18. Mai 2021 / 16:45 Uhr

Champions League mit Wolfsburg-Fans im Stadion? Schmadtke macht Hoffnung

Champions League mit Wolfsburg-Fans im Stadion? Schmadtke macht Hoffnung

Engelbert Hensel, Marcel Westermann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Der VfL Wolfsburg in der neue Saison wieder vor Fans? Manager Jörg Schmadtke ist vorsichtig optimistisch.
Der VfL Wolfsburg in der neue Saison wieder vor Fans? Manager Jörg Schmadtke ist vorsichtig optimistisch. © Roland Hermstein
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Der VfL Wolfsburg spielt in der kommenden Saison nach fünfeinhalb Jahren mal wieder in der Champions League. Da wären die Fans gern im Stadion dabei - Manager Jörg Schmadtke macht Hoffnung.

Am Samstag (15.30 Uhr) wird der VfL sein Saisonfinale gegen Mainz bestreiten – und wie auch zuletzt werden keine Fans dabei sein. Aber in der neuen Runde, wenn der Wolfsburger Fußball-Bundesligist in der Liga, im Pokal und in der bei den Fans so sehnsüchtig erwarteten Champions League spielt, könnte sich das ändern. Jörg Schmadtke zeigt sich aufgrund sinkender Corona-Zahlen vorsichtig optimistisch.

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„Ich habe schon die Hoffnung, dass da was passiert“, sagt der VfL-Manager, "dass wir da wieder vor Fans spielen können.“ Zu weit aus dem Fenster lehnen mag er sich da nicht, weil die vergangenen Monate gezeigt hätten, wie dynamisch die Lage sein könne. „Jetzt muss man mal sehen, wie sich die nächsten Monate gestalten“, so Schmadtke weiter. „Wenn jetzt mehr Öffnungen kommen, wenn jetzt mehr Impfungen da sind und die Inzidenzwerte immer weiter zurückgehen, dann schauen wir mal.“

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Und die Corona-Zahlen gehen gerade zurück, Hansa Rostock etwa kann am Samstag einen möglichen Zweitliga-Aufstieg mit 7500 Fans feiern, in Wolfsburg jedoch bleibt die Arena im Duell mit Mainz leer. Grund für die unterschiedlichen Regelungen zum Saisonende sind die jeweiligen Inzidenzwerte in den Städten. In Rostock liegt der Wert derzeit weit unter 100. Auch an der Alten Försterei dürfte am Samstag die Stimmung steigen. Bis zu 2000 Union-Fans können bei der Begegnung gegen Leipzig im Stadion dabei sein, wenn die Inzidenzzahlen in der Hauptstadt auch in den kommenden Tagen so niedrig bleiben wie aktuell. So richtig gut findet Schmadtke das nicht, sollte Union vor Fans spielen dürfen: „Ehrlich gesagt finde ich das komisch. Ich finde, wir müssen schon aufpassen, dass es am Ende nicht so ein Wettbewerbs-Geschmäckle bekommt.“

In die VW-Arena darf gegen Mainz jedenfalls niemand, allerdings könnte es außerhalb des Stadions beim Spiel Unterstützung für die Mannschaft geben. Denn in den sozialen Netzwerken kursiert nun ein Aufruf für alle VfL-Fans. Diese sollen sich demnach am Samstag um 15 Uhr vor der Nordkurve versammeln. Dem Klub ist das bekannt, mit Hunderten oder gar Tausenden rechnet der Verein aber nicht. Dennoch wichtig: All diejenigen, die dem Aufruf nachkommen, sollten darauf achten, den Mund-Nasen-Schutz zu tragen und Abstand zu halten. Alternativ - und das wäre für alle Beteiligten noch sicherer - können die VfL-Fans von zu Hause kurze Videos einsenden, die vor dem Spiel im Stadion auf der Leinwand gezeigt werden. "Bevor wir uns auf die neue Saison freuen, sollten wir erst mal die alte zum Abschluss bringen", sagte Stadionsprecher Georg Poetzsch in einem kurzen Aufsager in den sozialen Netzwerken des Vereins. Gesendet werden können die Videos an 0152/01647051.

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Der VfL und die Fans: Es war der 1. März 2020, als der VfL vor knapp 22.000 Zuschauern bei Union gespielt hatte. 2:2 trennten sich damals beide Mannschaften, die Hauptstädter hatten mit 2:0 in Front gelegen, ehe Yannick Gerhardt und Wout Weghorst den Wolfsburgern doch noch einen Punkt sicherten. Eine Woche später war Leipzig in der VW-Arena zu Gast, vor 27.200 Zuschauern gab's ein 0:0. Was damals wohl niemand so recht geahnt hatte: Es waren für lange Zeit die beiden bisher letzten Spiele vor unbegrenzt vielen Zuschauern. In dieser Saison hatte der einzig gegen Leverkusen (vor 500), in Freiburg (3.200), gegen Augsburg (4600), in Gladbach (300) und gegen Bielefeld (4600) vor Fans spielen dürfen. Schmadtke hatte bereits zu Beginn dieses Jahres gesagt, dass er nicht daran glaube, dass der VfL in dieser Spielzeit noch einmal vor Fans wird spielen können – und behielt damit Recht. Jetzt wünscht nicht nur er sich, dass er mit Blick auf die neue Saison am Ende wieder Recht behält.

Entwarnung bei Brekalo

Unterdessen gibt's Neuigkeiten von Flügelspieler Josip Brekalo. Der Kroate hatte sich in der vergangenen Woche beim Abschlusstraining bei einem Zusammenprall mit Torwart Pavao Pervan verletzt und verpasste darum die Partie bei RB Leipzig. Nun ist klar: Der Außenbahner, der beim 3:0 gegen Union Berlin eine Woche zuvor seinen ersten Dreierpack erzielt hatte, ist nicht schlimmer verletzt und dürfte schon am Mittwoch wieder mit der Mannschaft üben. Gleiches gilt für John Anthony Brooks. Der Innenverteidiger hatte die Einheit am Dienstag aufgrund einer Fußprellung verpasst.

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