28. April 2021 / 14:27 Uhr

Champions League der Pfeile: Frauen stellen sich kuriosen Aufgaben

Champions League der Pfeile: Frauen stellen sich kuriosen Aufgaben

Lukas Everling
Peiner Allgemeine Zeitung
Eileen Hartmann probierte sich an einigen Step-Aerobic-Übungen im eigenen Wohnzimmer. 
Eileen Hartmann probierte sich an einigen Step-Aerobic-Übungen im eigenen Wohnzimmer. 
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Der FC Chelsea und Manchester City sind in Broistedt derzeit hoch im Kurs. Etwa 50 Fußballerinnen des FC Pfeil haben sich eine Teams aufgeteilt und nach europäischen Spitzenklubs benannt. Nun erledigen sie Woche für Woche teils kuriose sportliche Aufgaben. 

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​Die Broistedter Fußballerinnen wollten eigentlich bald auf den Platz zurückkehren. Weil das immer noch nicht möglich ist, laufen sie nun rückwärts durch die Feldmark, umrunden Gewässer und entdecken vom Baumstammwerfen, über Darts, Billard und Volleyball, bis hin zum Slacklining neue Sportarten für sich. Das waren die Herausforderungen, die sich das Pfeil-Trainerteam für die erste Woche einer neuen Challenge überlegt hat. Und die Aufgaben werden noch kurioser.

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„FC Pfeil Champions League“ heißt der Wettbewerb, bei dem die etwa 50 Broistedter Fußballerinnen in kleinen Gruppen gemeinsam die Aufgaben lösen. Benannt sind die Teams nach europäischen Spitzenklubs wie Manchester United und FC Barcelona. Doch den Frauen geht es nicht um horrende Geldsummen aus der TV-Vermarktung, sondern nur um den Spaß an der Bewegung. „Irgendetwas müssen wir den Mädels doch anbieten“, sagt Börge Warzecha, Trainer der Oberliga-Mannschaft, der etwas überrascht ist: „Die sind wirklich alle heiß auf die Aufgaben und geben sich richtig viel Mühe.“

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Um die Ergebnisse sei es nicht in erster Linie gegangen, erklärt Warzecha: „Viel mehr um den Spaß und die Kommunikation innerhalb des Teams.“ Außerdem sollten die Pfeil-Fußballerinnen ihre Fortschritte mit Videos und Fotos dokumentieren und für das Ende der Woche ein Video schneiden. „Dafür gibt es noch Kreativpunkte“, sagt Coach Börge Warzecha.

Die hätte es auch für die ein oder andere Sportart geben können, die die Frauen ausprobierten. Angelina Bode nahm ein paar kleinere Baumstämme und schmiss sie wie es die Schotten bei ihren Highland-Games machen. Einige Spielerinnen waren mit Inline-Skates unterwegs, machten Tricks mit dem City-Roller, Yoga- und Fitness-Übungen und spielten Tischtennis sowie Federball im Garten.

Dass es gleich in der ersten Woche einen geteilten Sieger gab, damit hätte Börge Warzecha nicht gerechnet. „Bei den vielen Kriterien, nach denen wir Punkte verteilen, ist das wirklich ungewöhnlich“, sagt der Coach und lacht. Extra-Punkte gab es vor allem dafür, dass alle im Team die Aufgabe gelöst haben und wenn die Pfeil-Fußballerinnen mehr als nötig gemacht haben.

Während beim FC Chelsea – Eileen und Steffi Hartmann, Fenja Ahrens, Melissa Scholz, Charleen Hoch und Melanie Löper – alle Gruppenmitglieder mindestens einen Kilometer im Rückwärtslaufen absolvierten, konzentrierten sich die Frauen von Manchester City – Nina Benke, Selin Topatar, Louisa Plett, Mary Rissland, Angelina Bode und Bianca Giering – mehr auf das Ausprobieren vieler verschiedener Sportarten. „Ich wohne ja nicht auf dem Mond“, sagt Warzecha, „aber da waren Sachen dabei, die kannte ich bisher auch noch nicht. Das waren eher Studentensportarten.“

Nun werden die Aufgaben der Trainer noch kreativer. In dieser Woche müssen die Mitglieder eines Teams zusammengerechnet die Strecke eines Marathons zurücklegen. „Allerdings nicht laufend, sondern wandernd. Und sie müssen sieben Kilogramm an Gewicht dabei haben“, erklärt Börge Warzecha. 800 Meter sollen die Fußballerinnen zudem hüpfend zurücklegen und auch eine Laufaufgabe steht auf dem Zettel.

Dafür müssen sich die Pfeile-Frauen aber ihre Strecke ganz genau aussuchen, denn anhand ihrer Route soll bei „Google Maps“ ein Symbol auf der Landkarte erkennbar sein. „Das kann dann eine Schnecke sein oder von mir aus auch ein Elefant“, sagt Warzecha und lacht. „Kreise und Quadrate sind allerdings such Symbole – die Strecke muss aber mindestens vier Kilometer lang sein.“

Auf jeden Fall gilt wieder: „Hauptsache die Mädels bewegen sich.“