15. Mai 2019 / 10:02 Uhr

Charaktertest für Dynamo Dresden am 34. Spieltag

Charaktertest für Dynamo Dresden am 34. Spieltag

Jochen Leimert
Dresdner Neueste Nachrichten
Dynamo-Trainer Cristian Fiel (r.) und Mittelfeldspieler Patrick Möschl haben mit der Saison noch nicht abgeschlossen.
Dynamo-Trainer Cristian Fiel (r.) und Mittelfeldspieler Patrick Möschl haben mit der Saison noch nicht abgeschlossen. © imago images/DeFodi
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Dynamo Dresden möchte den eigenen Anhängern zum Saison-Halali ein anderes Gesicht als in Kiel zeigen und Paderborn einen großen Kampf liefern.

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Dresden. Die Konkurrenz aus Berlin-Köpenick hofft auf Schützenhilfe aus Dresden, doch warme Worte aus der Hauptstadt brauchen die Profis von Dynamo Dresden nicht. Vor heimischer Kulisse wollen sie sich am Sonntag (15.30 Uhr) von ganz allein mit einer anständigen Leistung gegen den Tabellenzweiten SC Paderborn verabschieden. Nach dem 0:3-Debakel bei Holstein Kiel möchten die Schwarz-Gelben ihre in diesem Jahr selten verwöhnten Fans nicht noch einmal enttäuschen und mit hämischen Kommentaren in den Ohren in den Urlaub gehen.

Bilder von der Zweitliga-Partie zwischen Holstein Kiel und Dynamo Dresden

Kiels Trainer Tim Walter gestikuliert vor der Fantribüne. Zur Galerie
Kiels Trainer Tim Walter gestikuliert vor der Fantribüne. ©
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Auf zwei Kästen Berliner Pilsner oder eventuelle andere Dankesgrüße aus der Wuhlheide legen die Kicker von Trainer Cristian Fiel keinen Wert. „Ich glaube nicht, dass sich einer darüber motivieren kann, ob Union oder Paderborn Relegation spielt. Da müssen erst einmal andere innere Faktoren kommen, die einen motivieren“, sagte Kapitän Marco Hartmann.

Der in Kiel als Einwechsler auf den Platz zurückgekehrte Spielführer sieht das anstehende letzte Saisonspiel gegen die Ostwestfalen als echten Charaktertest und große Herausforderung an. Obwohl man sie zu Hause empfängt, erwarte er die Spieler von Trainer Steffen Baumgart ähnlich stark wie die im Tiefflug angreifenden Kieler „Störche“: „Paderborn wird genauso gut sein, die werden nach vorne richtig Ballett machen.“ Um da zu bestehen, müsse Dynamo noch einmal an die Schmerzgrenze gehen, „um den Leuten – und uns vor allem – einen schönen Abschluss zu geben“.

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Fiel (bislang drei Siege, drei Niederlagen, vier Unentschieden) möchte keinesfalls mit mehr Niederlagen als Siegen als Cheftrainer aus der Saison und so in gedrückter Stimmung in den Urlaub gehen. Ein Erfolgserlebnis für seine Mannschaft ist ihm wichtiger als frische Zuneigung seines Ex-Clubs Union: „Ich kümmere mich nicht um Paderborn. Das habe ich auch den Jungs gesagt. Es geht darum, jetzt noch mal alle Kräfte zu bündeln, den Kopf noch mal klar zu kriegen und für einen guten Abschluss zu sorgen.“

Patrick Möschl will mit Dynamo Dresden feiern

Patrick Möschl braucht auch keinen Extra-Anstoß. Der Österreicher, der früher beim SV Ried in der Bundesliga seines Heimatlandes selten vor großer Kulisse spielte, genießt die große Aufmerksamkeit in Dresden – zumal er in der Hinrunde viele Partien verletzt verpasste: „Wir spielen zu Hause vor ausverkauftem Haus. Da kommen 30 000 zum letzten Spiel, bevor es in die Sommerpause geht. Wenn man sich da motivieren muss, dann ist man wahrscheinlich im falschen Beruf.“

DURCHKLICKEN: Patrick Möschl bei der SG Dynamo Dresden

30. Mai 2017: Patrick Möschl kommt vom österreichischen Club SV Ried zur SGD an die Elbe. Zur Galerie
30. Mai 2017: Patrick Möschl kommt vom österreichischen Club SV Ried zur SGD an die Elbe. ©

Daheim vor so vielen Zuschauern spielen zu dürfen, das könne nicht jeder Fußballer behaupten. „Möschi“ ist überzeugt, dass die Mannschaft zum Saison-Halali feiern will: „Wir freuen uns drauf und wollen den Fans noch einmal einen richtig schönen Abschied bereiten.“ Möschl würde – wenn es ginge – am liebsten sogar weiterspielen: „Ich habe nicht so viele Wochen Fußball in den Beinen wie manch anderer.“

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