30. Juli 2020 / 16:06 Uhr

Chemie Leipzig: Entscheidung über Beckenbauer und Kanther

Chemie Leipzig: Entscheidung über Beckenbauer und Kanther

Jens Fuge
Leipziger Volkszeitung
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Luca Beckenbauer möchte sich für die BSG Chemie Leipzig empfehlen. © Christian Donner Photography
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Beim deutlichen Testspielsieg gegen Inter standen auch viele Jungspunde auf dem Platz, die sich um einen Platz im Chemie-Kader beworben haben - unter anderen ein waschechter Beckenbauer. Wie es mit ihnen weiter geht soll am Freitag entschieden werden.

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Leipzig. Das 5:0 gegen Inter hat den grün-weißen Chemikern gut getan – auch wenn es nur ein Testspiel gegen einen erst seit 14 Tagen im Training stehenden Oberligisten war. Vor allem die Trefferquote wärmte das Herz vor leeren Rängen. Ein ums andere Mal konnten die schnellen Mvibudulu, Faßbender und Keßler die Abwehr von Inter überrennen. Vor allem Letzterer fiel positiv auf und will es in diesem Jahr unbedingt schaffen, sich durchzusetzen. „Ich fühle mich gut und habe die Voraussetzungen“, meint Max Keßler, der ein Tor vorbereitete und eines mit strammen Schuss aus 20 m selbst erzielte.

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Die Begegnungen der BSG Chemie gegen den FC International gingen selten so deutlich für eine Vertretung aus. Denn dieses Mal konnten die grün-weißen Gastgeber mit 5:0 (2:0) Toren klar gewinnen. Zur Galerie
Die Begegnungen der BSG Chemie gegen den FC International gingen selten so deutlich für eine Vertretung aus. Denn dieses Mal konnten die grün-weißen Gastgeber mit 5:0 (2:0) Toren klar gewinnen. © Christian Donner

Im Fokus stand zudem der Auftritt von vier jungen, allesamt 19-jährigen Testspielern. Den besten Eindruck machten sicherlich Anton Kanther und Luca Beckenbauer. Während ersterer, ausgebildet beim 1. FC Union und dann bei Magdeburg und Halberstadt spielend, dynamisch und robust durchs Mittelfeld rauschte, konnte der Enkel des berühmtesten deutschen Fußballers aller Zeiten mit solider Technik und zuverlässigen Pässen glänzen. „Unauffällig, aber sehr effektiv“, lobte Chemies sportlicher Leiter Andy Müller-Papra, dem die grundsolide technische Ausbildung aller Testspieler gefiel. „Luca ist körperlich nicht fit, das hat man ihm angemerkt. Aber er ist ein sehr interessanter Junge“. Am Freitag wolle man sich in der sportlichen Leitung zusammensetzen und entscheiden. Wichtig sei natürlich die finanzielle Komponente: „Wir geben nur aus, was wir haben“, so Müller-Papra.

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Falls es zu den beiden Verpflichtungen kommt, ist noch eine Kaderstelle offen. Gesucht wird ein linker Verteidiger mit Offensivdrang, der als Ergänzung für Philipp Wendt und Alex Bury fungieren soll.