23. März 2019 / 10:43 Uhr

Geheimpläne für die Super League: Wird die Champions League massiv verändert?

Geheimpläne für die Super League: Wird die Champions League massiv verändert?

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Sergio Ramos mit dem Henkelpott, der Trophäe für den Sieger der Champions League.
Sergio Ramos mit dem Henkelpott, der Trophäe für den Sieger der Champions League. © imago/VI Images
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Die Idee einer europäischen Super League mit den besten Klubs Europas ist offenbar noch nicht vom Tisch. Laut "Bild" wurde beim ECA-Treffen zu Beginn der Woche ein Plan zur Reform der Champions League diskutiert.

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Die Einführung einer europäischen Super League ist offenbar noch lange nicht vom Tisch. Wie die Bild berichtet, unterbreiteten die Vertreter der European Club Association (ECA) bei ihrem Treffen mit der UEFA-Spitze am vergangenen Dienstag einen Vorschlag zur Reform der Champions League. Demnach soll die Königsklasse von 2024 an in einem dreistufigen Ligensystem ausgespielt werden, mit Auf- und Abstieg zwischen den Ligen. Der Sieger - eine Art Klub-Europameister - wird unter den 32 Mannschaften gekürt, die in der Liga A prinzipiell nach dem bestehenden Format spielen. Die Europa League und die neue Europa League 2 sollen darunter integriert werden.

Eine Bestätigung zu diesen Plänen, die von Juve-Boss Andrea Agnelli vorgetragen wurden, gibt es bislang weder von der UEFA noch der ECA. Beide hatten am Dienstag lediglich mitgeteilt, dass sie ihre turnusmäßigen Konsultationen über die Wettbewerbsformate von 2024 an aufgenommen haben. Klar ist: Der aktuelle Plan würde eine massive Abwertung der nationalen Ligen bedeuten.

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Die wollen die Topklubs aus Spanien, Frankreich und Italien demnach mit diesem Vorstoß überwinden. Vor allem PSG und Juventus sind in ihren Ligen seit Jahren unterfordert, führen in der Ligue 1 und der Serie derzeit uneinholbar mit 20 respektive 15 Punkten. Die Super League würde im Gegensatz dazu regelmäßig Spiele auf Topniveau bedeuten und deutlich höhere TV-Einnahmen. Wahrscheinliche Gegner dieser Pläne sind unter anderem die Klubs der Premier League, die einen derartigen Wettbewerb gar nicht nötig haben.

Mögliche Einführung der Super League sorgte schon 2018 für Wirbel

DFB-Präsident Reinhard Grindel hatte in der Vorwoche seine Hoffnung geäußert, dass mit der von ihm abgelehnten Einführung der Klub-WM 2021 durch die FIFA zumindest alle Pläne für eine europäische Klub-Liga vom Tisch sein. Innerhalb der ECA gibt es aber offenbar Unstimmigkeiten. Dem angekündigten Boykott der Klub-WM wollen sich der FC Bayern und Real Madrid nicht mehr anschließen.

Im Vorjahr hatten Berichte über angebliche Gespräche eben dieser beiden Top-Klubs über die Einführung einer Super League für Wirbel gesorgt. Die Münchner hatten sich daraufhin klar zur Bundesliga bekannt. Die Idee, Europapokal-Spiele künftig am Wochenende zu bestreiten, hatte DFL-Chef Christian Seifert im Januar als „rote Linie“ bezeichnet und juristischen Widerstand angekündigt. Die ECA trifft sich am Montag und Dienstag zur Generalversammlung aller 232 Klubs in Amsterdam.

Hier abstimmen: Sollten die Topklubs in einer Super League spielen?

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