24. November 2020 / 17:17 Uhr

Champions League: So sind die Gegner von Bayern, Gladbach, BVB und Leipzig in Form

Champions League: So sind die Gegner von Bayern, Gladbach, BVB und Leipzig in Form

Jens Strube
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Am vierten Spieltag der Champions League trifft etwa der BVB auf Brügge, die Bayern müssen gegen Salzburg ran.
Am vierten Spieltag der Champions League trifft etwa der BVB auf Brügge, die Bayern müssen gegen Salzburg ran.
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In der Champions League steht der vierte Spieltag an und der FC Bayern kann bereits sein Achtelfinal-Ticket lösen. Auch Gladbach, der BVB und Leipzig befinden sich in guten Ausgangspositionen, können einen weiteren Schritt in Richtung Weiterkommen machen. So sind die kommenden Gegner der deutschen Vertreter in Form.

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Wer zieht in das Achtelfinale der diesjährigen Champions-League-Saison ein? Sieben Teams haben bereits am vierten Spieltag die Möglichkeit, das Ticket zu ziehen, unter anderem der FC Bayern. Auch die übrigen Vertreter aus Deutschland konnten sich bereits in aussichtsreiche Positionen bringen. Sowohl der BVB, Gladbach als auch Leipzig stehen in ihren Gruppen aktuell auf den vorderen zwei Plätzen, die zum Weiterkommen genügen würden. Das Problem: Die engen Tabellensituationen in den drei Gruppen. Niederlagen könnten das Achtelfinale wieder in Gefahr bringen. Der SPORTBUZZER zeigt, wie stark die Gegner der deutschen Teams in Form sind.

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FC Bayern - Red Bull Salzburg

Nach dem 1:1 am Wochenende gegen Werder Bremen, bei dem Trainer Hansi Flick ordentlich rotierte, folgt am Mittwoch das nächste Heimspiel für den FC Bayern. In der Champions League geht es gegen Red Bull Salzburg. Im Hinspiel vor drei Wochen taten sich die Münchner lange schwer gegen die Österreicher. Erst in der Schlussviertelstunde leitete Jerome Boateng nach zwischenzeitlichem Unentschieden den Sieg des Rekordmeisters ein. Am Ende gewann man deutlich mit 6:2. Dennoch gelangen Salzburg wie bereits in den Spielen gegen Lokomotive Moskau (2:2) und Atletico Madrid (2:3) zwei Treffer. Ein Fingerzeig: Die Offensive der Österreicher sollte nicht unterschätzt werden.

Auch wenn die Salzburger am Samstag seine erste Saisonniederlage in der Liga hinnehmen musste (1:3 gegen Sturm Graz), steht der Klub nach acht Spieltagen in Österreich an der Spitze. Zwar ist das Liga-Niveau nicht vergleichbar mit der Bundesliga in Deutschland, dennoch: 26 geschossene Tore in acht Spielen sprechen eine klare Sprache. Daran hat auch der 20 Jahre alte ungarische Nationalspieler Dominik Szoboszlai seinen Anteil. Ein Toptalent, das bei Dutzenden europäischen Spitzenklubs weit oben auf der Einkaufsliste steht, zuletzt immer wieder mit Leipzig in Verbindung gebracht wurde. Bei acht Gegentreffern in der Liga zeigen die Salzburger in der Königsklasse stärkere defensive Defizite, kassierten dort bereits elf Tore. Sofern Bayern nach anstrengenden Wochen keinen schwarzen Tag erwischt, sollte am Mittwoch der vorzeitige Achtelfnaleinzug kein Problem werden.

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Borussia Mönchengladbach - Schachtar Donezk

Besser hätte das Hinspiel für die Gladbacher nicht laufen können. Mit 6:0 besiegte das Team von Marco Rose den amtierenden Meister aus der Ukraine am dritten Spieltag. Besonders Stürmer Alassane Plea glänzte in der Partie mit drei Treffern. Dennoch war es ein überraschender Kantersieg, hatte Donzek zuvor doch gegen die in der Gruppe B favorisierten Teams stark aufgespielt. Auf den überraschenden 3:2 Auswärtssieg bei Real Madrid zum Auftakt, bei dem zehn Spieler aufgrund einer Corona-Infektion fehlten, folgte ein 0:0 gegen die Stars von Inter Mailand.

In der Liga stehen die Ostukrainer derzeit auf dem zweiten Tabellenplatz - drei Punkte hinter Rekordmeister Dynamo Kiew. Dabei blieb die Mannschaft bislang als einziges Team ohne Niederlage, kam am Samstag allerdings auch nicht über ein 1:1 gegen den FK Oleksandriya hinaus. Mit 24 Treffern in zehn Spielen hat das Team dennoch die stärkste Offensive in der heimischen Premier Liga. Star der Mannschaft ist der 20-jährige Brasilianer Tetê. Der Marktwert des Rechtsaußen beläuft sich laut transfermarkt.de auf 17 Millionen Euro.

