26. Februar 2020 / 22:54 Uhr

CL kompakt: Ramos sieht Rot! ManCity dreht Partie bei Real Madrid – Hertha-Neuling Tousart schockt Juventus

CL kompakt: Ramos sieht Rot! ManCity dreht Partie bei Real Madrid – Hertha-Neuling Tousart schockt Juventus

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Manchester City hat im Achtelfinal-Hinspiel einen Comeback-Erfolg bei Real Madrid gefeiert. Im Parallelspiel traf der künftige Hertha-Profi Lucas Tousart (r.) gegen Juventus Turin.
Manchester City hat im Achtelfinal-Hinspiel einen Comeback-Erfolg bei Real Madrid gefeiert. Im Parallelspiel traf der künftige Hertha-Profi Lucas Tousart (r.) gegen Juventus Turin. © imago images/Montage
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Manchester City und Star-Trainer Pep Guardiola haben beste Chancen auf den Einzug ins Viertelfinale der Champions League. Der englische Meister drehte das Hinspiel bei Real Madrid durch Tore von Gabriel Jesus und Kevin de Bruyne. Sergio Ramos sah Rot. Der künftige Hertha-Profi Lucas Tousart wurde in Lyon zum Juventus-Schreck.

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Real Madrid - Manchester City 1:2 (0:0)

Manchester City hat im Achtelfinal-Hinspiel mit einer guten Leistung ein Erfolgserlebnis bei Real Madrid geschafft. Die Mannschaft von Ex-Bayern-Trainer Pep Guardiola, die wegen einer drohenden Sperre der UEFA aufgrund von Verstößen gegen das Financial Fairplay möglicherweise zum vorerst letzten Mal in der Champions League antritt, siegte im Bernabeu und hat damit gute Chancen, im Rückspiel in Manchester den Viertelfinal-Einzug klar zu machen. Isco hatte Real mit einem Konter-Tor in Führung geschossen, ManCity drehte das Spiel aber durch einen Kopfballtreffer von Gabriel Jesus und ein Elfmetertor von Kevin de Bruyne.

Überraschend war Real ohne Weltmeister Toni Kroos in der Startelf angetreten. Der 30-Jährige, eigentlich im Mittelfeld gesetzt, konnte das Abschlusstraining laut Diario AS angeschlagen nicht beenden und wurde deshalb von Federico Valverde und Luka Modric ersetzt. Auf der Gegenseite stand Ilkay Gündogan in der ersten Elf von ManCity-Trainer Pep Guardiola, der überraschend die Stars Sergio Agüero und Raheem Sterling nur auf der Bank ließ.

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Die größte Chance des ersten Durchgangs hatte Manchesters Gabriel Jesus kurz vor der Pause. Der brasilianische Agüero-Vertreter nutzte eine unglückliche Abwehr von Real-Keeper Thibaut Courtois für eine Direktabnahme, die Real durch Ramos, Casemiro und Valverde gemeinsam klären konnten. Zuvor musste ManCity seinen Abwehrchef Aymeric Laporte ersetzen, der Franzose verletzte sich ohne gegnerische Auswirkung und wurde durch Fernandinho ersetzt.

ManCity begann die zweite Spielhälfte besser und mit einigen großen Möglichkeiten: Mahrez (50.) schlenzte nach schnellem Konter am Tor vorbei, Augenblicke später scheiterte er zwei Mal an Courtois, der stark hielt - einmal sogar im direkten Duell. Das Tor machte allerdings Real - mit einem Konter im eigenen Stadion. Isco (60.) schloss nach Vorlage von Vinicius Junior zum glücklichen 1:0 ab. Nun wurde Real besser, Ramos (71.) verpasste mit einem von Ederson abgefälschten Versuch das mögliche 2:0. Stattdessen wieder City, das sich diesmal kaltschnäuziger vor dem Tor zeigte. Erst köpfte Gabriel Jesus (78.) das verdiente 1:1, dann verwandelte Kevin de Bruyne (83.) einen Foulelfmeter gegen seinen Nationalmannschaftskollegen Courtois. In den Schlussminuten kam es für Real dann knüppeldick: Ramos (87.) sah nach einer Notbremse die Rote Karte und fehlt im Rückspiel.

Aus in der Vorrunde und Halbfinal-Pleiten: Der Champions-League-Fluch von ManCity

Bisher scheiterte Manchester City immer am selbstgesteckten Ziel, die Champions League zu gewinnen. Der <b>SPORT</b>BUZZER blickt zurück auf die Versuche, die nicht von Erfolg gekrönt waren. Zur Galerie
Bisher scheiterte Manchester City immer am selbstgesteckten Ziel, die Champions League zu gewinnen. Der SPORTBUZZER blickt zurück auf die Versuche, die nicht von Erfolg gekrönt waren. ©

Olympique Lyon - Juventus Turin 1:0 (1:0)

Mit einer überraschend guten Leistung verschaffte sich OL in der ersten Hälfte ein optisches Übergewicht, das in Person von Lucas Tousart auch in Zählbares umgemünzt werden konnte. Der künftige Profi von Hertha BSC, der im Winter für 25 Millionen Euro zu den Berlinern gewechselt war und direkt an Olympique zurückgeliehen wurde, schockte Cristiano Ronaldo und seine Juve-Kollegen mit seinem 1:0 in der 31. Minute - einer sehenswerten Direktabnahme nach starker Vorarbeit von Aouar.

25 ehemalige Spieler von Juventus Turin - und was sie heute machen

Cristiano Ronaldo ist in illustrer Gesellschaft, wenn es um große Namen bei Juventus Turin geht. 25 der größten Stars, die jemals bei der Alten Dame spielten - und was sie heute machen.   Zur Galerie
Cristiano Ronaldo ist in illustrer Gesellschaft, wenn es um große Namen bei Juventus Turin geht. 25 der größten Stars, die jemals bei der "Alten Dame" spielten - und was sie heute machen.   ©

Von Ronaldo war zunächst nur wenig zu sehen. Seine auffälligste Szene hatte der Ex-Weltfußballer unmittelbar vor der Pause, als er in typischer Pose zum Freistoß bereit stand, den Ball aber in die Mauer jagte. Juventus wurde im zweiten Durchgang zwar besser, während sich Olympique immer weiter zurückzog. Echte Chancen blieben jedoch Mangelware.

Kurz vor Schluss wurde es dann noch brisant: Im Strafraum brachte Bruno Guimaraes Turin-Angreifer Paulo Dybala zu Fall. Der Elfmeterpfiff blieb aber - sehr zum Ärger von Juve-Trainer Maurizio Sarri - aus. Es blieb letztlich beim 1:0. Die Piemonteser um "CR7" brauchen damit im Rückspiel im heimischen Allianz-Stadium mindestens zwei Treffer - und dürfen möglichst kein Auswärtstor von OL zulassen.