05. Oktober 2019 / 18:34 Uhr

Chancenwucher, Spuckattacke und ein Blackout: Babelsberg 03 weiter sieglos (mit Galerie)

Chancenwucher, Spuckattacke und ein Blackout: Babelsberg 03 weiter sieglos (mit Galerie)

Mirko Jablonowski
Märkische Allgemeine Zeitung
Sven Reimann vergab in der Nachspielzeit per Kopf die Riesenchance zum 2:1 für den SV Babelsberg 03.
Sven Reimann vergab in der Nachspielzeit per Kopf die Riesenchance zum 2:1 für den SV Babelsberg 03. © Jan Kuppert
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Regionalliga Nordost: Am elften Spieltag der Saison kam die Mannschaft von Trainer Marco Vorbeck im heimischen Karl-Liebknecht-Stadion gegen den FC Rot-Weiß Erfurt nicht über ein 1:1 hinaus.

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Gäste-Trainer Thomas Brdaric sprach von einem „glücklichen Punkt“, SVB-Coach Marco Vorbeck wollte seinem Team trotz des elften sieglosen Punktspiels der Saison „keinen Vorwurf“ machen. 2082 Zuschauer sahen am Samstagnachmittag ein 1:1 (1:0) zwischen den Fußball-Regionalligisten Babelsberg 03 und Rot-Weiß Erfurt, das sich vor allem für die Kiezkicker wie eine Niederlage anfühlt.

In Bildern: Babelsberg 03 und Rot-Weiß Erfurt teilen die Punkte.


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Nachdem Angreifer Tom Nattermann den Gastgeber nach 19 Minuten mit einem Linksschuss aus der Drehung in Führung brachte, traf Erfurts Francis Kwadwo Adomah mit einem Distanzschuss aus rund 30 Metern spät zum schmeichelhaften Ausgleich (79.) – unter gütiger Mithilfe von Nulldrei-Keeper Marvin Gladrow. „Das Ding geht natürlich auf meine Kappe“, wusste der 29-Jährige. Er wähnte den Linksschuss des Erfurters über dem Kasten und zog die Hände ein, während die Kugel hinter ihm zum Ausgleich einschlug. „Wenn ein Torwart solch einen Fehler macht, ist es oft ein Gegentreffer. Das ärgert mich selbst natürlich am meisten, gehört aber zum Fußball. Auf der anderen Seite hatten wir ja auch genug Chancen für weitere Treffer“, so Gladrow, der nach der Partie von einem Zuschauer im O-Block bespuckt wurde. „Das geht gar nicht. Ich bin in meinem siebten Jahr beim Verein und habe so etwas noch nicht erlebt. Damit wurde ganz klar eine Grenze überschritten.“

Sein Trainer schickte die gleiche Startelf wie beim zurückliegenden 3:3 gegen Hertha BSC II auf den Rasen. Dort sahen die Zuschauer in der ersten Halbzeit neben Nattermanns Führungstreffer viel Ballbesitz der Gäste, die sich aber damit keine klaren Abschlüsse erarbeiten konnten.

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Nach dem Seitenwechsel hätte alleine Nattermann sein Torkonto deutlich erhöhen können. Zunächst scheiterte der 26-Jährige bei einem Handelfmeter an Rot-Weiß-Keeper Jannick Theißen (62.), der wenig später auch im Eins-gegen-eins-Duell mit dem Babelsberger Stürmer Sieger blieb (71.) und in Minute 78 das Glück des Tüchtigen auf seiner Seite hatte, als ein Abschluss von Nattermann am Pfosten landete. Auf der anderen Seite folgte dann der Blackout von Gladrow, dem sein Trainer aber „überhaupt keinen Vorwurf“ machen wollte. Bei einem satten Schuss vom eingewechselten Yasin-Cemal Kaya (88.) und einem Kopfball aus Nahdistanz von Sven Reimann (90.+2) stellte Theißen dann erneut seine Klasse unter Beweis und rettete seinem Team, bei dem der eingewechselte Kevin Pino Tellez nach einem rüden Foul an Kaya in der vierten Minute der Nachspielzeit noch die Rote Karte sah, einen sehr glücklichen Punkt am Babelsberger Park.

„In der ersten Halbzeit hatten wir noch nicht viel Zugriff und sehr viele Defensivaktionen. Da kam das Tor genau zum richtigen Zeitpunkt“, befand SVB-Trainer Vorbeck nach der Partie, der trotz des achten Remis der Saison positiv blieb: „Ich bin tierisch stolz auf Mannschaft, wie sie gearbeitet und sich Chancen rausgespielt hat. Leider haben wir es einmal mehr verpasst, uns dafür zu belohnen.“

SV Babelsberg 03: Gladrow – Wilton, Rode, Awassi, Cepni – Montcheu (87. Kaya), Reimann, Danko – Wolf (46. Rangelov), Nattermann, Dombrowa.
Rot-Weiß Erfurt: Theißen – Lela, Becken, Adomah – Novy, Schmitt, Gladrow (57. Aydemir), Dittrich (72. Pino Tellez), Rüdiger (65. Surek) – Veselinovic, Brasnic.

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