26. Januar 2021 / 18:01 Uhr

Challenge des Judo-Verbands Sachsen: Virtuelles Training mit Wettkampfcharakter

Challenge des Judo-Verbands Sachsen: Virtuelles Training mit Wettkampfcharakter

Andreas Neustadt
Leipziger Volkszeitung
Trotz des Lockdowns sollen die Nachwuchssportler in Bewegung bleiben. Deshalb hat der Judo-Verband Sachsen die Corona Challenge ins Leben gerufen.
Trotz des Lockdowns sollen die Nachwuchssportler in Bewegung bleiben. Deshalb hat der Judo-Verband Sachsen die Corona Challenge ins Leben gerufen. © Christian Modla
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Die Kinder und Jugendlichen sollen in Bewegung bleiben. Deshalb bietet der sächsische Judo-Verband für alle Nachwuchssportler der Altersklasse U15 und jünger eine Challenge an, bei der es zuhause auf Kraft und Ausdauer ankommt.

Leipzig. Der bundesweite Corona-Lockdown macht auch den Sportverbänden sehr zu schaffen. Vor allem die Nachwuchssportler leiden unter dem Verbot, ihren Lieblingssport in gewohnter Atmosphäre ausüben zu dürfen. Auch die Judohallen sind seit Wochen verwaist. Um die Kinder und Jugendlichen wenigstens ein bisschen bei der Stange, oder besser auf der Matte, zu halten, hat der Judoverband Sachsen für alle Nachwuchssportler der Altersklasse U15 und jünger eine Online-Corona-Challenge ins Leben gerufen. Diese soll es den Nachwuchs-Judoka trotz fehlender Turniere einen Wettkampf ermöglichen. Mitmachen kann jeder.

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Für die Sportschüler der U15 ist die Teilnahme an der Corona Challenge Pflicht. "Wir haben aktuell 20 bis 25 aktive Teilnehmer. Vor allem von den Kadersportlern wird das Angebot sehr gut genutzt", freut sich Frederik Jäde. Der U15-Nachwuchstrainer im Judoverband Sachsen erstellt für jede Woche die Trainingspläne der Corona Challenge, die im Internet über einen Link einsehbar sind. Für das Absolvieren der verschiedenen virtuellen Trainingseinheiten können unterschiedliche viele Punkte gesammelt werden - je nachdem, welche Schwierigkeitsstufe man gewählt hat. Die Punkte müssen dann am Ende des Tages selbstständig in ein Google-Tabellen-Dokument eingefügt werden. Die Punkte werden dort automatisch zusammengezählt, sodass der jeweilige Wochensieger und der oder die Führende im Gesamtklassement ermittelt werden. Ein fester Bestandteil der Corona Challenge ist das tägliche Videotraining, bei dem jeweils 90 Minuten lang an judospezifischen Inhalten gearbeitet werden kann.

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Jede Woche gibt es zusätzlich zu den Trainingseinheiten eine Challenge, die entweder an einem bestimmten Tag oder im Laufe der Woche absolviert werden muss und besonders viele Punkte bringt. Dabei muss die erbrachte Leistung allerdings nachgewiesen werden. In der ersten Woche ist das Ziel innerhalb von 30 Minuten eine möglichst große Distanz durch Laufen zurückzulegen. Die gelaufene Strecke kann durch eine kostenlose LaufApp ermittelt werden als Nachweis per Handy oder E-Mail an den Judoverband gesendet werden. Die Challenge dauert bis zum Ende des Lockdowns, also bis mindestens 14. Februar.

Neben Ruhm, Ehre und einem stählernen leistungsstarken Körper wartet auf die drei Erstplatzierten eine zusätzliche Überraschung. "Für die Judoka ist der Wettkampf-Charakter wichtig. Den können wir mit der Challenge simulieren. Judoka sind einfach Wettkampftypen, da können sich alle richtig pushen", weiß Frederik Jäne: "Der Trainingsumfang ist für einige Sportler mit Hilfe der Challenge sogar größer als ohne Corona." Bereits im Frühjahr 2020, während des ersten Corona-Lockdowns, hatte Denis Herbst die Corona Challenge ins Leben gerufen. Der Junioren-Europameister von 2007 war bis zum vergangenen Sommer U18-Landestrainer und absolviert nun sein Referendariat. Für ihn hat der Argentinier Juan Cunho das Zepter bei der sächsischen U18 übernommen.

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Weitere Informationen zur Judo-Challenge des Sächsischen Judo Verbandes und den entsprechenden Link gibt es unter www.judoverbandsachsen.de.

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