14. September 2017 / 14:01 Uhr

Champions-League-Premiere : Ohne Keita aber mit alten Helden von RB Leipzig

Champions-League-Premiere : Ohne Keita aber mit alten Helden von RB Leipzig

Anne Grimm
Leipziger Volkszeitung
Ohne Naby Keita hat dem Spiel von RB Leipzig das ordnende Element gefehlt. 
Ohne Naby Keita hat dem Spiel von RB Leipzig das ordnende Element gefehlt.  © Imago
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Beim historischen Debüt in der Königsklasse vermischte sich ehemaliger Glanz mit einer neuen Ära bei RB Leipzig. Die früheren Helden haben dem aktuellen Star Naby Keita noch etwas Voraus.

Leipzig. Schöne Geste zum historischen ersten Champions-League-Abend: RB Leipzig hatte am Mittwoch alle ehemaligen Fußballer eingeladen, die mindestens 50 Pflichtspiele für den Verein bestritten haben. Unter den 16 Kickern, die zur Partie gegen Monaco gekommen waren, befanden sich Publikumslieblinge wie Tim Sebastian, Carsten Kammlott, Timo Röttger und Daniel Frahn. Sie wurden von den mehr als 40.000 Fans mit reichlich Applaus bedacht.

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Großer Empfang zur Champions League-Premiere: 16 ehemalige RB-Spieler wurden von den Fans gefeiert. 
Großer Empfang zur Champions League-Premiere: 16 ehemalige RB-Spieler wurden von den Fans gefeiert.  © PicturePoint

Mehr zum Thema: RB Leipzig entführt gegen Monaco zum Start in die Königsklasse einen Punkt

Alle haben zwei Dinge gemeinsam – sie halfen den Roten Bullen in den vergangenen Jahren, den Weg zur Königsklasse zu ebnen. Doch für Frahn und Co. war früh klar, dass es nicht reicht, um im Konzert der ganz Großen mitzumischen. Deshalb mussten sie den Verein verlassen.
Kommenden Sommer wird es mit Naby Keita den ersten Spieler geben, der RB Leipzig verlässt, weil er die Fähigkeiten für noch größere Aufgaben besitzt, sich schneller als andere entwickelt hat. Jürgen Klopp und der FC Liverpool sind das Ziel – RB Leipzig nimmt erstmals eine gigantisch hohe Ablösesumme von etwa 70 Millionen Euro ein.

JETZT Durchklicken: RB Leipzig - AS Monaco (1:1)

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RB Leipzig - AS Monaco (Imago) ©

Bis der Guineer den Weg in die englische Premiere League geht, will der 22-Jährige seine Bilanz von zehn Treffern und acht Torvorlagen in 36 Spielen für die Leipziger noch ausbauen. Bitter für den Mittelfeldstar, dass er ausgerechnet zur Premiere in der Königsklasse auf der Bank sitzen und die Beine wegen einer Adduktorenverletzung ruhig halten musste.

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​51 RB-Leipzig-Spieler und was aus ihnen geworden ist

Joshua Kimmich, Ante Rebic und Daniel Frahn spielten für RB Leipzig. Der <b>SPORT</b>BUZZER zeigt 50 ehemalige RB-Profis und was aus ihnen wurde. Zur Galerie
Joshua Kimmich, Ante Rebic und Daniel Frahn spielten für RB Leipzig. Der SPORTBUZZER zeigt 50 ehemalige RB-Profis und was aus ihnen wurde. ©

Beim 1:1 gegen den französischen Meister AS Monaco war der Ausfall des Feintechnikers deutlich spürbar: „Naby mit seiner Qualität hat uns heute in vielen Bereichen schon gefehlt, weil wir ein bisschen mehr Ruhe im Spiel und wahrscheinlich noch einen besseren Zugriff auf unser Offensivspiel gehabt hätten. Ohne Naby einen Punkt zu holen gegen Monaco ist aller Ehren wert“, sagte Trainer Ralph Hasenhüttl.

DURCHKLICKEN: Das sagt die Presse

Kicker.de schreibt zum Punktgewinn von RB Leipzig: Exakt 3039 Tage lagen zwischen der Gründung von RB Leipzig und dem ersten Auftritt in der Champions League. Und in diesem haben die Sachsen auch ihren ersten Zähler eingefahren. Gegen eine extrem diszipliniert agierende AS Monaco tat sich der Bundesligist über die gesamte Spielzeit in der Offensive schwer und kam deshalb nicht über ein 1:1 hinaus. Zur Galerie
Kicker.de schreibt zum Punktgewinn von RB Leipzig: "Exakt 3039 Tage lagen zwischen der Gründung von RB Leipzig und dem ersten Auftritt in der Champions League. Und in diesem haben die Sachsen auch ihren ersten Zähler eingefahren. Gegen eine extrem diszipliniert agierende AS Monaco tat sich der Bundesligist über die gesamte Spielzeit in der Offensive schwer und kam deshalb nicht über ein 1:1 hinaus." ©

Auch Keita wird nach seinem zweiten Jahr bei RB Leipzig zu den Spielern gehören, die mindestens 50 Pflichtspiele für den Verein absolviert und damit einen großen Beitrag zu einer neuen Ära bei den Roten Bullen geleistet haben. Bei ihm wird es jedoch schwerer als bei anderen, einen ebenbürtigen Nachfolger zu finden. Das Gute: Sportdirektor Ralf Rangnick bleibt dafür noch ein Jahr lang Zeit.

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