30. Juli 2020 / 09:12 Uhr

Champions-Check: Chelsea gegen Bayern vor dem Aus – Neuaufbau mit Werner und Havertz soll Titel bringen

Champions-Check: Chelsea gegen Bayern vor dem Aus – Neuaufbau mit Werner und Havertz soll Titel bringen

Heiko Ostendorp
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Der FC Chelsea steht vor dem Rückspiel gegen Bayern vor dem Aus – und hat das Augenmerk wohl ohnehin schon auf der Zukunft.
Der FC Chelsea steht vor dem Rückspiel gegen Bayern vor dem Aus – und hat das Augenmerk wohl ohnehin schon auf der Zukunft. © Getty Images (Montage)
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Die Serie zur Champions League – Teil drei: Nach der deutlichen Hinspiel-Niederlage gegen den FC Bayern sind die Chancen aufs Viertelfinale minimal. Doch der FC Chelsea plant einen neuen Angriff auf den Henkelpott – mit einer Transfer-Offensive, bei der wohl auch Kai Havertz eine Rolle spielt.

Geld spielt im Westen Londons schon lange keine Rolle mehr. Und wenn Roman Abramowitsch sich etwas in den Kopf gesetzt hat, bekommt er es meistens auch – koste es, was es wolle. Weit über eine Milliarde Euro hat der russische Oligarch in den Chelsea Football Club bereits investiert, seit er ihn 2003 übernommen hat. Nicht weniger als 16 Titel holten die "Blues" in dieser Ära, darunter auch die Champions League sowie je fünfmal die englische Meisterschaft sowie den FA-Cup. Diese Trophäe ist auch in dieser Saison das (Minimal)-Ziel und soll mit einem Sieg an diesem Samstag (18.30 Uhr) gegen den Stadtrivalen FC Arsenal eingesackt werden.

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Dank der Champions-League-Qualifikation: Chelseas Transferoffensive scheint noch nicht vorbei

Eine Woche später, am 8. August, geht es im Achtelfinal-Rückspiel der Champions League gegen den FC Bayern München. Nach der 0:3-Pleite im Hinspiel sind die Chancen der "Blues" aufs Weiterkommen minimal, das wissen die Protagonisten selbst. Doch der FC Chelsea bastelt ohnehin schon längst an einem neuen Angriff auf den Henkelpott, den der Klub letztmals 2012 gewann – ausgerechnet in der Münchner Allianz Arena.

Durch das 2:0 gegen die Wolverhampton Wanderers am vergangenen Wochenende hat Trainer Frank Lampard mit seinem Team Platz vier in der Premier League sowie die Qualifikation für die Königsklasse klargemacht und damit die Weichen für eine neue Ära gestellt. Denn durch die zusätzlichen Einnahmen und die sportliche Sicherheit auf die Teilnahme an der Königsklasse steht der Fortsetzung der eingeläuteten Transferoffensive nichts mehr im Wege – Corona-Krise hin, Corona-Krise her.

Von Huth bis Werner: Deutsche beim FC Chelsea

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Die Deutschen beim FC Chelsea: Eine Geschichte mit gemischten Ergebnissen, wie der SPORTBUZZER zeigt. ©

Tagliafico, Oblak – und Havertz? Drei Stars sollen wohl noch zu Chelsea kommen

Nach den Verpflichtungen von Timo Werner (kommt für 53 Millionen Euro von RB Leipzig) und Hakim Ziyech (für 40 Millionen Euro von Ajax Amsterdam) soll in den nächsten Wochen ein opulentes Trio folgen: Defensivspieler Nicolas Tagliafico (Ajax) würde rund 25 Millionen kosten, Torwart Jan Oblak (Atletico Madrid), der eine Ausstiegsklausel über 120 Millionen Euro im Vertrag hat, könnte mit dem viel kritisierten Kepa Arrizabalaga verrechnet werden, dem teuersten Keeper der Welt, den Chelsea 2018 für 80 Millionen Euro aus Bilbao losgeeist hatte und der an manchem der 54 Gegentreffer in der Liga nicht ganz unbeteiligt war.

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Der Königstransfer soll dann wiederum "Made in Germany" sein: Kai Havertz von Bayer Leverkusen ist der absolute Wunschspieler von Lampard und favorisiert einen Wechsel nach London. "Ich spreche nicht über ihn, er steht noch bei einem anderen Klub unter Vertrag", sagte Lampard in diesen Tagen noch betont zurückhaltend. Wohlwissend, dass es eigentlich nur noch darum geht, wie und wann genau das 100-Millionen-Paket für den Nationalspieler geschnürt werden soll. Abramowitschs und Lampards persönliches Werben haben das Supertalent offenbar überzeugt – das finanziell bessere Angebot gegenüber Mitinteressenten wie Real Madrid trug sein Übriges dazu bei.

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Mit Havertz und Werner wäre neben Antonio Rüdiger, der sich nach seiner Verletzung zum Abwehrboss der "Blues" gemausert hat, die deutsche Achse perfekt. Drumherum haben – kurioserweise durch die Transfersperre, die Chelsea aufgrund von Verstößen bei 29 Verpflichtungen von U18-Spielern aufgebrummt bekam – Talente aus dem eigenen Stall den Durchbruch geschafft. Beispielsweise Mason Mount (21), Reece James (20) oder Tammy Abraham (22), der Ex-Dortmunder Christian Pulisic (21) zählt ebenfalls zu den Leistungsträgern. Sie alle sind jung und brennen auf Erfolg – genau wie Werner und Havertz.

"Wir wollen die Lücke schließen und so schnell wie möglich dahin zurück, wo wir hingehören", sagte Lampard nach dem 3:5 beim FC Liverpool vergangene Woche. Vor dem Anpfiff musste seine Mannschaft für den neuen Meister Spalier stehen, wie es sich auf der Insel gehört. Doch das entspricht nicht den Ansprüchen des FC Chelsea. Neue Titel sollen her – national wie international.

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