19. Juli 2020 / 12:55 Uhr

Chemie Leipzig mit 2:0-Testspielsieg, Dauerkarten-Verkauf und neuem Stürmer

Chemie Leipzig mit 2:0-Testspielsieg, Dauerkarten-Verkauf und neuem Stürmer

Jens Fuge
Leipziger Volkszeitung
<b>Stephané Mvibudulu</b> (27 Jahre), Sturm, im Verein seit 2020.
Nicht neu in Leipzig, aber neu in Leutzsch: Stephané Mvibudulu (re.) wechselt vom 1. FC Lok zur BSG Chemie. © Facebook BSG Chemie Leipzig
Anzeige

Auch das zweite Testspiel der Saison konnte die BSG Chemie Leipzig erfolgreich gestalten: Am Ende hieß es 2:0 bei der SG Taucha. Derweil wechselt ein Spieler von Probstheida nach Leutzsch.

Anzeige

Leipzig. Langsam aber sicher nimmt das Team der BSG Chemie für die kommende Mammut-Saison Konturen an. Beim 2:0-Testspielsieg in Taucha kamen erneut einige Probespieler zum Einsatz. Ganz ohne Test verpflichtete man Stephané Mvibudulu vom 1. FC Lok.

DURCHKLICKEN: Sie stehen bereits unter Vertrag bei der BSG

<b>Benjamin Bellot</b> (29 Jahre), Torwart, im Verein seit 2019, Vertrag bis 2022. Zur Galerie
Benjamin Bellot (29 Jahre), Torwart, im Verein seit 2019, Vertrag bis 2022. ©

Der am 18. Mai 1993 in Kinshasa geborene Deutsch-Kongolese kam erst vor einem Jahr vom FC Rot-Weiß Erfurt nach Leipzig-Probstheida, wo er bereits in der Jugend spielte. Nach seinem Profidebüt beim Halleschen FC wechselte er 2013 zum TSV 1860 München. Drei Jahre später schloss sich Mvibudulu kurzzeitig dem SV Stuttgarter Kickers an und ging im Sommer 2016 schließlich zum SV Wehen-Wiesbaden. 2018 wechselte er zur SG Sonnenhof Großaspach und von dort im Winter 2018/2019 zum FC Rot-Weiß Erfurt. Eine bewegte Karriere also.

Dauerkartenverkauf in Leutzsch

In der 2. Bundesliga und 3. Liga war Mvibudulu in 51 Spielen aktiv (3 Tore, 3 Torvorlagen). Insgesamt kommt er auf 169 verzeichnete Spiele im Männerbereich, dabei auf 19 Tore und 17 Torvorlagen. Bei seinen 20 Einsätzen beim 1. FC Lok in der zurückliegenden Saison wurde Mvibudulu meist ein- oder ausgewechselt. Er kam dabei auf lediglich einen Treffer und vier Torvorlagen. Andy Müller-Papra: „Stephané ist für uns offensiv variabel einsetzbar. Er ist ein sehr schneller Spieler mit einem guten 1-gegen-1-Verhalten und soll der Mannschaft mit seiner Erfahrung aus der 2. und 3. Liga helfen, offensiv noch mehr Durchschlagskraft zu erlangen.“

FANS | Dauerkartenverkauf startet ab morgen! Liebe Chemiefans, ab Montag, 20.7.2020 für zunächst erst einmal eine...

Gepostet von BSG Chemie Leipzig am Sonntag, 19. Juli 2020

Indes beginnt ab heute der Dauerkartenverkauf im Leutzscher Holz. Die erste Phase läuft zunächst für eine Woche bis zum 26.7. exclusiv für Dauerkarteninhaber der abgebrochenen Saison 2019/2020 – mit einem Rabatt von 10%. Immerhin büßten diese Kartenbesitzer durch die Corona-Pandemie am meisten ein. Die Karten gibt es ausschließlich online im neuen Ticketshop www.etix.com. Alle weiteren Infos gibt es auf der Website der BSG www.chemie-leipzig.de. Die neuen Dauerkarten sind komplett neu gestaltet und tragen Motive aus vier Jahrzehnten.

