14. März 2019 / 17:13 Uhr

Hoffenheim-Coach Julian Nagelsmann nach Champions-League-Fiasko: "Wir dürfen den Weg nicht verlassen"

Hoffenheim-Coach Julian Nagelsmann nach Champions-League-Fiasko: "Wir dürfen den Weg nicht verlassen"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Julian Nagelsmann sieht den deutschen Fußball nicht in einer Krise.
Julian Nagelsmann sieht den deutschen Fußball nicht in einer Krise. © imago images / Eibner
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Hoffenheim-Trainer Julian Nagelsmann mahnt nach dem frühen Ausscheiden der deutschen Klubs in der Champions League "nicht schwarz" zu sehen und plädiert für die Ausbildung von guten Talenten. Horst Heldt, Manager von Hannover 96, macht vor allem die 50+1-Regelung für das schwache Abschneiden der deutschen Klubs verantwortlich.

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Nach dem Champions-League-Aus von Bayern München, Borussia Dortmund und Schalke 04 gegen englische Mannschaften plädiert Hoffenheims Coach Julian Nagelsmann für konsequente Arbeit mit Talenten. "Einfach nicht so viel jammern, sondern akzeptieren, wie es ist!", sagte der 31-Jährige, der mit der TSG als Neuling selbst in der Vorrunde der Königsklasse gescheitert war, am Donnerstag. Angesichts der Schere zwischen Bundesliga und Premier League empfahl Nagelsmann: "Weiter versuchen, gute Talente auszubilden, dass wir durch günstige Investitionen trotzdem Topspieler rauskriegen. Es wird ein paar Jährchen dauern und wir dürfen den Weg nicht verlassen." Wenn man diesen Weg verlasse, werde es schwer, Chancengleichheit zu erreichen.

Nagelsmann will "nicht schwarz" sehen

Gleichzeitig will der künftige Coach von RB Leipzig "nicht schwarz" sehen. "Es war nicht so, dass wir in allen Spielen - außer vielleicht Schalke (gegen Manchester City) - extrem chancenlos waren, betonte Nagelsmann. "Natürlich ist es nicht der Anspruch von einer erfolgsverwöhnten Fußball-Republik, dass alle vier Mannschaften vor den wichtigen Runden ausscheiden."

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Nagelsmann wirft den Blick nach vorne

Wenn der 18. in der Premier League einen 20 Millionen Euro höheren Etat habe als ein Bundesliga-Klub, dann sei es einfach schwer. "Dass die Engländer jetzt mit vier Mannschaften weiterkommen, ist bei dem Salär, den sie einstecken, nicht verwunderlich. Es wäre erschreckend, wenn es nicht so wäre", sagte der Hoffenheimer Coach noch. Sein Tipp: "Mund abwischen, nächstes Jahr wieder qualifizieren und es vielleicht besser machen!"

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Horst Heldt fordert Grundsatzdiskussion im deutschen Fußball

Hannovers Manager Horst Heldt hat nach dem Aus der deutschen Mannschaften eine Grundsatzdiskussion im deutschen Fußball gefordert. "Wir müssen zwei Schritte zurückgehen und definieren: Was wollen wir? Ich kann mich doch nicht beschweren, dass wir international nicht mehr auf Augenhöhe sind, aber auf der anderen Seite ist die Wettbewerbsfähigkeit nicht gegeben“, sagte Heldt. „Das passt nicht zusammen. Da sollen die Leute die Klappe halten."

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Heldt: "Liverpool hat andere Voraussetzungen"

Heldt deutete vor allem die Situation um die 50+1-Regel in der Bundesliga an. Diese nur in Deutschland geltende Regel verhindert, dass externe Investoren mehrheitlich bei ausgegliederten Profi-Kapitalgesellschaften einsteigen können. "Ich habe mich beim Spiel zwischen Bayern und Liverpool nicht aufgeregt und auch nicht gewundert. Liverpool hat andere Voraussetzungen. Die geben 80 Millionen Euro für einen Innenverteidiger aus und wir machen große Augen", sagte der 96-Manager. "Ich kann aber Menschen nicht für voll nehmen, die sich jetzt über diese Situation wundern."

Der Ex-Profi plädiert für "eine ehrliche Grundsatzdiskussion" im deutschen Fußball. "Die wird aber im Moment nicht ehrlich geführt. Ich kann da nur appellieren: Die ist verdammt wichtig“, sagte Heldt.

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