27. Juli 2021 / 14:23 Uhr

Kosten, Vorberichte, Experten: So plant Amazon Prime für die Champions League

Kosten, Vorberichte, Experten: So plant Amazon Prime für die Champions League

Jens Strube
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Amazon überträgt ab dieser Saison dienstags 16 Topspiele der Champions League.
Amazon überträgt ab dieser Saison dienstags 16 Topspiele der Champions League. © IMAGO/Mandoga Media (Montage)
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Neu dabei: Ab dieser Saison wird es erstmals Champions-League-Spiele bei Amazon Prime zu sehen geben. Der Handelsriese überträgt insgesamt 16 Topspiele an den Dienstagen. Welche Partien gezeigt werden und wie das Rahmenprogramm aussehen soll, hat das Unternehmen am Dienstag präsentiert.

Die neue Saison startet nicht nur bei den internationalen Klubs mit neuen Gesichtern: Mit Amazon Prime Video stößt bei der Übertragung von Champions-League-Partien in dieser Spielzeit ein neuer Anbieter auf den Markt. Der amerikanische Onlinehandelsriese sicherte sich für die kommenden drei Jahre die exklusiven Übertragungsrechte von 16 Dienstag-Topspielen der Königsklasse. Alle anderen Partien werden vom Sport-Streaming-Anbieter DAZN ausgestrahlt. Pay-TV-Sender Sky ist raus. Bei den Playoffs in drei Wochen wird Amazon sein Debüt im europäischen Spitzenwettbewerb geben. Am Dienstag gab das Unternehmen Einblicke, welche Partien übertragen werden sollen, wer als Experte dabei ist und wie das Rahmenprogramm der Spiele aussehen wird.

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Sky-Moderator Sebastian Hellmann, der in der Champions League auch für Amazon vor der Kamera stehen wird, leitete durch die Pressekonferenz. In dieser begrüßte er zum Start Amazons europäischen Sportchef Alex Green, der von einem großen Jahr für das Unternehmen sprach. In England überträgt der Handelsriese bereits Spiele der Premier League. Ab dieser Saison zeigt man in Frankreich zudem den Großteil der Spiele der Ligue 1 und 2. In Italien und Deutschland laufen ab dieser Saison zudem die ersten Champions-League-Begegnungen.

"Wenn immer es geht, werden wir Spiele mit deutscher Beteiligung zeigen", versprach Green. Dies sei in der Gruppenphase gesichert. Abhängig vom Weiterkommen der deutschen Teilnehmer in die Finalrunden wolle das Unternehmen alternativ "internationale Highlight-Begegnungen" zeigen. Weil Amazon das Erstwahlrecht hat, soll die Auswahl der Spiele nicht von den Anstoßzeiten (18.55 Uhr oder 21 Uhr) sondern von den jeweiligen Ansetzungen abhängen.

Keine Konferenz, dafür ausführliche Vorberichterstattung

Um die 16 Topbegegnungen der Königsklasse hierzulande sehen zu können, brauchen Kunden ein Amazon-Prime-Konto. Das reguläre Jahresabo kostet 69 Euro, weitere Kosten sollen laut Green nicht entstehen. Die 16 Topspiele an den Dienstagen setzen sich aus zwei Play-off-Spielen, sechs Begegnungen der Gruppenphase sowie acht Partien der K.o.-Runde zusammen. Gesendet wird aus einem Studio in Köln, verriet der europäische Amazon-Sportchef weiter. "Vor den Spielen wird es eine ausführliche Berichterstattung mit Interviews und Analysen geben." Im Anschluss einer Nachberichterstattung werde es zudem eine Highlight-Show aller anderen Partien geben.

Start in drei Wochen: Mario Gomez und Matthias Sammer als Experten

Neben der Moderation aus dem Studio, werden bei den Exklusiv-Übertragungen auch Reporter dabei sein, die live aus den Stadien berichten. "In der Gruppenphase haben wir auch jemanden beim anderen deutschen Spiel vor Ort", so Green. Das Moderations- und Reporterteam um Sebastian Hellmann wird dabei durch Annika Zimmermann und Shary Reeves komplettiert.

Das Expertenteam wird aus Mario Gomez, Matthias Sammer und Ex-Schiedsrichter Wolfgang Stark bestehen. Jonas Friedrich und Benedikt Höwedes kommentieren die Spiele. Es soll zudem die Option geben, das Spiel ohne Kommentar zu verfolgen.


Los geht es mit Amazons Champions-League-Debüt in drei Wochen. Am 17. August streamt das Unternehmen das erste Play-off-Spiel. Moderator Hellmann brachte mehrmals die zuletzt furios aufspielende PSV Eindhoven mit Mario Götze ins Spiel. Welche Partie aber tatsächlich übertragen werden soll, ließ Green offen. "Wir werden schauen, welche Begegnungen die beste Wahl sein wird."