21. April 2021 / 21:04 Uhr

Champions-League-Träumereien: Dietmar Hamann nimmt sich Schalke-Profi Suat Serdar zur Brust

Champions-League-Träumereien: Dietmar Hamann nimmt sich Schalke-Profi Suat Serdar zur Brust

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Dietmar Hamann (l.) hat Suat Serdar für dessen Champions-League-Träumereien gegeißelt.
Dietmar Hamann (l.) hat Suat Serdar für dessen Champions-League-Träumereien gegeißelt. © Getty/IMAGO/Fotostand
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Schalke muss den bitteren Gang in die Zweitklassigkeit antreten - zum ersten Mal seit 1988. Offen ist, ob S04 in der 2. Liga mit Nationalspieler Suat Serdar planen kann. Der 24-Jährige ließ seine eigene Zukunft offen und sprach über seinen Karriere-Traum von der Champions League - sehr zum Ärger von Ex-Nationalspieler Dietmar Hamann.

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Mit Unverständnis hat der frühere Nationalspieler Dietmar Hamann auf die Aussagen von Nationalspieler Suat Serdar reagiert, in Zukunft in der Champions League spielen zu wollen und Titel zu gewinnen. In einem am Mittwoch wenige Stunden nach dem Abstieg von Serdars Klub FC Schalke 04 veröffentlichten Interview mit der Zeitschrift Sport Bild hatte der 24-Jährige über seine Karriereplanung gesprochen. "Da frage ich mich, ob diese Spieler den Bezug zur Realität verloren haben", so Hamann bei Sky.

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S04 steht nach einer desaströsen Saison bereits vier Spieltage vor dem Ende der Saison als erster Absteiger aus der Bundesliga fest - nach 30 Jahren endet die Bundesliga-Zeit der Gelsenkirchener im Chaos. Der Klub sei "sang- und klanglos" abgestiegen, meinte Hamann und kritisierte die Mannschaft. "Ich habe das Gefühl, dass viele dieser Spieler immer noch denken, dass ihr Anspruch die Europa League oder die Champions League ist oder was auch immer." Man könne nun "sagen, der Kader ist falsch zusammengestellt, das interessiert mich nicht", sagte der 47-Jährige. "Ich muss mich fragen, ob die Spieler sich nicht falsch einschätzen."

Serdar hatte seine persönliche Zukunft am Mittwoch offen gelassen. "Ich weiß wirklich nicht, was im Sommer passiert. Das darf jetzt auch kein Thema sein. Wir haben die Pflicht, die Saison so anständig es überhaupt noch möglich ist, zu Ende zu bringen“, sagte der viermalige Nationalspieler. "Fakt ist außerdem, dass ich einen Vertrag auf Schalke habe. Langfristig will ich möglichst dauerhaft in der Champions League spielen und Titel gewinnen. Das war auch immer schon ein großer Wunsch von mir, ebenso irgendwann im Ausland Fußball zu spielen."



Das 0:1 bei Arminia Bielefeld war am Ende entscheidend für den ersten Abstieg der Knappen seit 1988. Es ist der vierte Abstieg der Klubgeschichte, der einen zusätzlichen faden Beigeschmack erhielt, weil es nach der Partie Jagdszenen von vermeintlichen S04-Anhängern gegen Spieler und Mitglieder des Funktionsstabes gab.

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