11. Dezember 2019 / 11:00 Uhr

Leverkusen benötigt Wunder für K.-o.-Runde – Das kann am Mittwoch in der Champions League passieren

Leverkusen benötigt Wunder für K.-o.-Runde – Das kann am Mittwoch in der Champions League passieren

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Bayer Leverkusen kann mit Schützenhilfe von Lokomotive Moskau noch Atlético Madrid überholen und in die Europa League absteigen lassen.
Bayer Leverkusen kann mit Schützenhilfe von Lokomotive Moskau noch Atlético Madrid überholen und in die Europa League absteigen lassen. © imago images/Uwe Kraft
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Gegen Juventus Turin gewinnen und gleichzeitig auf einen Punktverlust von Atlético Madrid im Heimspiel gegen Lokomotive Moskau hoffen: Bayer Leverkusen klammert sich am Mittwoch an den letzten Strohhalm, um noch in das Achtelfinale der Champions League einzuziehen. Im Überblick: Diese Entscheidungen sind in der Königsklasse am Mittwoch noch möglich.

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Diese Niederlage tut den Spielern und Verantwortlichen von Bayer Leverkusen wohl noch immer weh. Am ersten Spieltag der aktuellen Champions-League-Saison verlor die Werkself überraschend mit 1:2 gegen den deutlich schwächer eingeschätzten russischen Klub Lokomotive Moskau. Mit einem Sieg hätte Bayer die Qualifikation für das Achtelfinale an diesem Mittwoch nun in der eigenen Hand gehabt – jetzt benötigt die Elf von Trainer Peter Bosz gleich zwei Wunder.

Leverkusen muss nicht nur gegen Juventus Turin um Cristiano Ronaldo gewinnen – La-Liga-Spitzenklub Atlético Madrid darf parallel im Heimspiel nicht gewinnen. Ein fast schon aussichtsloses Szenario. Für den FC Bayern, der Tottenham Hotspur zum Topspiel empfängt, geht es am Abend dagegen ruhiger zu: Der Gruppensieg ist bereits sicher. Ein deutscher Rekord ist für das Team von Interimstrainer Hansi Flick dagegen möglich. Als einzige Gruppe neben der von Leverkusen kann es noch in Gruppe C so richtig spannend werden. Dort können sich gleich drei Teams noch Hoffnungen auf die K.-o.-Runde machen.

Champions League: Diese Teams sind bereits für die K.-o.-Phase qualifiziert

Der SPORTBUZZER zeigt, welche Teams sich schon für die KO-Phase der Champions League qualifiziert haben. Zur Galerie
Der SPORTBUZZER zeigt, welche Teams sich schon für die KO-Phase der Champions League qualifiziert haben. ©

Der SPORTBUZZER blickt auf die Konstellationen des Champions-League-Mittwochs:

Gruppe A

Paris Saint-Germain (13 Punkte) – Galatasaray Istanbul (2) (21 Uhr)

Club Brügge (3) – Real Madrid (8) (21 Uhr)

In dieser Gruppe sind so gut wie alle Entscheidungen gefallen. PSG um Trainer Thomas Tuchel ist bereits Gruppensieger – und wird damit im Achtelfinale sicher auf einen Zweiten der anderen Gruppen treffen. Real Madrid ist ebenfalls sicher für die K.-o.-Runde qualifiziert. Nur im Rennen um Europa-League-Platz drei kann es noch einmal spannend werden: Dafür muss Galatasaray aber zwingend in Paris gewinnen und auf ein Remis oder eine Niederlage von Konkurrent Club Brügge im Heimspiel gegen Real hoffen. Eine Brügge-Niederlage bei gleichzeitigem Unentschieden gegen PSG reicht für die Türken nicht, da die Belgier den direkten Vergleich (0:0, 1:1) aufgrund der mehr erzielten Auswärtstore gewonnen haben.

