03. März 2020 / 20:44 Uhr

"Mittelschwere Katastrophe": Waspo 98 verliert zu Hause gegen Zagreb mit 12:18

"Mittelschwere Katastrophe": Waspo 98 verliert zu Hause gegen Zagreb mit 12:18

Stefan Dinse
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Moritz Schenkel, Torhüter von Waspo, kassiert gleich einen weiteren Gegentreffer.
Moritz Schenkel, Torhüter von Waspo, kassiert gleich einen weiteren Gegentreffer. © Florian Petrow
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"Zwölf Tore sollten normalerweise für einen Sieg reichen", sagte Karsten Seehafer nach dem Heimspiel in der Champions League gegen Mladost Zagreb. Doch da Waspo 98 nicht weniger als 18 Treffer kassierte, standen die Hannoveraner in der Königsklasse einmal mehr mit leeren Händen da.

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Nach jedem Treffer von den Wasserballern von Waspo 98 tutet mittlerweile ein Nebelhorn. Und zwar zweimal. Die Trommel der kroatischen Fans im Stadionbad verstummte gar nicht. Waspo war jedoch nicht allein in Sachen Lautstärke unterlegen, der Favorit Mladost Zagreb war weitaus cleverer.

Hannover verlor am zehnten Spieltag der Champions League mit 12:18 (2:2, 4:7, 4:5, 2:4 ) und büßte damit zugleich die rechnerische Chance auf die Teilnahme am Final-8-Turnier der Champions ein. „Wir haben sehr schlecht verteidigt. Zwölf Tore sollten normalerweise für einen Sieg reichen“, räumte der bedienter Trainer Karsten Seehafer ein.

Bilder vom Wasserball-Spiel der Champions League zwischen Waspo 98 Hannover und HAVK Mladost Zagreb

Waspos Julian Real (rechts) hat sich mit seinem Gegenspieler scheinbar verknotet. Zur Galerie
Waspos Julian Real (rechts) hat sich mit seinem Gegenspieler scheinbar verknotet. ©

Waspo schlag schnell mit 0:2 hinten, verkaufte sich im ersten Abschnitt jedoch sehr ordentlich. Kapitän Aleksandar Radovic und Abwehrchef Julian Real hatten Pfosten-Pech. Darko Brguljan und Radovic per Gewaltwurf sorgten für den Ausgleich.

Nagaev in Überzahl aus spitzem Winkel erfolgreich

Im zweiten Viertel schien den Gastgebern die Sicht genommen, wenngleich dreifach das Horn erscholl. Waspo nutzte beste Chancen nicht, Mladost schlug hingegen abgebrüht gleich siebenfach zu. Immerhin waren Waspos Treffer sehenswert. Der Russe Ivan Nagaev (neuerdings mit Schnurrbart) war in Überzahl aus ganz spitzem Winkel erfolgreich, er schloss gegen den sehr guten Keeper Jerko Jurlina schnell und überraschend zum 4:4 ab. Zwei Minuten später hieß es allerdings bereits vorentscheidend 5:8.

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Nach dem Seitenwechsel zogen die „Frösche“ aus Zagreb gar auf 13:7 davon, nach diesem Treffer löste Kevin Götz seinen Nationalmannschaftskollegen Moritz Schenkel im Tor ab. Das änderte freilich nicht viel. „Wir müssen an der Abwehr arbeiten, das war eine mittelschwere Katastrophe. 18 Tore darfst du nicht bekommen. Wir können ja nicht 19:18 gewinnen, unmöglich“, maulte Waspo-Vorsitzender Bernd Seidensticker.

"So viele habe ich zuletzt in der Jugend kassiert"

Die schönen Treffer von Radovic konnten die schmerzhafte Pleite nicht überdecken. Im vierten Durchgang tönte das Nebelhorn nur noch zwei weitere Male, die kroatischen Fans feierten mit entblößten Oberkörpern den Sieger. „Wir haben ein sehr gutes Spiel gemacht, vor allem im Angriff“, stellte Mladost-Trainer Zoran Bajic fest. Seidensticker ging brummelnd in den VIP-Bereich. „18 Tore! Mensch, so viele habe ich zuletzt irgendwann in der Jugend kassiert“, schimpfte der Waspo-Chef.

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