Aufgrund der bisherigen Saison-Verfassung der Gladbacher, die ebenfalls gegen Real Madrid und Inter Mailand stark aufspielten, dürfte das Team vom Niederrhein als Favorit in das Spiel gehen - trotz des unnötigen 1:1 gegen Augsburg am Samstag. Doch allzu siegessicher sollten die Gladbacher nicht in die Partie gehen: Donezk ist in dieser Saison immer für eine Überraschung gut.

Borussia Dortmund - FC Brügge

Nach dem ungefährdeten 3:0-Auswärtserfolg gegen den amtierenden belgischen Meister vor drei Wochen will Dortmund seine gute Form auch am Dienstag auf den Platz bringen. Am Wochenende rückte das Team von Trainer Lucien Favre durch den 5:2-Auswärtssieg bei Hertha BSC wieder an die Ligaspitze heran. In der Champions League gehen die Dortmunder als Tabellenführer mit sechs Punkten in den vierten Spieltag, verloren einzig die Auftaktpartie gegen den direkten Verfolger Lazio Rom. Brügge startete dagegen mit einem 2:1-Auswärtssieg bei Zenit St. Petersburg in die Gruppenphase, spielte im Anschluss 1:1 gegen die Römer.

In der heimischen Liga steht das ehemals von Christoph Daum trainierte Klub aus Belgien aktuell auf dem ersten Tabellenplatz. Trotz des knappen 1:0-Ligasieges am Samstag gegen den KV Kortrijk, präsentierte sich Brügge in den letzten Spielen nicht wirklich konstant (acht Punkte in den letzten fünf Ligaspielen). Star und gleichzeitig Toptorschütze der Mannschaft ist der erst 20 Jahre alte Rechtsaußen Krépin Diatta. Während der senegalesische Nationalspieler in der Liga bereits sechs Mal netzte, blieb er in der Königsklasse noch erfolglos. Deshalb: Sollte nichts Unvorhergesehenes passieren, müssten die Dortmunder um "Golden Boy" Haaland, Sancho und Co. ihrer Favoritenrolle gerecht werden und die drei Punkte holen.

Paris Saint-Germain - RB Leipzig

Würden die beiden Vereine ein Best-of-Three in diesem Jahr spielen, würde nun das Entscheidungsspiel anstehen. Passend, dass es auch unabhängig davon um viel geht. Nach der 0:3-Halbfinal-Niederlage gegen PSG im Finalturnier in Lissabon trifft Leipzig in der diesjährigen Gruppenphase erneut auf auf die Franzosen. Das Hinspiel konnten die Sachsen mit 2:1 für sich entscheiden, nun geht es in das dritte Duell in gut drei Monaten. Als aktuell Zweiter (sechs Punkte) in der Gruppe H könnte sich Leipzig mit einem Sieg in eine komfortable Ausgangsposition für das Achtelfinale bringen.

Trotz der überraschenden 2:3-Niederlage gegen das von Ex-Bayern-Trainer Niko Kovac gecoachte AS Monaco (nach 2:0-Führung) steht PSG nach elf Spieltagen an der Spitze der Ligue 1. Das Star-Ensemble von Thomas Tuchel stellt fast schon gewohnt die beste Offensive in der Liga, konnte bereits 28-mal den Ball im gegnerischen Kasten unterbringen. Allen voran Weltklasse-Stürmer Kylian Mbappé hat daran entscheidenden Anteil. In sieben Spielen gelangen dem 21-Jährigen überragende neun Tore. In der diesjährigen Spielrunde in der Königsklasse wartet er dagegen noch auf seinen ersten Treffer.

Wie Star-Partner Neymar fehlte auch Mbappé im Hinspiel gegen Leipzig. Tuchels Offensiv-Waffen dürften nun aber von Beginn an auflaufen, damit Leipzigs Hintermannschaft vor schwere Herausforderungen stellen. Nicht dabei ist hingegen PSG-Innenverteidiger Presnel Kimpembe, der im Hinspiel Gelb-Rot sah. Ach die verletzten Nationalspieler Julian Draxler und Thilo Kehrer fehlen. In der aktuellen Verfassung braucht sich RB nicht zu verstecken, dennoch: Für die Mannschaft von Julian Nagelsmann dürfte es schwer werden, die drei wichtigen Punkte aus Paris zu entführen. Und: PSG und auch Tuchel stehen mit dem Rücken zur Wand und dürften alles daran setzen, zu siegen.