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Gruppe B

FC Bayern München (15) – Tottenham Hotspur (10) (21 Uhr)

Olympiakos Piräus (1) – Roter Stern Belgrad (3) (21 Uhr)

Der als Gruppensieger feststehende FCB jagt einen Rekord: Die Bayern können im Top-Duell gegen die von Star-Trainer José Mourinho trainierten Spurs als erstes deutsches Team in der Geschichte die Gruppenphase der Königsklasse ohne Punktverlust abschließen. Tottenham ist als Zweiter sicher qualifiziert und kann die Bayern nicht mehr einholen. Spannung herrscht noch im Duell um Platz drei. Belgrad reicht bereits ein Remis bei den Griechen aus Piräus, um in der Europa League zu überwintern. Piräus benötigt dagegen dringend einen Sieg, um noch an dem Team des Deutschen Marko Marin vorbeizuziehen.

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Gruppe C

Schachtjor Donezk (6) – Atalanta Bergamo (4) (18.55 Uhr)

Dinamo Zagreb (5) – Manchester City (11) (18.55 Uhr)

Hinter Gruppensieger Manchester City kann sich noch jede Mannschaft am Mittwoch für das Achtelfinale der Champions League qualifizieren. Dabei hat Dinamo Zagreb die wohl schwierigste Aufgabe vor sich. Die Kroaten empfangen City um Trainer Pep Guardiola. Donezk hat das Weiterkommen als Tabellenzweiter in der eigenen Hand: Mit einem Heimsieg gegen Atalanta ist das Achtelfinal-Ticket gebucht. Auch bei einem Remis sind die Ukrainer weiter – falls Zagreb gegen Man City nicht gewinnt. Bei einer Niederlage und einem gleichzeitigen Zagreb-Sieg wäre Donezk dagegen komplett ausgeschieden. Sollte Konkurrent Zagreb im Parallelspiel in diesem Fall aber nicht über ein Remis hinauskommen, wäre dank des gewonnenen direkten Vergleichs gegen die dann punktgleichen Kroaten (3:3, 2:2) immerhin der Europa-League-Platz sicher.

Zagreb erreicht nur bei einem eigenen Sieg das Achtelfinale – falls Donezk nicht gewinnt. Das Europa-League-Ticket wäre bei einem Überraschungs-Coup gegen den Guardiola-Klub dann aber in jedem Fall sicher. Bei einem Unentschieden oder einer Niederlage ist der Traum vom Achtelfinale ausgeträumt, Zagreb muss dann hoffen, dass die Ukrainer gegen Atalanta mindestens punkten, um noch die Europa League zu erreichen – bei Punktgleichheit mit Bergamo entscheidet der direkte Vergleich zugunsten von Zagreb (4:0, 0:2). Bergamo muss auf ein Wunder hoffen: Mit einem Sieg gegen Donezk und einem gleichzeitigen Remis oder einer Niederlage der Kroaten wäre Atalanta bei seiner ersten Königsklassen-Teilnahme direkt im Achtelfinale. Gewinnt Zagreb gegen Manchester, wäre dann zumindest die Europa League als Trostpflaster gebucht.

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Gruppe D

Atlético Madrid (7) – Lokomotive Moskau (3) (21 Uhr)

Bayer Leverkusen (6) – Juventus Turin (13) (21 Uhr)

Ein Heimsieg gegen Juventus Turin – und ein gleichzeitiger Punktverlust von Atlético Madrid bei Lokomotive Moskau: Nur so kann Bayer Leverkusen noch das Achtelfinale der Königsklasse erreichen. Als wäre ein Erfolg gegen das Superstar-Team um Cristiano Ronaldo nicht schon schwer genug, müssen die Moskauer um Ex-Nationalspieler Benedikt Höwedes in Madrid auch noch Schützenhilfe leisten.

Bei einem Remis gegen Juventus wäre Leverkusen um Trainer Peter Bosz auch bei einer Madrid-Niederlage raus. Schließlich verlor die Werkself den direkten Vergleich gegen das spanische Spitzenteam (0:1, 2:1) wegen der weniger erzielten Auswärtstore. Immerhin hat Bayer nichts mehr zu verlieren. Selbst falls Moskau das Wunder schaffen sollte, und Leverkusen Juventus unterliegt, sind die Russen mit den Deutschen punktgleich. Bayer zieht aufgrund des gewonnenen direkten Vergleichs (1:2, 2:0) auf jeden Fall ins Sechzehntelfinale der Europa League ein.