09. September 2019 / 17:44 Uhr

Champions-League-Reform: ECA nennt neue "Prinzipien" für Pläne - und rudert zurück

Champions-League-Reform: ECA nennt neue "Prinzipien" für Pläne - und rudert zurück

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
ECA-Chef Andrea Agnelli rudert im Machtkampf um die Champions-League-Reform offenbar zurück
ECA-Chef Andrea Agnelli rudert im Machtkampf um die Champions-League-Reform offenbar zurück © imago images / Bernd König
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Die europäische Klub-Vereinigung ECA hat neue "Prinzipien" für die Reform der Europapokal-Wettbewerbe veröffentlicht und will der Bundesliga und den anderen nationalen Ligen weiter eine hohe Bedeutung zugestehen.

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Die European Club Association (ECA) ist mit ihren Reformplänen für die Europapokal-Wettbewerbe weiter zurückgerudert. Am ersten Tag der ECA-Generalversammlung in Genf waren die teils drastischen Ideen für eine Neuordnung der Champions League und Europa League von 2024 an anscheinend kein Thema mehr. "Wir haben verschiedene Ansichten zu den Formaten“, sagte ECA-Chef Andrea Agnelli am Montag. "Wir haben Probleme mit dem Kalender. Ich verstehe das. Aber es gibt die allgemeine Akzeptanz, dass die Reform 2024/25 kommen muss."

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Auf ihrem Twitter-Account veröffentlichte die ECA, der inzwischen 246 Vereine angehören, neue, wenig konkrete "Prinzipien" für eine Reform. "Die Beibehaltung der Relevanz der nationalen Ligen" bei der Qualifikation für den Europapokal sowie ein System basierend auf sportlichen Erfolgen, "nicht historischen Privilegien" gehören dazu. Beibehalten wurden dagegen die Prinzipien, "mehr europäische Spiele mit höherer Qualität" anzubieten und den Vereinen die Chance zum Aufstieg innerhalb der Europapokal-Wettbewerbe geben zu wollen.

Die ursprünglichen, auch von Agnelli vorangetriebenen ECA-Ideen, die unter anderem vier Achtergruppen statt acht Vierergruppen in der Königsklasse, Europapokal-Partien am Wochenende und einen deutlich erschwerten Zugang für Neulinge in die Champions League vorgesehen hatten, waren in den vergangenen Monaten auf massiven Widerstand gestoßen - vor allem auch aus der Bundesliga und der englischen Premier League.

Machtkampf um Europapokal-Reform

Eine "konkretere Vision" soll nun bis Ende des Jahres erarbeitet und dann der federführenden Europäischen Fußball-Union vorgestellt werden. Mit einer Entscheidung ist nach dpa-Informationen nicht vor dem Sommer 2020 zu rechnen. Zumal sich die Reformpläne zuletzt immer mehr zu einem Machtkampf entwickelt hatten. In der vergangenen Woche war auch die Vereinigung der Europäischen Fußballligen mit eigenen Planungen in Sachen Champions League und Europa League an die Öffentlichkeit gegangen. Bei diesem Modell könnte es unter anderem dazu kommen, dass die Bundesliga einen Startplatz für die Königsklasse einbüßt.

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