Jagatic wechselt komplett durch

Sportlich blieb Chemie im zweiten „Geister-Test“ in Taucha siegreich. Der Landesligist aus Taucha hielt lange gut mit, hatte gute Chancen auf eigene Tore und musste sich erst kurz vor Schlusspfiff endgültig geschlagen geben. Benjamin Luis und Burim Halili erzielten die beiden Treffer zum 0:2 (0:0)-Endstand.

Mehr zur BSG Chemie

Gegenüber der Startaufstellung beim ersten Test in Sandersdorf wechselte Chemie-Trainer Miroslav Jagatic einmal fast komplett durch. Nur Stefan Karau und Testspieler Niklas Schneider (HSV II) durften in beiden Spielen in der ersten Halbzeit starten. Neu war neben den bekannten Gesichtern außerdem Testspieler Pascal Pannier, der zuletzt für Lokomotive Leipzig aktiv war. Weiterhin geschont wurde Tomáš Petráček, außerdem fiel Philipp Wendt mit einer Zehenverletzung aus.

Halili sichert Sieg in Taucha

Chemie hatte im gesamten Spiel deutliche Ballbesitzvorteile und versuchte viele Spielzüge über die Flügel. Zwar erzielte Alexander Bury nach nur zwei Minuten schon ein Tor, das allerdings wurde wegen einer Abseitsstellung nicht anerkannt. Testspielgemäß wurde für den zweiten Durchgang einmal kräftig an der Aufstellungsschraube gedreht. Neun Neue standen fortan bei der BSG auf dem Feld, nur Max Keßler und Benjamin Luis in der Offensive blieben auf dem Platz. Immer auffälliger bei der BSG wurde Neuzugang Morgan Fassbender, der auf der rechten Seite für viel Tempo und gute Ideen sorgte.

Auch der Führung für Chemie ging ein Angriff über seine Seite voraus, als Benjamin Luis das Leder aus kurzer Distanz im Kasten unterbrachte (63.). Fassbender avancierte in dieser Phase zum besten Mann auf dem Platz, riss mit seiner Antrittsschnelligkeit Räume und fügte in der 66. Minute einen weiteren Torschuss sowie in der 75. Minute eine gute Flanke, die in der Mitte Florian Kirstein nur knapp verpasste, seinem Arbeitsnachweis hinzu. Zunächst erzielte Benjamin Luis noch ein weiteres Abseitstor, mit dem Schlusspfiff erzielte Burim Halili schließlich per Kopf nach Eckstoß von der rechten Seite den 2:0-Endstand.

SG Taucha 99: 1. Halbzeit: Niklas Noetzel, Nico Brehm, Max Klose, Tom Baumgart, David Reich, Kevin Schiller, Mirko Jentzsch, Maximilian Große, Tom Dietze, Franz Boltze, Florian Helbig; 2. Halbzeit: Tim Grune, Philipp Schlüter, Kevin Schiller, Marco Dennhardt, Maaz Abdelrahim, Max Rogge, Toni Kirsten, Moritz Butzke, Maximilian Große, Salman Al Abri, Florian Helbig; Trainer: Marcus Jeckel

BSG Chemie Leipzig: 1. Halbzeit: Julien Latendresse-Levesque, Stefan Karau (MK), Manuel Wajer, Björn Nikolajewski, Alexander Bury, Benjamin Schmidt, Max Keßler, Florian Schmidt, Benjamin Luis, Pascal Pannier, Niklas Schneider; 2. Halbzeit: Benjamin Bellot, Andy Wendschuch, Tarik Reinhard, Morgan Fassbender, Max Keßler, Florian Kirstein, Benjamin Luis, Benjamin Boltze (MK), Burim Halili, Tom Müller, Denny Krahl; Trainer: Miroslav Jagatic

Tore: 0:1 Benjamin Luis (63.), 0:2 Burim Halili (90.+1)