13. Mai 2020 / 16:59 Uhr

Chemie Leipzig befürwortet Quotientenregelung

Chemie Leipzig befürwortet Quotientenregelung

Jens Fuge
Leipziger Volkszeitung
amp
BSG-Sportchef Andy Müller-Papra befürwortet auch einen Aufschub des kommenden Saison-Starts. © Uwe Köster
Anzeige

Am Dienstag wurden in einer Videokonferenz die Möglichkeiten diskutiert, wie die Saison in der Regionalliga zu Ende gehen soll. Für Chemies Sportchef Andy Müller-Papra ist die Quotientenregelung die fairste Lösung.

Anzeige
Anzeige

Leipzig. Wie geht es in der Regionalliga weiter? Bei einer Videokonferenz am Dienstag wurden mögliche Lösungen erörtert. Für die BSG Chemie saß Sportchef Andy Müller-Papra vor dem Computer. „Es ging um ein vorläufiges Meinungsbild der Vereine, ohne dass es eine Entscheidung gab. Dazu muss es aber erst noch einen Präsidiumsbeschluss geben, sowie eine abermalige Abfrage, die Anfang Juni stattfinden soll“, so Müller-Papra. Dass die Saison zum 30.6. auslaufen soll, sahen die Vereine wohl einhellig so. Für Auf- und Abstieg indes gibt es drei Szenarien: die Quotientenregelung, den aktuellen Tabellenstand oder den Stand nach Ablauf der Hinserie. Eine sportliche Entscheidung sieht man als nicht sinnvoll und machbar an. „Wir favorisieren die Quotientenregelung, weil es einfach die fairste Lösung wäre“, sagt Müller-Papra.

Damit wäre Lok Staffelsieger – kein Problem für Chemie. Vorstandsvorsitzender Frank Kühne dazu: „Man muss sportlich bleiben, wenn es so ist, ist es eben so. Den Abbruch haben wir vor vier Wochen schon befürwortet, die Unterschiede in der Liga sind einfach zu groß, als dass man einfach weiter machen könnte. Es gibt einige wenige Amateurvereine wie uns und diejenigen, die unter Profibedingungen arbeiten. Die kriegt man nicht unter einen Hut.“

Mehr zur BSG

Auch für die kommende Saison gibt es natürlich diverse Gedankenspiele. Diese könnte aufgrund der Umstände mit Absteigern aus Liga 3 mit bis zu 23 Teams stattfinden. Allerdings sind bis Ende August erst einmal alle Großveranstaltungen bis 1000 Personen untersagt. Deshalb und auch wegen der Termindichte gab es eine Diskussion, ob Geisterspiele oder Spiele mit Obergrenze 999 Zuschauern durchgeführt werden sollen. „Da gab es sehr geteilte Meinungen bei den Vereinen. Einige, darunter auch wir, würden einen Aufschub des Starts befürworten, um die Entwicklungen abwarten zu können“, so Andy Müller-Papra.