14. Mai 2021 / 21:31 Uhr

Champions League: Letztes Finale vor der Reform, DAZN steht in den Startlöchern

Champions League: Letztes Finale vor der Reform, DAZN steht in den Startlöchern

Andreas Pahlmann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Finale: Chelsa (M. Pernille Harder) greift der nach der Champions-League-Krone, den Bundesliga-Team (l. Wolfsburgs Lena Oberdorf) bleibt nur die Zuschauer-Rolle.
Finale: Chelsa (M. Pernille Harder) greift der nach der Champions-League-Krone, den Bundesliga-Team (l. Wolfsburgs Lena Oberdorf) bleibt nur die Zuschauer-Rolle. © MTVA - Media Service Support and Asset Management Fund
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FC Chelsea gegen den FC Barcelona - das ist das letzte Finale der alten Champions League der Frauen. Für das neue Format steht DAZN als Übertragungspartner in den Startlöchern. Und der VfL Wolfsburg hat weiter Hoffnung, vielleicht doch direkt in die Gruppenphase 2021/22 zu rutschen.

Das höchste Fest des europäischen Frauenfußballs auf Vereinsebene findet ohne deutsche Teams statt: Im Endspiel der Champions League stehen sich am Sonntagabend (21 Uhr) in Göteborg der FC Chelsea und der FC Barcelona gegenüber. Die Bundesliga schaut zu. Immerhin: Riem Hussein aus Bad Harzburg ist Schiedsrichterin dieses Turniers – und auf beiden Seiten gehört eine ehemalige Spielerin des VfL Wolfsburg zu den Top-Stars: Pernille Harder beim FC Chelsea, der den VfL und die Bayern aus dem Turnier geworfen hatte, und Caroline Hansen beim FC Barcelona.

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Für beide wäre es der erste Titel in der Königsklasse – für ihre Klubs jeweils auch. Und: Es ist das letzte Spiel der alten Champions League, in der kommenden Saison wird wie bei den Männern auch mit Gruppenphase gespielt. „Es wird interessanter“, findet VfL-Spielerin Lena Oberdorf, „es werden mehr Top-Teams aus starken Ligen aufeinandertreffen."

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Als Meister wäre der VfL direkt für die neue Gruppenphase qualifiziert – bei zwei ausstehenden Bundesliga-Spielen und zwei Punkten Rückstand auf die Bayern sieht es aber eher danach aus, dass Wolfsburg Zweiter wird und dann in eine Quali-Runde muss. So oder so: „Es werden mehr Spiele“, so Oberdorf, „es wird auch eine höhere Belastung, vielleicht werden wir mehr rotieren müssen – aber das konnte der VfL ja schon immer gut.“

Mehr Spiele, bessere Vermarktung, mehr Einnahmen – und vor allem mehr Präsenz auf dem Bild. Denn die Gruppenphase der neuen Champions League wird zentral vermarktet, als Partner steht der Sport-Streaming-Dienst DAZN in den Startlöchern, der bereits das Finale am Sonntag in einigen Ländern – unter anderem Kanada und Thailand – zeigt. In Deutschland überträgt Sport1. „Das wird natürlich geguckt“, sagt Oberdorf, den Schmerz über das eigene Aus im Viertelfinale könne man angesichts eines attraktiven Spiels schon aushalten.

Vorher beginnt am Sonntag die Vorbereitung auf die letzten Spiele der Saison, der VfL muss zweimal gegen Eintracht Frankfurt ran (in der Liga und im Pokalfinale), dann geht‘s gegen Werder Bremen. „Wir werden alles raushauen, was geht“, sagt Oberdorf – und schielt mit einem Auge auf die Bayern, die noch einmal verlieren müssen, damit der VfL doch Meister werden kann. "Bayern hat mit den Spielen gegen Leverkusen und Frankfurt ein echt schweres Restprogramm. Ich glaube, das kann noch mal spannend werden.“