies auch allen Wechselspielern, die immer wieder neue Energie einbrachten bzw. von der Bank unterstützten. Wegen solcher Spiele spiele man in dieser Liga!

CFC erstmals ohne Torerfolg gegen Loks Abwehrriegel

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CFC erstmals ohne Torerfolg gegen Loks Abwehrriegel © CaGo

Nächste Woche treten dann die Blau-Gelben zum Auswärtsspiel bei RB Leipzig an und wollen dabei an ihre Leistung im Hinspiel anknüpfen und dann, wie auch gegen den CFC, kein Gegentor zulassen.