02. November 2019 / 22:05 Uhr

Charaktertest für den VfB Lübeck in Drochtersen

Charaktertest für den VfB Lübeck in Drochtersen

Jürgen Rönnau
Lübecker Nachrichten
Die siegreiche VfB-Mannschaft nach dem Einzug ins SHFV-Pokalfinale.
Die siegreiche VfB-Mannschaft nach dem Einzug ins SHFV-Pokalfinale. © 54°
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Drittes Spiel in neun Tagen - mit mentaler Stärke die Tabellenspitze in der Regionalliga verteidigen - Benjamin Gommert an Krücken: 2019 ist für ihn gelaufen 

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Samstag, 12.30 Uhr, Abschlusstraining des VfB Lübeck auf dem Lohmühlen-Nebenplatz vor dem Regionalligapunktspiel an diesem Sonntag bei Drochtersen/Assel (15 Uhr) – es war übersichtlich auf dem Spielfeld, und es ging etwas mühsam zu nach dem härter als erhofft erkämpften Landespokal-Finaleinzug per 3:1 bei Oberligist TSB Flensburg am Donnerstag. „Zum Glück ist das erstmal unsere letzte Englische Woche“, sagte Trainer Rolf Landerl. „Das ist jetzt auch eine Frage der Einstellung und Mentalität, des Charakters. Es wird ein harter Test, aber wir werden ihn bestehen.“

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Gommert: Syndesmoseband kaputt - nach 14 Minuten war alles vorbei

Traurig, an Krücken und mit geschientem linken Fuß verfolgte Torwart Benjamin Gommert das Treiben der Kollegen. Nach 900 Minuten auf der Reservebank hatte er im Pokal in Flensburg endlich wieder eine Einsatzchance erhalten – und die war früh vorbei. „Schon nach 14 Minuten gab es einen Zusammenprall – normal für einen Torhüter“, schildert er die entscheidenden Szenen in Flensburg. „Da hab ich aber schon gemerkt, dass ’ was kaputt ist. Aber nach 14 Minuten wollte ich nicht raus nachdem ich solange auf meine Chance gewartet hatte.“ Zwölf Minuten hielt er noch durch, doch dann ging’s nicht mehr, „irgendwas am Sprunggelenk hat geknackt.“ Erste Diagnose später in Lübeck: Syndesmosebandriss. Am Montag folgt eine Computertomografie, mit der ausgeschlossen werden soll, dass das Wadenbein in Mitleidenschaft gezogen wurde. Sechs bis acht Wochen Pause muss Gommert einkalkulieren, erst Anfang kommenden Jahres kann er wieder angreifen.

Er war eigentlich schon weg: Neue Chance für Malte Schuchardt

Wie gut, dass der VfB noch Malte Schuchardt in der Hinterhand hat, der eigentlich längst den Verein verlassen wollte, mangels Angeboten aber beim VfB geblieben ist. Landerl: „So schnell kann das gehen. Gut, dass wir Malte noch haben. Er ist topfit, im Falle des Falles würden wir ihm hundertprozentig vertrauen.“ Zunächst aber ist das nicht nötig, denn Lukas Raeder wird wie seit dem Pokalspiel gegen Pauli das Tor hüten.

Regionalliga-Saison 2019/2020 VfB Lübeck

Los ging die Saison 2019/2020 am 27. Juli 2019 mit einem 3:1-Heimsieg über den SSV Jeddeloh. Vor 2413 Zuschauern auf der Lohmühle trafen Tommy Grupe (v.l.), Ahmet Arslan und Patrick Hobsch. Zur Galerie
Los ging die Saison 2019/2020 am 27. Juli 2019 mit einem 3:1-Heimsieg über den SSV Jeddeloh. Vor 2413 Zuschauern auf der Lohmühle trafen Tommy Grupe (v.l.), Ahmet Arslan und Patrick Hobsch. ©
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Auch Matovina musste in Lübeck bleiben

Auch Kresimir Matovina war nur dauerlaufender Zaungast des Trainings. Landerl hatte gehofft, dass er wieder eine Option für die linke Seite sein könnte – daraus wird nichts, „Kreso“ musste verletzt in Lübeck bleiben, als der VfB bereits am Samstag um 14.30 Uhr gen Drochtersen abreiste. Denn auch zu dieser Partie ging’s wieder einen Tag vorher los, Quartier wurde in Stade bezogen.

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Deichmann fit, Arslan und Hobsch sollen den Negativbann brechen

Die linke VfB-Seite dürfte also auch diesmal wieder von Yannick Deichmann beackert werden, der in Flensburg zwar angeschlagen ausgewechselt werden musste, jetzt aber problemlos mittrainieren konnte. Sein „Power-Partner“ Florian Riedel wird deshalb allein auf rechts Druck machen müssen. Ganz vorn wird wohl Patrick Hobsch allein schon wegen seiner unglaublichen Effizienz den Vorzug vor Nicolas Hebisch erhalten – und dass Ahmet Arslan in der Offensive gesetzt ist, stellt niemand in Frage. Seine Kreativität und seine Tore könnten dem VfB helfen, den „Emporkömmling“ aus dem Kehdinger Land nieder zu halten, was nicht einfach ist. Der enge, windige, tiefe Platz in Drochtersen liegt den Grün-Weißen nicht, die letzten beiden Auftritte dort wurden verloren (1:2 und 2:3). Überhaupt sieht die Bilanz nicht rosig aus. Von bisher acht Duellen seit 2015 konnte der VfB nur zwei gewinnen.

Vor dem Spiel:

VfB-Kader: Raeder, Schuchardt, Riedel, Halke, Kim, Malone, Grupe, Weißmann, Lippert, Deichmann, Bock, Mende, Hoins, Schelle, Shalom, Arslan, Hebisch, Parduhn, Hobsch

Nicht dabei: Gommert (Syndesmosebandriss), Thiel, Matovina (beide Adduktorenprobleme), Fernandes (Muskelverhärtung), Bombek (Außenbandanriss), Will (Ermüdungsbruch) 

Schiedsrichter: Kevin Rosin (Lieth, er pfiff den VfB bisher viermal, dreimal gewann der VfB, einmal spielte er Remis bei 7:1 Toren), Assistenten:Jorrit Friedrich Eckstein-Staben, Julius Steinhorst

Anpfiff: Sonntag 15 Uhr, Kehdinger Stadion, Drochtersen

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