12. Dezember 2019 / 10:41 Uhr

Champions-League-Aus ab 2021: Das sagt Sky-Boss Carsten Schmidt zum Verlust der Rechte an DAZN

Champions-League-Aus ab 2021: Das sagt Sky-Boss Carsten Schmidt zum Verlust der Rechte an DAZN

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
 Carsten Schmidt, CEO von Sky Deutschland, hat sich zum Verlust der Champions-League-Rechte geäußert.
Carsten Schmidt, CEO von Sky Deutschland, hat sich zum Verlust der Champions-League-Rechte geäußert. © imago images/Horst Galuschka
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Sky wird die Champions League ab 2021 nicht mehr zeigen. Konkurrent DAZN hat sich den größten Teil der Königsklassen-Rechte gesichert, Amazon zudem die Top-Spiele am Dienstag. So erklärt Carsten Schmidt, Deutschland-Chef von Sky, das Champions-League-Aus des Pay-TV-Senders.

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Für Sky ist das Kapitel Champions League ab der Saison 2021/22 vorerst Geschichte. Der Pay-TV-Sender, der über Jahre der Platzhirsch bei den Fußball-Rechten war, hat die Königsklasse an DAZN und Amazon abgeben müssen. Aktuell teilen sich Sky und der Streamingdienst die Rechte noch. Doch ab der übernächsten Saison wird es einen kompletten Wechsel geben, dann rückt Amazon mit seinem Dienst Prime Video als neuer Anbieter hinzu. Dort werden alle Top-Spiele am Dienstagabend zu sehen sein.

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Für den bisherigen Rechte-Primus ist das ein herber Rückschlag. Gegenüber der Bild hat sich Sky-Chef Carsten Schmidt dazu geäußert. "Im gerade abgeschlossenen Ausschreibungsverfahren konnten wir uns nach rund 20 Jahren der Partnerschaft mit der UEFA nicht über eine Fortsetzung der Zusammenarbeit einigen", sagte Schmidt, der jüngst seinen Rücktritt an der Spitze des Medienunternehmens zum Jahresende bekanntgab. Dem 56-Jährigen zufolge habe sich der Pay-TV-Riese "bis zum letzten Moment intensiv um die Verlängerung der UEFA Champions League Rechte über den Sommer 2021 hinaus bemüht".

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Neue Saison, neue TV-Experten: Sky, DAZN & Co. haben sich in der Saison 2019/20 personell verändert. Der SPORTBUZZER zeigt die Fachleute bei den Fußball-Übertragungen dieser Saison. ©

Letztlich scheiterte ein neuer Deal daran, dass Sky nicht mehr bieten wollte und womöglich konnte. Schmidt erklärte: "Wir haben eine ökonomisch klare und verantwortungsbewusste Sicht auf den Wert von Sportrechten. Auch im Sinne unserer Kunden waren wir aber nicht bereit, über den hohen Wert, den wir diesem Recht beimessen, hinaus zu gehen."

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Durch den Champions-League-Verlust steht Sky nun mit Blick auf die Rechte-Ausschreibung der Bundesliga im Frühjahr 2020 unter Druck. Schmidt ließ durchblicken, dass "Live-Spitzenfußball der Bundesliga und der 2. Bundesliga" auch weiterhin zum Sender-Programm zählen soll. Doch es ist wahrscheinlich, dass DAZN auch die Bundesliga-Rechte ab der Spielzeit 2021/22 in größerem Maße übertragen will. Auch die neuen Riesen wie Amazon dürften dort ein Wörtchen mitreden.