21. Februar 2021 / 21:10 Uhr

Chelsea-Stürmer Timo Werner über seine Tor-Flaute, Teamkollegen und Neu-Trainer Thomas Tuchel

Chelsea-Stürmer Timo Werner über seine Tor-Flaute, Teamkollegen und Neu-Trainer Thomas Tuchel

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Timo Werner blickt auf eine turbulente erste Zeit bei Chelsea zurück.
Timo Werner blickt auf eine turbulente erste Zeit bei Chelsea zurück. © IMAGO/PA Images
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Timo Werner erlebte in seiner Anfangszeit seit seinem Transfer von RB Leipzig in die Premier League zum FC Chelsea nicht nur einfache Zeiten. Dem 24-Jährigen halfen in seiner Krisenzeit auch seine deutschen Mitspieler. Nun ist mit Thomas Tuchel zudem ein weiterer Bezugspunkt hinzugekommen.

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Im Sommer wagte Timo Werner den Sprung von der Bundesliga auf die Insel. In der Premier League stürmt der ehemalige Leipziger seitdem für den FC Chelsea, hatte bei den Londonern nach einem ordentlichen Start aber durchaus mit Anpassungsschwierigkeiten zu kämpfen. In 24 Liga-Spielen für die "Blues" gelangen dem 35-maligen deutschen Nationalspieler erst fünf Tore. Gleich in seinem ersten halben Jahr musste sich Werner auch durch eine Durststrecke von 18 Pflichtspielen ohne Treffer kämpfen und war in der Folge nicht zwangsläufig gesetzt - für einen Angreifer eine schwere Zeit, die den 24-Jährigen jedoch erdete. "Klar habe ich mitbekommen, dass man bei solch einer Flaute nicht mehr unbedingt als Super-Stürmer bezeichnet wird. In den letzten Monaten wurde ich auf den Boden der Tatsachen geholt", erklärte Werner im Kicker-Interview (Montagsausgabe).

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In Zeiten der Krise und der auf ihn einprasselnden Kritik habe ihm besonders die Beziehung zu seinen Nationalmannschaftskollegen Antonio Rüdiger und Kai Havertz, der gleichzeitig mit Werner im Sommer zu Chelsea wechselte, geholfen. "Gerade in der schweren Phase war es erleichternd, mit ihnen einfach auch mal über andere Dinge reden zu können", gab der gebürtige Schwabe zu.

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Ein dritter Deutscher kam Anfang des Jahres dazu - auf einer nicht unerheblichen Position. Trainer Thomas Tuchel heuerte nur einen Monat nach seinem PSG-Aus bei Chelsea an und beerbte den zuvor aufgrund von ausbleibendem sportlichen Erfolg entlassenen Frank Lampard. Für Werner, der mit der englischen Sprache fremdelte, ist damit eine weitere Barriere verschwunden. "Auch wenn ich viel an meinem Englisch arbeite, konnte ich mich zuvor nicht immer so ausdrücken, wie ich wollte, und musste aufpassen, dass man mich nicht falsch versteht", sagte der Angreifer, dem der Trainerwechsel auf dieser Ebene entgegenkam. "Das ist jetzt natürlich gar kein Problem mehr, da fühlt man sich fast schon ein bisschen heimisch."

Auch auf dem Platz sieht Werner die Vorzüge des Tuchel'schen Spielstils. So gehe unter dem neuen Übungsleiter "der erste Blick nach vorn, das hilft mir ungemein", erklärte der Offensivmann, der erst beim 2:0 gegen Newcastle United seine Torflaute von über 1000 Minuten ohne Treffer beendete und seit dem Trainerwechsel in der Liga zudem drei Torvorlagen beisteuerte. Überhaupt zeigt die Formkurve der Londoner nach oben. Unter Tuchel sind die "Blues" noch unbesiegt und stehen auf Platz fünf in Schlagdistanz zur Spitzengruppe, mussten sich zuletzt beim 1:1 gegen den FC Southampton jedoch mit einem Remis begnügen. Timo Werner stand im Angriff über die volle Distanz auf dem Platz.