16. März 2021 / 10:33 Uhr

Champions League: VfL-Frauen mit Heimspiel in Budapest!

Champions League: VfL-Frauen mit Heimspiel in Budapest!

Benno Seelhöfer
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Novum: Die VfL-Frauen tragen erstmals ein Heimspiel im Ausland aus. In Ungarn, der Heimat von Wolfsburgs Zsanett Jakabfi, kämpfen die Grün-Weißen gegen den FC Chelsea im Szusza Ferenc Stadion um den Einzug ins Halbfinale der Champions League.
Novum: Die VfL-Frauen tragen erstmals ein Heimspiel im Ausland aus. In Ungarn, der Heimat von Wolfsburgs Zsanett Jakabfi, kämpfen die Grün-Weißen gegen den FC Chelsea im Szusza Ferenc Stadion um den Einzug ins Halbfinale der Champions League. © ago Images (2)
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Die aktuellen Reisebeschränkungen in Europa sorgen für ein Novum in der Geschichte der VfL-Frauen: Zum ersten Mal trägt der zweimalige Champions-League-Sieger aus Wolfsburg eine Heimpartie außerhalb Deutschlands aus. Und: Die genauen Termine der Viertelfinal-Spiele gegen den FC Chelsea stehen fest.

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Die Fußballerinnen des VfL Wolfsburg haben im Viertelfinale der Champions League gleich zwei Auswärtsspiele. Denn: Sowohl das Hin- als auch das Rückspiel gegen den FC Chelsea steigen im Szusza Ferenc Stadion in der ungarischen Hauptstadt Budapest. Grund dafür sind Corona-Reisebeschränkungen. Genau terminiert wurden die Spiele zudem auch: Zunächst treffen die beiden Teams am Mittwoch, 24. März (17 Uhr/live auf Wölfe TV), aufeinander, die zweite Partie steigt am Mittwoch, 31. März (14 Uhr/live auf Wölfe TV). Für Wolfsburg bedeutet das aber auch einen großen logistischen Mehraufwand und drei Auswärtsspiele in Folge. Ralf Kellermann, Sportlicher Leiter der VfL-Frauen, bleibt aber gelassen.

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Für den VfL geht’s also wieder nach Ungarn. Bereits das Achtelfinal-Rückspiel gegen Lilleström (2:0) stieg dort. Vorteil Wolfsburg also? „Es gibt keinen Vorteil. Wir waren zwar vor Kurzem erst in Ungarn, aber eben in Györ und nicht in Budapest“, winkt Kellermann ab. „Wir bekommen es jetzt also mit einem anderen Flughafen, einem anderen Hotel und einem anderen Stadion zu tun. Von daher gibt es keine Erfahrungswerte, auf die man schon zurückgreifen könnte.“

Drei Auswärtsspiele in Folge

Und so ist umdisponieren angesagt, zum ersten Mal tragen die Wolfsburgerinnen eine Heim-Partie außerhalb Deutschlands aus. Das findet auch Kellermann „extrem schade“. Denn: „Zu einer K.o.-Runde im europäischen Wettbewerb gehören echte Heim- und Auswärtsspiele einfach dazu, wobei es momentan ohne Zuschauer ja ohnehin keine echten Heimspiele gibt.“ Dennoch hätten die Grün-Weißen Ex-Spielerin Pernille Harder und ihren neuen Klub Chelsea gerne im AOK-Stadion, „also unserem Wohnzimmer“, empfangen.

Doch für die VfLerinnen geht es nicht nur dreimal in Folge nach Ungarn, sondern auch dreimal in einer Woche auswärts ran. Zwischen den CL-Partien steht auch noch das Bundesliga-Duell beim SC Sand an (28. März, 14 Uhr). Für Kellermann und sein Team kein Problem. Der Sportliche Leiter erinnert daran, dass der VfL schließlich schon länger international spiele und volle Spielpläne kenne. „Klar, gibt es bessere Konstellationen als eine so weite Auswärtsfahrt, aber das spielt für uns keine große Rolle.“

Kurze Zeitspanne als Herausforderung

Neben dem sportlichen Aufwand sind mit den beiden Auswärtsspielen, von denen eines eigentlich keines ist, aber auch logistische Herausforderungen verbunden. „Wie man sich vorstellen kann, stellt die Organisation eines Champions-League-Spiels im Hygiene-Spielbetrieb ohnehin schon einen großen Aufwand dar, und die aktuellen Umstände machen die Planungen eben noch einmal um ein Vielfaches komplexer“, sagt Kellermann. „Die größte Herausforderung dabei ist aber die kurze Zeitspanne zwischen der Auslosung und den Spielen.“

Die gilt es jetzt produktiv zu nutzen, ebenso wie die kurze Zeitspanne vor Ort in Budapest, denn ein Sightseeing ist natürlich nicht drin. „Wir werden jeweils am Vortag des Spiels anreisen und direkt nach dem Spiel wieder nach Hause fliegen – die kürzeste Aufenthaltsdauer, die möglich ist.“ Neben Risiko-Minimierung hat das noch einen anderen Grund: „Dies hat unter anderem auch mit gewissen Corona-Beschränkungen zu tun, die eine maximale Aufenthaltsdauer vorsehen, ohne dass bei der Rückkehr eine Quarantäne-Pflicht besteht.“