28. Oktober 2020 / 22:51 Uhr

Champions League kompakt: Sancho erlöst BVB gegen Zenit - Leipzig bekommt Packung gegen Manchester United

Champions League kompakt: Sancho erlöst BVB gegen Zenit - Leipzig bekommt Packung gegen Manchester United

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Jadon Sancho erlöst den BVB, während Manchester United RB Leipzig die Hütte voll macht.
Jadon Sancho erlöst den BVB, während Manchester United RB Leipzig die Hütte voll macht. © Lukas Schulze, Clive Brunskill/Getty Images
Anzeige

Arbeitssieg für den BVB, Klatsche für RB Leipzig: Die deutschen Teams haben am Mittwoch in der Champions League zwei höchst unterschiedliche Leistungen abgeliefert. Während die Dortmunder lange auf den erlösenden Siegtreffer warten musste, lief bei Bundesliga-Tabellenführer RB so gut wie nichts zusammen

Anzeige

Am Dienstag waren die deutschen Teams in der Champions League durchaus erfolgreich unterwegs. Am Dienstag gewann der FC Bayern bei Lokomotive Moskau, während Borussia Mönchengladbach einen Punkt gegen Real Madrid holte - dabei war sogar der Sieg drin. Am Mittwoch taten sich Borussia Dortmund und RB Leipzig in ihren Duellen gegen Zenit St. Petersburg und Manchester United hingegen schwer. Der BVB rettete immerhin den Sieg, während Manchester United Leipzig deutlich die Grenzen aufzeigte.

Anzeige

Borussia Dortmund - Zenit St. Peterburg 2:0 (0:0)

Ein Elfmeter-Treffer von Jadon Sancho hat Borussia Dortmund in der Champions League wieder in die Spur gebracht. Doch es war ein hartes Stück Arbeit nach der 1:3-Pleite bei Lazio Rom einen Erfolg zu feiern. BVB-Trainer Lucien Favre forderte vor dem Duell gegen die Russen Geduld - von sich, den Fans und den Journalisten. Damit sollte der Schweizer richtig liegen. Zwar waren die Borussen die spielbestimmende Mannschaft gegen Zenit, doch echte Chancen - geschweige denn Torgefahr - waren Mangelware. Dabei setzt Favre von Beginn an auch Kapitän Marco Reus und Gio Reyna, um mehr Geschwindigkeit ins Spiel zu bringen. Erst nach einer guten halben Stunde wurde es besser - wobei ausgerechnet die beiden die besten Dortmunder Möglichkeiten hatten. Reyna verfehlte 15 Minuten knapp das Tor und den Freistoß von Reus hielt Keeper Mikhail Kerzhakov. Kurz vor der Pause verpasste Erling Haaland nach einem guten Pass von Sancho.

BVB in Noten gegen Zenit: Die Einzelkritik im Überblick

 Der BVB in der Einzelkritik gegen St. Petersburg. Zur Galerie
Der BVB in der Einzelkritik gegen St. Petersburg. ©

In der zweiten Halbzeit ein ähnliches Bild: Der BVB hatte viel Ballbesitz, doch zwingend wurde es selten. Haaland bewegte sich nicht zunehmend im Raum, um Lücken zu reißen und Bewegung ins Spiel zu bringen. Doch den Schwarz-Gelben fiel weiter wenig ein. Ein Distanzschuss von Mo Dahoud (66.) ging knapp daneben. So profitierte Borussia Dortmund von einer dummen Aktion von Vyacheslav Karavaev, der bei einer Hereingabe den Comebacker Thorgan Hazard im Strafraum zu Boden riss (77.). Den fälligen Elfmeter verwandelte der kriselnde Sancho souverän. In der Nachspielzeit erhöhte Erling Haaland nach einem tollen Laufweg dann noch auf 2:0 für den BVB - sein 12. Champions-League-Tor seiner jungen Karriere.

Manchester United - RB Leipzig 5:0 (1:0)

Ein Dreierpack von Marcus Rashford ließ alle Sieghoffnungen im Theater der Träume platzen - und am Ende kam es knüppeldick. RB Leipzig verlor deutlich mit 0:4 bei Manchester United. Es war so gar nicht RB-like, was die Mannschaft von Julian Nagelsmann lange anbot. In der Offensive fanden die Erben von Timo Werner nicht zu ihrem Spiel, konnte kein Tempo entwickeln und auch Ideen waren selten. So war es die Heimmannschaft, die nach 21 Minuten in Führung ging. Der Teenager Mason Greenwood brachte den Premier-League-Klub in Führung - allerdings aus abseitsverdächtiger Position. Doch der Videobeweis entschied, dass der Treffer zählt. United verteidigte in der Folge sehr diszipliniert und ließ Leipzig nicht zu Chancen kommen.

Auch nach der Pause agierte Leipzig in einer chancenarmen Partie zu ungenau. Mit laufender Spieldauer wurde es dann ruppiger, wodurch der Spielfluss immer mehr gestört wurde. In der 65. Minute dann aber fast der Ausgleich durch Ibrahima Konate. Er zwang David de Gea mit einem Kopfball zu einer Glanztat. Kurz darauf erhöhte Manchester United durch Marcus Rashford auf 2:0 für den Premier-League-Klub, nachdem er allein aufs Tor von Peter Gulasci zulief (74.). Eine Überprüfung durch den Videobeweis sah keine Abseitsstellung. Nur vier Minuten später erhöhte er gar auf 3:0. Doch damit noch kein Ende: Sabitzer brachte Martial im Strafraum zu Fall, trat selbst und erzielte das 4:0. Fast hätte Edinson Cavani sogar das fünfte Tor erzielt, stand allerdings im Abseits. Das holte Rashford nach, der in der Nachspielzeit tatsächlich auf 5:0 erhöhte.