21. November 2021 / 20:02 Uhr

Chancenverwertung bleibt Luckenwalder Achillesferse

Chancenverwertung bleibt Luckenwalder Achillesferse

Sport Lucki
Märkische Allgemeine Zeitung
André Thoms (FSV 63 Luckenwalde)
FSV-Torhüter André Thoms blieb nach einem Zusammenprall mit Christian Skoda (VSG Altglienicke) kurzzeitig bewusstlos am Boden liegen, nach einer Behandlungspause spielte er weiter. © Frank Neßler (Archiv)
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Regionalliga Nordost: Der FSV 63 Luckenwalde verliert Flutlichtspiel bei der VSG Altglienicke mit 1:2 (1:1).

Schrecksekunde am Freitagabend. Beim Zwischenstand von 1:1 in der Fußball-Regionalligapartie zwischen der VSG Altglienicke und dem FSV 63 Luckenwalde lag Gästekeeper André Thoms Mitte der zweiten Halbzeit nach einem Zusammenprall mit dem VSG-Angreifer Christian Skoda bewusstlos am Boden. Nach kurzer Behandlungspause konnte der Schlussmann dann weiter spielen. „Der Kopf dröhnt immer noch“, erklärte Thoms am Sonntag, „während des Spiels am Freitagabend war alles okay gewesen, aber gestern und heute ist schon etwas zu merken. Es tut halt weh.“ Deshalb wird er am Montag einen Arzt aufsuchen. Allerdings war nicht nur der Zusammenprall mit dem VSG-Angreifer für den FSV-Keeper schmerzhaft, auch die 1:2-Niederlage der Luckenwalder Regionalligafußballer beim Tabellenvierten Altglienicke tat weh. „Immer wenn ich daran denke, tut der Kopf gleich noch doller weh“, so Thoms.

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Für die Gäste aus Luckenwalde war im Berliner Amateurstadion mehr drin, doch das erstmalige Knacken der 30-Punkte-Marke in der Regionalliga ist für sie aktuell eine hohe Hürde. Vor 132 Zuschauern waren die FSV-Fußballer am Freitagabend deutlich spürbar auf Wiedergutmachung für ihre deftige 0:4-Pleite im Landespokal-Viertelfinale der Vorwoche beim Oberligisten VfB Krieschow aus. Von der ersten Sekunde an gingen sie in die Vollen. Schon in der zweiten Spielminute wurden die Gäste für ihr mutiges Auftreten belohnt. Dennis Rothenstein erzielte mit einem Flachschuss die Luckenwalder Führung. Ein erstes Lebenszeichen der Hausherren sendete Christian Derflinger. Seinen Schuss entschärfte Thoms ohne Probleme.

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Die weitaus besseren Tormöglichkeiten besaßen in der Anfangsviertelstunde die Gäste. Doch Pascal Borowski und Frederik Schmahl verpassten es, die Luckenwalder Führung auszubauen. Stattdessen gelang den Hausherren der Ausgleich. Skoda (14.) köpfte am langen Pfosten nach Flanke von Derflinger ein. Eine Ecke der Luckenwalder war der Ausgangspunkt für den zu diesem Zeitpunkt schmeichelhaften Ausgleich der Altglienicker. Anschließend entwickelte sich ein temporeiches Regionalliga-Duell. Beide Mannschaften setzten auf Offensive. Tore fielen bis zur Pause jedoch keine mehr. Nach Wiederbeginn dann ein verletzungsbedingter Bruch im Luckenwalder Spiel. FSV-Mittelfeldregisseur Leon Helbig musste nach einem Zweikampf mit Knieproblemen ausgewechselt werden. Auch der bis dahin agile Torschütze Rothenstein konnte verletzt nicht mehr weiterspielen.


Keeper Thoms rückte mehr und mehr ins Blickfeld. Mit guten Paraden hielt er den einen Punkt für seine Mannschaft gegen stärker werdende Gastgeber lange fest. Selbst nach dem eingangs erwähnten Zusammenprall mit kurzer Bewusstlosigkeit blieb Thoms der Fels in der Brandung. Erst Johannes Manke (79.) konnte ihn nach einem Freistoß per Kopf zum zweiten Mal in dieser Partie überwinden. „Es war wieder ein typisches Spiel von uns“, zog FSV-Trainer Michel Braune Bilanz, „in der ersten Halbzeit hätten wir mit zwei oder drei Toren führen müssen, machen das aber nicht. Stattdessen kriegen wir nach einer eigenen Ecke in einer Umschaltsituation, in der wir schlecht verteidigen, den Ausgleich. Nach der Pause war Altglienicke die überlegene Mannschaft, wobei wir aber durchaus noch Chancen besaßen. Die VSG hat schließlich eine Möglichkeit nach einem Standard genutzt und dann verliert man halt so ein Spiel.“