10. September 2020 / 20:00 Uhr

"Chefchen" Robert Klauß: Für RB Leipzigs Coach Julian Nagelsmann geht das gar nicht

"Chefchen" Robert Klauß: Für RB Leipzigs Coach Julian Nagelsmann geht das gar nicht

Elena Boshkovska
Leipziger Volkszeitung
Am Samstag dirigiert Robert Klauß nicht mehr an der Seite von RB Leipzigs Trainer Julian Nagelsmann.
Am Samstag dirigiert Robert Klauß nicht mehr an der Seite von RB Leipzigs Trainer Julian Nagelsmann. © GEPA pictures
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Am Samstag geht es für Julian Nagelsmann und seine Roten Bullen gegen ein bekanntes Gesicht. Denn Pokalgegner 1. FC Nürnberg wird von seinem ehemaligen Co-Trainer Robert Klauß gecoacht. Treffen da Lehrer und Schüler aufeinander?

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Leipzig. Eigentlich mag er die Formulierung "Chefchen" gar nicht, sagt Nagelsmann. Ganz besonders nicht, als er selbst gegen Ralf Rangnick oder Thomas Tuchel gespielt hat. „Damals war ich der Leidtragende, diesmal wird es Robert Klauß sein. Deshalb mag ich die Formulierung immer noch nicht.“ Denn Chefchen würde er seinen ehemaligen Co-Trainer nicht nennen. Cheftrainer werde man nicht ohne Grund. Vor allem Dieter Hecking habe sehr viel Erfahrung und kenne jeden Trainerkollegen, der auf dem Markt wäre. „Wenn er entschieden hat, dass Robert der richtige Coach für den 1. FC Nürnberg ist, kann man das Wort ‚Chefchen‘ komplett rausstreichen“, sagt der 33-Jährige.

Er ist sich sicher, dass Klauß in den Gesprächen mit den Verantwortlichen genauso überzeugt hat, wie auch bei RB Leipzig auf dem Platz. Im Pokalspiel gegen Nürnberg begegnen sich daher für Nagelsmann zwei Cheftrainer. „Der eine von einem Zweitligisten, der sicherlich irgendwann aufsteigen möchte. Der andere von einem Erstligisten.“ Es ginge hauptsächlich ums Weiterkommen im DFB-Pokal und die vorherigen Konstellationen seien egal, so der Bullen-Coach.

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Dennoch stecke eine gewisse Besonderheit hinter der gemeinsamen Vergangenheit, die sei für Nagelsmann aber völlig normal. Genauso wie der Anspruch zu gewinnen. Denn im K.o.-Spiel am Samstag gegen die Nürnberger wollen auch er und seine Mannschaft einen Sieg verzeichnen und weiterkommen. Die Motivarion seines ehemaligen Co-Trainers habe aber wenig mit ihm zu tun, sagt Nagelsmann: „Auch wenn Robert gegen Lucien Favre spielen müsste, würde er gewinnen wollen.“.