24. November 2020 / 12:19 Uhr

Champions League der Frauen: Wolfsburg muss nach Serbien, Bayern gegen Amsterdam

Champions League der Frauen: Wolfsburg muss nach Serbien, Bayern gegen Amsterdam

Andreas Pahlmann und Jasmina Schweimler
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
In Nyon wurden die Gegner für den VfL Wolfsburg und den FC Bayern ermittelt.
In Nyon wurden die Gegner für den VfL Wolfsburg und den FC Bayern ermittelt. © AFP
Anzeige

Lissabon oder Turin wären möglich gewesen - doch es geht für die Fußballerinnen des VfL Wolfsburg Richtung Südosten: Spartak Subotica ist der erste Champions-League-Gegner dieser Saison. Der FC Bayern bekommt es mit Ajax Amsterdam zu tun.

Anzeige

Der VfL Wolfsburg gegen Spartak Subotica aus Serbien, der FC Bayern gegen Ajax Amsterdam: Das ist aus deutscher Sicht das Ergebnis der Frauen-Champions-League-Auslosung, die am Dienstagmittag in Nyon stattfand. Der amtierende deutsche Meister und der Vizemeister treten dabei am 9./10. Dezember zuerst auswärts an, die Heimspiele in dieser Runde der letzten 32 finden am 15./16. Dezember statt.

Anzeige

Dass es für den VfL Wolfsburg eine vor allem in Corona-Zeiten eher unangenehme Reise werden wird, stand schon vor der eigentlichen Auslosung fest. Denn ähnlich wie bei den Männern loste die UEFA die Paarungen in Gruppen aus, der Kreis der möglichen Wolfsburg-Gegner wurde so bereits auf vier reduziert - neben Subotica wären FK Minsk aus Weißrussland, WFC Lanchkhuti aus dem äußersten Nordorsten Georgiens und Schytlobud Charkiw aus der Ukraine im Topf gewesen.

Mehr zum Frauenfußball

Für die Wolfsburgerinnen ist Spartak kein unbekannter Gegner: Bereits 2015 trafen beide Teams in der Runde der letzten 32 aufeinander. Im Hinspiel gab es ein 0:0, im Rückspiel machte der VfL durch ein 4:0 aber alles klar - Verena Schweers (damals Faißt), Julia Simic (jetzt AC Mailand), Lara Dickenmann und Caroline Hansen (FC Barcelona) trafen damals. Spartak ist derzeit mit 37 Punkten Tabellenführer der serbischen Liga, hat in 13 Partien nicht einmal verloren (12 Siege, 1 Unentschieden). Beeindruckend: In diesen 13 Spielen erzielte die Mannschaft stolze 82 (!) Tore und kassierte im Gegenzug nur drei. Zwischen 2011 und 2019 holten die Serbinnen 10 nationale Titel, darunter neun Meisterschaften in Folge.

Offen ist, wo das VfL-Auswärtsspiel ausgetragen wird, Subotica liegt rund zwei Busstunden vom Flughafen Belgrad entfernt, schon vor fünf Jahren war allerdings eine Verlegung in ein Stadion der Hauptstadt im Gespräch, scheiterte damals aber an der parallelen Austragung eines U21-Spiels.

"Als Finalist der vergangenen Saison werden wir natürlich als klarer Favorit in die Spiele gegen Spartak Subotica gehen", so Ralf Kellermann, Sportlicher Leiter der VfL-Frauen. "Wir wissen aber auch, dass vor allem wegen der infrastrukturellen Voraussetzungen das Spiel in Serbien eine Herausforderung für das Team sein wird. Dass wir in der Saison 2015/2016 schon einmal gegen Subotica gespielt haben, kommt uns nun für die Reiseplanung zu Gute, denn hier können wir die gesammelten Erfahrungen gut nutzen. Auch sportlich könnte das Los ein gutes Omen sein, immerhin erreichten wir in 2016 das Finale.“

Der VfL und die Bayern gehörten bei der Auslosung zu den 16 gesetzten Teams, liegen in der Fünfjahres-Wertung der UEFA auf Rang zwei und fünf. Top-Team ist Titelverteidiger und Dauersieger Olympique Lyon, der Wolfsburg im Finale 2020 mit 3:1 besiegt hatte und jetzt auf Turin trifft. Neben Lyon sind die Wolfsburgerinnen die einzigen Teilnehmer, die die CL-Trophäe bereits gewannen - 2013 und 2014. Mit Benfica Lissabon, PSV Eindhoven und Servette Chênois Genf sind drei Vereine erstmals in der Runde der letzten 32 dabei.

Die Paarungen der ersten Runde auf einen Blick:

Sparta Prag (TCH) - Glasgow City (SCO)

AC Florenz (ITA) - Slavia Prag (TCH)

FC Minsk (BLR) - Lillestrøm SK Kvinner (NOR)

SKN St. Pölten (ÖST) - FC Zürich (CH)

Ajax Amsterdam (NDL) - Bayern München (D)

Kopparbergs/Göteborg FC (SWE) - Manchester City (ENG)

Juventus Turin (ITA) - Olympique Lyon (FRA)

PSV Eindhoven (NDL) - FC Barcelona (SPA)

Anzeige

Servette Chênois Genf (CH) - Atlético Madrid (SPA)

Spartak Subotica (SER) - VfL Wolfsburg (D)

Valerenga Oslo (NOR) - Brøndby IF Kopenhagen (DÄN)

Gornik Leszna (POL) - Paris Saint-Germain (FRA)

Benfica Lissabon (POR) - Chelsea FC (ENG)

Pomurje Beltinci (SLO) - Fortuna Hjørring (DÄN)

Schytlobud Charkiw (UKR) - BIIK Kazygurt (KAZ)

WFC Lanchkhuti (GEO). - FC Rosengård (SWE)

Die Champions League der Frauen wird in dieser Saison letztmals im jetzigen Modus gespielt, in der kommenden Spielzeit wird es eine Gruppenphase geben, für die sich der deutsche Meister direkt qualifizieren wird. Erstmals sind dann statt bisher zwei drei deutsche Teams dabei - der Vizemeister wird eine Qualifikations-Runde vor der Gruppenphase bestreiten, der Liga-Dritte zwei.