27. April 2021 / 13:46 Uhr

Champions League? Wolfsburg-Flügelflitzer Otavio: "Darüber gibt es nur die Weltmeisterschaft"

Champions League? Wolfsburg-Flügelflitzer Otavio: "Darüber gibt es nur die Weltmeisterschaft"

Henning Kampen
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Weiter auf Kurs Richtung Champions League: Paulo Otavio glaubt weiter an die Qualifikation für die Königsklasse.
Weiter auf Kurs Richtung Champions League: Paulo Otavio glaubt weiter an die Qualifikation für die Königsklasse. © Roland Hermstein
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Paulo Otavio kehrte nach einer Gelbsperre gegen Borussia Dortmund in die Startelf des VfL Wolfsburg zurück. Der brasilianische Linksverteidiger hofft auf die Qualifikation für die Champions League und sieht sich nach seiner langen Rot-Sperre benachteiligt.

Die vergangenen Wochen waren für Paulo Otavio ein Auf und Ab. Nach einem heftigen Einsteigen gegen Hoffenheims Munas Dabbur hatte der brasilianischen Linksverteidiger des Fußballl-Bundesligisten VfL Wolfsburg eine Vier-Spiele-Sperre absitzen müssen. Bei der 2:3-Niederlage am 29. Spieltag gegen Bayern München stand Otavio direkt wieder in der Startelf und bekam nach einem Foulspiel seine fünfte gelbe Karte, damit fehlte er beim anschließenden 3:1-Sieg gegen den VfB Stuttgart. Beim 0:2 gegen Borussia Dortmund bot Trainer Oliver Glasner den 26-Jährigen wieder von Beginn an auf, für Otavio ein Vertrauensbeweis. „Es ist gut für mich. Er vertraut mir und ich vertraue in meine fußballerischen Fähigkeiten. Ich habe viel dafür gearbeitet, auch, als ich gesperrt war.“

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Das Hin und Her zwischen Startelf und Sperre habe Otavio nicht aus dem Spiel-Rhythmus gebracht, wie er selbst sagt: „Wenn man verletzt ist, dann verliert man viel Zeit, seinen Rhythmus wieder zu finden. Aber als ich diese Pausen hatte, war ich nicht verletzt, sondern habe weiterhin auf dem Platz trainiert.“

Drei Niederlagen aus den vergangenen vier Partien „haben geschmerzt“, wie Otavio zugibt, aber „wir haben noch alles in unserer Hand. Wir bleiben positiv und kämpfen um unseren Tabellenplatz.“ Die Qualifikation für die Champions League wäre nicht nur für Otavio, sondern für alle VfL-Akteure ein riesiger Erfolg. „Champions League bedeutet Königsklasse, nicht nur für mich, sondern für jeden Spieler gibt es darüber nur die Weltmeisterschaft.“

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Sollte der VfL die Champions League erreichen, wird Otavio den Erfolg in seiner Heimat Brasilien feiern. „Ich werde am 23. Mai meinen Flug nach Brasilien nehmen, setzte mich aufs Sofa, lege meine Beine hoch schaue etwas anderes als Fußball, spreche mit meinen Freunden und meiner Mutter und wir werden etwas trinken“, sagt Otavio, der kein Fan des landestypischen Cocktail Caipirinha ist. „Ich werde ein brasilianisches Bier trinken.“

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Große Chance auf erstes Bundesliga-Tor

Gegen den BVB hatte Otavio eine große Möglichkeit, sein erstes Bundesliga-Tor zu erzielen. Nach einem Einwurf hatte er den Ball im Dortmunder Strafraum angenommen, traf den Ball aber nicht richtig, sodass der Schuss weit am Kasten von Torhüter Marwin Hitz vorbei ging. „Es tut weh. Ich habe mir die Szene mehrmals angesehen. Ich habe, glaube ich, ein wenig zu weit nach rechts geschossen.“

Und so wurde es wieder nichts mit dem ersten Bundesliga-Tor, gleichwohl habe er sich im fußballerischen Bereich weiterentwickelt. Er erklärt: „Ich bin gefährlicher nach vorn geworden. Wenn ich die Gegner attackiere, dann bekommen sie mehr Probleme als vorher. Die Gegner haben dadurch auch etwas mehr Respekt vor mir."

Nach Rot-Sperre anders wahrgenommen

Nach seiner Rot-Sperre hat Otavio das Gefühl, von den Schiedsrichtern anders beurteilt zu werden als vorher. Als Beispiel nannte er seine letzte Gelbe Karte am Samstag gegen den BVB nach einem Foul an Marco Reus. „Wenn ich die Szene sehe, da habe ich nur den Ball gespielt. Ich habe den Schiedsrichter gefragt, ob ich nicht mehr grätschen darf“, sagt Otavio und fügt hinzu: „Ich muss wohl lernen, mir den Ball anders zu holen.“