29. November 2020 / 12:23 Uhr

Lampard, Terry – und ein Deutscher: Diese elf Spieler setzte José Mourinho in seiner Karriere am häufigsten ein

Lampard, Terry – und ein Deutscher: Diese elf Spieler setzte José Mourinho in seiner Karriere am häufigsten ein

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Unter den elf Spielern, die von José Mourinho in dessen Trainer-Karriere am häufigsten eingesetzt wurden, sind nicht nur die Chelsea-Legenden Frank Lampard und John Terry (l.), sondern auch ein Deutscher.
Unter den elf Spielern, die von José Mourinho in dessen Trainer-Karriere am häufigsten eingesetzt wurden, sind nicht nur die Chelsea-Legenden Frank Lampard und John Terry (l.), sondern auch ein Deutscher. © Getty/imago images/Montage
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José Mourinho hat in seiner Trainer-Karriere viele Stationen gesehen und etliche Stars trainiert. Vor dem Duell mit seinem Weggefährten Frank Lampard im Topspiel der Premier League zwischen Tottenham und Chelsea wirft der SPORTBUZZER einen Blick zurück. Welche Spieler absolvierten die meisten Spiele unter "The Special One"?

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Bereits zum fünften Mal kommt es am Sonntag zum Kräftemessen zwischen Frank Lampard und José Mourinho. Der exzentrische Portugiese reist mit Tottenham Hotspur durchaus überraschend als Tabellenführer (vor dem Spieltag) an die Stamford Bridge des FC Chelsea, wo er im Topspiel der Premier League (17.30 Uhr, Sky) nicht nur auf seinen Ex-Klub trifft, sondern auch auf Lampard, der bei den Blues über sieben Jahre der wohl wichtigste Spieler Mourinhos war und an der Seite seines heutigen Kontrahenten große Erfolge feierte.

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Tatsächlich übertreffen nur zwei Spieler Lampard im Hinblick auf absolvierte Spiele unter Mourinho - beide sind Innenverteidiger: Lampards langjähriger Weggefährte John Terry spielte sieben Jahre unter dem Portugiesen, bringt es auf 266 Spiele als Mourinho-Schützling. Einzig Ricardo Carvalho kam noch häufiger zum Einsatz. Die Karriere des heute 42 Jahre alten Abwehrspielers ist wie keine zweite eng mit Mourinho verknüpft: Carvalho folgte dem Trainer 2004 von seinem Jugendverein FC Porto zum FC Chelsea und wechselte sechs Jahre später von den Blues zu Real Madrid - wo Mourinho zuvor unterschrieben hatte. Neben dem Ex-Kölner Maniche ist Carvalho einer von nur zwei Spielern, die bei drei Klubs unter "the Special One" aktiv waren.

In der ewigen Mourinho-Elf taucht auch Mesut Özil auf.
In der "ewigen" Mourinho-Elf taucht auch Mesut Özil auf. © Getty/Montage

Anders als Carvalho, der inzwischen als Co-Trainer von Olympique Marseille arbeitet, hat Lampard den schwierigen Sprung zum Chefcoach - und damit in Mourinhos Fußstapfen - bereits gemeistert. Seine Bilanz gegen den 15 Jahre älteren Titel-Sammler aus Setúbal kann sich sehen lassen: Er gewann drei der bisherigen vier Duelle. Lampard siegte noch mit Derby County im September 2018 im Ligapokal nach Elfmeterschießen gegen Mourinhos ManUtd (10:9). Später fügte er der Bilanz reguläre Liga-Erfolge mit Chelsea gegen das seit Herbst 2019 von Mourinho gecoachte Tottenham hinzu (2:0, 2:1). Das bisher letzte Aufeinandertreffen ging allerdings an den Portugiesen, der - ebenfalls im Elfmeterschießen - im September mit 6:5 die Oberhand behielt und damit den Einzug ins Viertelfinale des Ligapokals perfekt machte. Es war einer der seltenen Rückschläge dieser Saison für die Blues, bei denen seit dem Sommer auch die deutschen Nationalspieler Timo Werner und Kai Havertz spielen.

"Ein Magier": Mesut Özil einziger Deutscher in Mourinho-Elf

Einziger Deutscher in der "ewigen Elf" Mourinhos, der neben Chelsea, Tottenham und Real Madrid auch den FC Porto und Inter Mailand trainierte und nahezu überall große Erfolge feierte, ist übrigens Mesut Özil. Der Weltmeister von 2014 war unter Mourinho einer der Leistungsträger von Real und absolvierte an der Seite von anderen Stars wie Cristiano Ronaldo, Xabi Alonso und Karim Benzema in Summe 157 Spiele für den oft eigenwilligen Trainer - und damit mehr als etwa Sergio Ramos, der in dieser Zeit von Verletzungspausen und Sperren zurückgeworfen wurde.

Wie groß Mourinhos Wertschätzung für Özil ist, zeigt auch der Umstand, dass der beim FC Arsenal mittlerweile aussortierte Weltmeister es in die persönliche Top-Elf der Trainer-Legende geschafft hat. Das verriet der 57-Jährige kürzlich den Manchester Evening News. Schon während der gemeinsamen Zeit bei Real hatte er Özil als "magisch" bezeichnet und gesagt: "Wir haben den Magier Cristiano Ronaldo und den Magier Özil. Die Leute lieben ihn". Die Zuneigung beruht auf Gegenseitigkeit, Mourinho soll Özils Lieblingstrainer sein. Als "Mou" Real 2013 verließ, zog es auch den Ex-Schalker weg - er unterschrieb bei Arsenal.