29. Oktober 2019 / 09:38 Uhr

Champions League: Waspo 98 bei CN Marseille unter Siegdruck

Champions League: Waspo 98 bei CN Marseille unter Siegdruck

Stefan Dinse
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Waspo-Torwart Moritz Schenkel will gegen Marseille nicht viele Treffer zulassen und den ersten Sieg in der Champions League feiern.
Waspo-Torwart Moritz Schenkel will gegen Marseille nicht viele Treffer zulassen und den ersten Sieg in der Champions League feiern. © Debbie Jayne Kinsey
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Die Wasserballer von Waspo 98 Hannover treffen am Mittwochabend in der Champions League auf Marseille. Waspo-Trainer Karsten Seehafer sieht seine Mannschaft nicht in der Favoritenrolle.

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Wenn Karsten Seehafer am Beckenrand steht, dann hat er meist selbst einen Ball in der Hand. Das hilft ein wenig gegen Nervosität und ist praktisch, wenn ein Wurf des Gegners das Ziel verfehlt. Der Trainer kann dann selbst den Konter einleiten, den Ball schnell ins Spiel bringen. Trifft der Kontrahent aber oder eine eigene Aktion geht schief, pflegt Seehafer den Ball einmal zu prellen.

Das geschah zuletzt beim 11:12 im Bundesliga-Duell mit Spandau 04 häufiger. Beim dritten Auftritt seines Teams in der Champions League sollte der Ball jedoch wenig Kontakt mit dem Hallenboden bekommen. Das tut dem Spielgerät nicht wohl, außerdem sind die Chancen für Waspo am Mittwochabend (20.30 Uhr) bei CN Marseille nicht schlecht. „Das ist aber keine Feld-, Wald- und Wiesenmannschaft“, warnt der Trainer. „Sie haben einige namhafte Leute im Kader. Favorisiert sind wir nicht.“

Bilder vom Bundesliga-Auftakt: Waspo 98 - Wasserfreunde Spandau 04

Petar Muslim von Waspo vor Maurice Jüngling. Zur Galerie
Petar Muslim von Waspo vor Maurice Jüngling. ©
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Waspo muss in Überzahl besser werden

Nach zwei Niederlagen in Budapest gegen Ferencvaros und OSC müssen Punkte her in Pool B, wenn es mit Rang vier und der Teilnahme am Final-8-Turnier klappen soll. „In Budapest kannst du verlieren, für mich ist das aktuell die beste Liga der Welt“, sagt der russische Neuzugang Ivan Nagaev. Dass es nun aber Zeit wird für einen ersten Erfolg, das weiß auch der torgefährliche Linkshänder.

Neben Dynamo Tiflis ist Marseille das zweite Team, das es in der Achterstaffel hinter sich zu lassen gilt. Die Franzosen haben ebenfalls zweimal deutlich das Nachsehen gehabt, sind aber immerhin Europacup-Sieger. Milos Scepanovic ist der Ex-Keeper von Montenegro, Ante Vukicevic ist kroatischer Nationalspieler. „Sie haben dazu zwei gute Center und einen Linkshänder“, so Seehafer.

In den vergangenen zwei Saisons hat Waspo bei den Champions nur eine Auswärtspartie gewonnen. „Wir müssen eine stabile Abwehr und eine gute Offensive ins Wasser bekommen“, betont Seehafer. Zuletzt gegen Spandau war sein Team harmlos. „Das müssen wir auf jeden Fall besser machen. Besonders in Überzahl“, unterstreicht Waspo-Vorsitzender Bernd Seidensticker.

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"Er ackert wie blöde"

Beim niederländischen Centerangreifer Jorn Winkelhorst werden nach einer Operation an der Hand erst die Fäden gezogen, er fällt wohl aus. Neuzugang Petar Muslim hat diese Lücke gut gefüllt, der Kroate hat sich als vielseitig erwiesen. „Petar kann wirklich alles, das ist schon sensationell“, lobt Seidensticker den Olympiasieger von 2012 und fügt hinzu: „Vor allem zerreißt er sich förmlich, ackert wie blöde, mit ihm haben wir im Angriff viel mehr Optionen.“

Dass der Abschluss deutlich besser werden muss, weiß aber auch Seidensticker: „Sonst bekommen wir international arge Probleme.“

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